Versuche

Versuche

Bin nicht lahm,
Bin nur gehemmt.
Weiß ja nicht,
Wer mich hier kennt.

Wenn ich tanze,
fällt die Maske weg.
Preise den,
Der mich erweckt.

Will wieder schreiben,
Das ist der große Plan.
Will nicht übertreiben.
Alles so, wie wir es sahen.

Jetzt bin ich da,
Will immer so präsent sein.
Jetzt bin ich hier,
Fühl mich nicht mehr klein.

JB-11-2015

Worte

Worte

Worte aufgeschrieben
Lachfalten geglättet
Würds so gern aufschieben
Bin ganz geplättet

Wenn ich mich umseh
Weiß nicht wohin
Wenn ich dann durchdreh
Macht nichts mehr Sinn

Nach Außen wie nach Innen
Ungeklärt und unbesprochen
Bin voll von Stimmen
Leib noch da, nicht ganz ungebrochen

JB-11-2015 (Erinnerung an Krankheit)

Spuren

Spuren

Ich find Dich überall,
Ganz wie ich suche.
Ich will da Spuren legen
Unter der Eisenbuche.

Ich find mich auch
Und unser Glück.
Sprich mich doch an,
Sonst werd ich noch verrückt.

Der Plan ist neu,
Er muss doch funktionieren.
Ich bin so scheu,
Will mich nicht blamieren.

Dann stehst Du vor mir
Und mich trifft Dein Blick.
Dann steh ich vor Dir.
Will nicht mehr zurück.

Wenn Farben passen,
Und die Sonne scheint,
will ich nicht von Dir lassen,
Inniglich vereint.

JB-11-2015

Flügellos

Flügellos

Wenn ich endlos, zügellos, flügellos,
Von mir selbst entrückt,
Vom Wesen des Seins ganz verzückt,
Davon fliege,
Über mich siege,
Mich entliebe.

Entlaube ganze Wälder der Vernunft.
Zück mein Schwert Richtung Zukunft.
Bin bald ganz ohne Dich,
Sehe ein Sternenlicht,
Das mich führt,
Die Welt verwirrt.

Wie das Schicksal Fäden flicht,
Abends wieder Land in Sicht.

JB-10-2015

Allklang

Allklang

Ich flieg im All umher.
In tausend Sätzen schreib ich alles nieder.
Bin gefangen im freien Raum.
Schnür mir selbst mein enges Mieder.

Wenn die Uhren dreizehn schlagen,
Sich die Menschen mit Sorgen plagen,
Ruf ich sie herbei
Die gehörnten Drei.

Faun und Fee und auch Sibylle,
Mit denen ich Raum und Stille fülle.
Wie sie tanzen, toben, singen.
Worte hell und neu erklingen.

Diese Macht schlägt Schmerz und Leid.
Mach mir daraus schnell ein Kleid.
Damit tanz ich wild umher
In dem Traumesblütenmeer.

JB-10-2015

Wege

Wege

Ach ich will so vieles werden.
Dennoch liegt alles in Scherben.
Will nicht vorwärts nicht zurück.
So oder so, was fehlt zu meinem Glück?

Will die Straße abwärts gehen.
Neue Leute, neue Wege sehen.
Will mich drehen, glücklich sein.
Alles nur nicht mehr allein.

Wenn ich traure dann um Dich.
Fluchen, liegen, all das quält mich.
Einsam, traurig, sorgenvoll.
War mal mutig und liebestoll.

Wenn ich heute schlafen geh
Und dabei Dich vor mir seh.
Wünsch ich mir das alles passt
Und Du Glück und Liebe hast.

Für mich soll alles anders werden.
Will nicht laufen mit den Herden.
Schreiben, Bilder, Traumgeschichten,
Will doch einfach nur noch dichten.

JB-10-15

Freunde

Freunde

Wir finden uns zusammen,
Um bei uns zu sein.
Wir hoffen und wir träumen
Vorbei am schönen Schein.

Wir sind so beieinander.
Wir leben für das Licht
Und sagen unsre Wünsche
Auf wie ein Gedicht.

Wir haben diese Zeit.
Wir leben dieses Leben.
Noch sind wir nicht bereit
Das herzugeben.

Wenn Du nun mit uns bist.
Dann gib mir Deine Hand.
Wenn wir jetzt nicht aufgeben,
Dann hält das Freundschaftsband.

JB-09-15