Sorgen hüten

Ich versuche, doch ich schaffe schwerlich.
Wer verdrängt, ist zu sich selten ehrlich.
Das Boot unter meinen Flügeln taumelt.
Ich kann fliegen, doch habe ich Angst vorm Ertrinken.

Das Letzte, was ich will, ist zu versinken;
In den Abyss, die Tiefen in mir zu erkunden.
Doch ich muss und werde;  raus der Herde.

Hinein in die Schäferinnenkluft,
Meine Sorgen werden in Schach gehalten von meinem Willen.
Er springt sie an, drängt sie in den Pferch.
Und ich kann wieder besser atmen.

Sie alle zu scheren, die Wolle zu färben,
Daraus etwas zu weben, Was ich mir umhängen kann,
das ist noch nicht dran.

Aber bald schon werde ich in leuchtenden Farben gekleidet,
wieder Herrin sein über meine Stimme
Und feierlich wandern über den begrünten Kamm.

Johanna Blau, Juli 2023

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