Allklang

Allklang

Ich flieg im All umher.
In tausend Sätzen schreib ich alles nieder.
Bin gefangen im freien Raum.
Schnür mir selbst mein enges Mieder.

Wenn die Uhren dreizehn schlagen,
Sich die Menschen mit Sorgen plagen,
Ruf ich sie herbei
Die gehörnten Drei.

Faun und Fee und auch Sibylle,
Mit denen ich Raum und Stille fülle.
Wie sie tanzen, toben, singen.
Worte hell und neu erklingen.

Diese Macht schlägt Schmerz und Leid.
Mach mir daraus schnell ein Kleid.
Damit tanz ich wild umher
In dem Traumesblütenmeer.

JB-10-2015

Wege

Wege

Ach ich will so vieles werden.
Dennoch liegt alles in Scherben.
Will nicht vorwärts nicht zurück.
So oder so, was fehlt zu meinem Glück?

Will die Straße abwärts gehen.
Neue Leute, neue Wege sehen.
Will mich drehen, glücklich sein.
Alles nur nicht mehr allein.

Wenn ich traure dann um Dich.
Fluchen, liegen, all das quält mich.
Einsam, traurig, sorgenvoll.
War mal mutig und liebestoll.

Wenn ich heute schlafen geh
Und dabei Dich vor mir seh.
Wünsch ich mir das alles passt
Und Du Glück und Liebe hast.

Für mich soll alles anders werden.
Will nicht laufen mit den Herden.
Schreiben, Bilder, Traumgeschichten,
Will doch einfach nur noch dichten.

JB-10-15

Freunde

Freunde

Wir finden uns zusammen,
Um bei uns zu sein.
Wir hoffen und wir träumen
Vorbei am schönen Schein.

Wir sind so beieinander.
Wir leben für das Licht
Und sagen unsre Wünsche
Auf wie ein Gedicht.

Wir haben diese Zeit.
Wir leben dieses Leben.
Noch sind wir nicht bereit
Das herzugeben.

Wenn Du nun mit uns bist.
Dann gib mir Deine Hand.
Wenn wir jetzt nicht aufgeben,
Dann hält das Freundschaftsband.

JB-09-15

Die Motte

Die Motte

Umkreise den Mond, der zu mir spricht.
Kenn‘ dieses Licht, aber Mond ist es nicht.
Verbrenn‘ mich daran und fall‘ dann zu Boden.
Will er mich töten? Will er mich loben?

Dann wieder flattern und suchen nach Dir.
Weich aus, wenn sie kommen die geflügelten Vier.
Hass, Trauer, Wut und Schuld.
Niemals bin ich jenen hold.

Ich verbrenne wieder hier.
Doch niemand beißt mich vom Getier.
Geh zu Grunde an dem Licht.
Sag die Worte: „Nein ich fürchte mich nicht.“

Kleinlaut wirst Du Mal zu Mal.
Kann nicht fluchen, Du wirst fahl.
Ich geh wieder hin zum Licht.
Spiel nicht Wahrheit oder Pflicht.

Was wär‘, wenn wir uns erkennen.
Uns seelenvoll beim Namen nennen.
Kein Licht wär‘ für mich int’ressant.
Wär‘ nur noch durch Deinen Blick gebannt.

JB-09-2015

Das Schreiben

Das Schreiben

Ich finde euch mit meinem wachen Blick,
Umfangen immer noch von Schwertern.
Wer mir so naht und bleibt es bei Geschick,
Trotzt hohen Dornen, wie den alten Wärtern.

Wenn ich umkreise meine neue Wahl,
dann ist sie eins mit allen andern hier.
Wir fangen alle frisch wie fahl.
Es dreht sich das Karussell mit Getier.

Leucht doch in jede Ritze einmal rein.
Was ich so fang und wie ich dann vereise.
Der Regenschirm er spannt die Leute ein.
Die Fahrt verschlingt horrende Preise.

Ach Emmy deine Worte auf Papier
Geschrieben ungedruckt gelesen.
Wenn ich die Verse schmiede und souflier
Dein Glanz verschont den Reinemacherbesen.

Und alle möchten auch ein Heft von Dir.
Die Guten und die Alten hier im Haus.
Wir helfen kräftigt vor der Tür.
Der Ofen blästs zum Dach hinaus.

08-15 JB

Tage wie dieser

Tage wie dieser

Jeder Schritt ein weiter Weg, in diesem Land aus Melancholie.
Ich liege hier und lasse Zeit verstreichen.
Interesse haben, wie ging das nochmal?
Morgen wird besser, muss besser werden.
Versuche mich zu beschäftigen, mit losen Dingen und lieben Menschen.

Nicht zu weit voraus planen,
Nicht zu weit in sich hinein horchen,
Nicht zu weit zurück denken.
Nicht zuviel Wollen.
Ja nichts entscheiden.

Aufstehen oder liegen bleiben.
Das ist die große Frage.
Musik als Seelentröster.
Nachrichten als Auslöser.
Freunde, gern gesehen.

Durchatmen bis zum Aufatmen.
Bis dahin liegen alle Mittel brach.
Yoga hilft, Joggen hilft, Meditation hilft.
Ich bin mit mir selbst beschäftigt.
Aufstehen. Essen. Einkaufen. Reden.

So wie ich jetzt bin, das ist Tiefpunkt.
Besuche das „Land Unter“.
Absinken, um wieder aufzutauchen.

Auf zu neuen Ufern.
Frei vom Grübeln.
Frei von der Meinung anderer.
Frei vom Beherrschen wollen.
Frei vom Machen müssen.
Frei von perfekt und sofort.

Selbstwert wiederfinden.
Wege wagen.
Wunden heilen lassen.
Zeit geben.
Weitergehen.

JB 10.8.2015

Mittendrin

Mittendrin

Tage wie Wellen
Wege aus Zuversicht
Seh ich nach morgen
Bin nicht ganz dicht

Wieder die Hoffnung
Alles wird anders
Verloren den Glauben
An das neue Kleid

Was bleibt ist die Suche nach Glück
Raus aus der Grübelzeit
Wenn ich aufsteh
Nehm ich nie den Weg zurück

JB-07-2015