Auf Moos

Auf Moos

Auf Moos will ich liegen mit dir,
Zwischen Kleeblatt und Heidelbeer
In den Hügeln.

Der Tag, den ich kommen sah,
Nun bald ist er nah,
Denn der Fluss hat zu fließen begonnen.

Du trägst den Stein übers Ufer hinaus.
Die Furt führt uns in den Garten.

Da wollen wir warten
Und uns erfreuen an den Früchten.

7-2014 JB

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Lohn des Lebens

Lohn des Lebens

Und wir träumen, wie die Vögel singen;
frei und grenzenlos – nicht zu überhören.

Gefiedert Lieder, die gern Seiten füllen.
Widersprüchlich im Detail,
Gnädig und seelenvoll im Ganzen.

Wie alle Farben finden sich im Weiß,
Alles enthalten ist in jener Leere.

Beginn und Ende bilden einen Kreis.
Das Leben ist doch ohne Preis.
Und das Jetzt zu preisen
Lohn des Lebens

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Neith

Neith

Bogen über allem,
mit fesselnder Allnachtskrone.
Du wendest dich und löst ihre Ketten in einem Zug.

Sie fällt frei wie ich der Erde zu.
Das Rauschen in den Ohren wird Welt.
Ihre Augen schlucken Erde.

Sie gräbt ihre Finger tief in den Boden und sie verglüh’n.
Kein Ort mehr zu sein.

Und wieder neu der Morgen,
spannt die Zeit, webt den Raum

für das alte neue Spiel.

JB 2014

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Zeit zu leben

 

Liebster Traum, sei mein Gefährte, solang ich Stille suche.

Du sei mir Nahe, sobald ich mich hier wieder finde.

Besuchst Du mich, wenn ich Dich einlade?

Ich rufe Dich so oft, ich will Dich nicht verzaubern.

Wenn ich Dich wiedersehe, werde ich nicht auf Dein Lächeln hoffen,

meines will ich Dir schenken.

Farbenspiele

Farbenspiele

Wenn der Himmel schwarz
herunter tropft auf meine Füße,
hab‘ ich ihn zuvor angemalt
mit meinen Sorgen.

Wenn Sonne scheint
in meine Fenster,
ist das die Hoffnung,
auf ein heit’res Morgen.

Wenn all mein Fühlen Farbe ist,
so mal ich oft mit schwarz und blau.
Verlass‘ mich auf die Einsamkeit
und seh‘ mich als die Wolkenbraut.

Doch träum‘ ich uns in regenbogenbunt.
Und auch mein Herz das pumpt,
damit sein Rot auf meiner Haut
Dir ohne Worte alles anvertraut.

JB 1-2014

Doodle black

Stolz

Stolz

Wer bist du Stolz, das du uns trägst,
den Wahnsinn in unsere Wunden webst?
Und alles Leiden teilst,
mit uns im Traum verweilst?

Einsam in den Wolken schwebend,
trudel ich an euch vorbei.
Singend, jauchzend, Tage lebend.
Bin ich glücklich?
Ich bin frei.

Wolkenauge, fern der Zweifel.
Wolkenauge, fern der Sicht.
Such den Vogel,
such die Teufel.
Finde Gnade,
finde Licht.

Abend in der Stadt

und wenn ich schlafe

Und wenn ich schlafe

und wenn ich schlafe
träume ich
und wenn ich träume
dann von dir
und wenn ich wache halte ich
dein Traumbild fest
im bette neben mir

dein klang, dein gang, dein blick,
dein wesen
scheint mich aufzuheben
doch bin ich so umfangen
kann nicht sprechen
geh auf schwertern

gestrandet kleine Meerjungfrau

und doch
siehst du nicht wie ich dich will
wie ich dich seh und bei dir bin in allem
wie ich falle
wenn ich geh
und Schuld mich schwer macht
ängste von den wänden hallen

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