Sonderbares Glück

Sonderbares Glück

Sonderbares Glück
Wächst in den Ritzen des Versuchens.
Will ein Stück dieses Kuchens,
Verkostet mit Bauchgefühl.
Behalte in mir so viel.
Vor neuen Sorgen schützt es jedoch nie.

Ist das Glück greifbar ohne festen Halt?
Wenn alles stockt und sauer wird,
Wird doch das Glück nicht alt.

Ich sehe hin und auf ein Neues,
Wächst es wie mein Lebensbaum
Beschnitten und gegossen.
Mein einer großer Traum.
Umsorgt nicht jeden Tag,
Doch immer hier im Raum.

JB-03-2015

Blau

Blau

Blau meine Farbe,
wie sie schwingt,
wenn ich tanze.
Mich umkreist.
Meine Gedanken bestimmt.

Blau meine Seele,
wenn ich schweige.
Mein Denken umnachtet.
Mein Blick gesenkt,
nach innen gerichtet.

Blau wie der Himmel,
dem ich täglich begegne,
wenn ich reise ins Leben,
der auch mein Handeln lenkt
und mich ganz umgibt.

Blau so mein Name,
den ich neu erfinde,
aus mir heraus löse
und aufschreibe unter alles.
Raum für mich.

JB-03-2015

Sternenhimmel

Sternenhimmel

Mit weitem Blick hinauf.
Mit großem Herzen offen und gut.
Hinauf in die weite Ferne.

So wie du schaust,
Erblickst du Dich.
Der Mond Dein Gefährte
Auf der Straße der Sterne.

Wenn Du nach oben schaust,
Erblickst du Dich.
Wolkenloses Inferno aus Staub.

JB-02-15
(nach „Die Entdeckung der Unendlickeit“ heut im Kino und dem klaren Nachthimmel auf dem Rückweg)

Das Tuch

Das Tuch

Ich trau mich zu denken, zu hoffen, zu fürchten, doch voran zu gehen.
Mein Leben wie ein Tuch vor mir ausgebreitet.

Da gibt es schöne Muster und schwarze Löcher.
Da gibt es weiche Stoffe und farbige Verläufe.

Ich lächle, weine, traure, lache, wenn ich weiter daran webe.
All mein Erleben geht ein in dieses Tuch.

Ich schau darauf und wenn ich weiter denke, scheint zu oft alles grau zu werden.
Doch wenn ich träume, dann wird Vieles bunt.

JB-02-2015

Verkehrt herum

Verkehrt herum

Miteinander denken das Worteschiff,
Wenn ich umkehr‘ ins Labyrinth der Tage.

Seh‘ ich nur noch kleine Wunder,
Große zählen nicht.
Und ich höre meiner Eltern Klage.

Viel zu große Schritte tat ich gestern.
Viel zu viel gedacht, geträumt, gemacht.
Viel zu viel geweint, zu viel gelacht.

So wir neu und immer wieder wissen,
Dass es nichts gibt,
Außer dem was wir nicht müssen.

JB-12-2014

Stigma

Stigma

Leicht verzettelt
und ich denke anders
heute über gestern nach.

Leicht daneben
und ich ticke anders,
weil die ganze Welt mal wieder austickt.

Bin ich am Träumen über’n Tag,
so neu die Welt mir scheint
und wie ich liebe.

Dann sagen Leute mir
ich sei verrückt.
So dass ich’s denken
gern auf morgen hin verschiebe.

Bin ich soweit,
dass ich begreif‘
wir alle sind verbunden.

Bin ich es,
die mir Worte schickt
in alte Wunden.

Und seh mich um
und fühl‘ mich einig.
Und tanz in Wolken alle Zeit.

Drehe meine Runden aufgewühlt,
doch and’re meinen nur:
„Die tut mir leid.“

JB-12-2014

Vertraue mir

Vertraue mir

Ich weiß selbst nicht warum und wohin
doch Vertraue mir

Alles ist Zeit und Raum
und wir tanzen in Umlaufbahnen

Wenn ich Feuer spucke,
dann für alle Zeiten.

Wenn ich Eis werde,
dann nur um Aufzutauen.

Das Gefühl hier zu sein,
geht mit mir auf Wasserwegen.

Ich bin verdammt neu zu sein.

Zugegeben ganz bin ich nicht
ich bin Du in allem was von uns spricht

JB 12-2014