Aufwind

Aufwind

Vorbeigesaust in eil’gem Schritt
Das Glück war da, ich wollte mit.

Vorbei, wenn alles anders wird,
Wenn die Sonne aus sich den Mond gebiert.

Wenn ich dann tanz‘ von Stern zu Stern,
Dann sage mir, Du hast mich gern.

Wenn ich dann weine an dem Fluss,
Geh sacht zu mir mit leichten Fuß.

Und tröste mich mit deinen Händen.
Sie können das und Schicksal wenden.

Wenn alles and’re Leid verspricht.
Unser Leben sich mit Licht verflicht.

JB-01-2016

Die Kunst

Die Kunst

In mich hineinlächelnd,
Die Zeichen an der Wand zu deuten.
Ach, was für geheime Freuden,
Ein Bild wie meinen Traum zu deuten.

Schneeengel, Halsschmuck,
Kunst, die alle Wege ziert.
Damit die Menschheit nicht mehr friert.
Angst und Kummer an Boden verliert.

Ich träume, wenn ich Kunst beseh‘
Und Zeilen lese in dieser wirren Zeit.
Bilder schau, welch‘ hohes Geleit.
Bin dann von allem Hohn befreit.

Zeig mir ein Gemälde,
Ich sehe Dein Gesicht.
Ich frage und ich ford’re nicht.
S’ist immer Kür und niemals Pflicht.

JB-01-2016

Glanzlichter

Glanzlichter

Die Welt dreht sich weiter,
Egal wie ich mich fühle.
Die Welt dreht sich weiter,
Egal in welchem Haufen Leid ich grad wühle.

Da kommt das Glück getanzt,
Fühl mich auf einmal wohl.
Da kommt das Glück getanzt.
Alles Reden scheint hohl.

Umarme meine Freunde,
Wir wünschen uns Gesundheit.
Umarme meine Freunde,
Die Zeit legt ab das alte Kleid.

JB-12-2015

Sold

Sold

Kaltes Gold,
Du bist mir nicht hold.
Leb‘ nur in meinen Träumen.
Will keinen davon versäumen.
Die Worte sind mein Sold.

JB-12-2015

Wild

Wild

Du siehst wild aus.
Springst mit den Schattengängern.
Lachst über Rattenfänger.
Spielst süße Weisen.
Gehst gern auf Reisen.
Hältst Dein Herz in der Hand.
Gehst wieder unter Land.
Lass sie hinter dir.
Bist jetzt ein starkes Tier.
Wort und Geleit in diesem Kleid.

JB-11-2015

Fixstern

Fixstern

Ich war bei Dir den Tag und die Nacht.
Hab gelitten mit Dir, den Wagen auf den Weg gebracht.

Jetzt bin ich neu und fürchte mich nicht mehr.
Der Pfad war weit, ich wollte es so sehr.

Du bist ein Planet weit über mir,
Unerreichbar fern, ich sühne meine Gier.

Hast mich verlassen, als ich offen war.
Hast meinen Namen vergessen, den ich sprach so klar.

Ich hier unten male neue Welten.
Ich hier unten weine nur noch selten.

Vorbei was hätte sein können und da:
Seh den Stern an einem Stern zerschellen.

JB-11-2015

Bestimmung

Bestimmung

Wohin verweht es mich?
Ist doch unglaublich!
Was die Welt gibt.
Was mit mir geschieht.

Zieh‘ eine Nummer,
Sonst gibt es Kummer.
Bleib nicht stehen,
Sonst wird was geschehen.

Arbeiten heißt das Gebot.
Sonst schlechte Zukunft droht.
Geschäft oder Untergang.
Für mich ein Missklang.

Will mich verwirklichen.
Kreativ unter Möglichen.
Will die Welt begreifen.
Das Alles muss doch reifen.

Brauch etwas Zeit,
Der Weg ist so weit.
Will mich erfahren,
Muss dafür sparen.

Wenn Menschen fühlen,
Die Welt mit Herz füllen.
Bringt uns das Sicht,
Gibt uns Gesicht.

JB-11-2015