Schweigen

Schweigen

Hab gemerkt ich will schweigen
Will mich vor allem verneigen
Schon meiner Träume wegen,
Werden sonst zertreten.

Will tanzen, will schauen.
Wieder Brücken bauen.
Will sehen und wagen.
Etwas neues in die Welt tragen.

Alles wie aufgepfropt im Leben.
Jetzt sprich deinen Segen.
Will mich aus Unbill erheben.
An den besetzten Stühlen sägen.

Hier unter Eichen
Will nicht mehr weichen
Will meinen Namen sagen
Meine Geschichte weiter tragen

Will mich mit mir vereinen
Nicht mehr um Gestern weinen
Will die Schmerzen vertagen
Eure Worte ertragen

Will zur Milchstraße treiben
Euch Mögliches zeigen
Die Büchse neu befüllen
Die Erhabenheit spüren

JB-05-2016

 

Dein Stummes Wort

Dein Stummes Wort

Dein Stummes Wort, es reicht mir nicht.
Genug hab ich vom Schatten lieben.
Will jetzt endlich meinen Kopf besiegen.
Es ist der Bauch der Wahrheit spricht.

Der Schein am Ende dieses Tunnels,
Ein Spiel wie Wahrheit oder Pflicht.
Und langsam, langsam seh ich Licht.
Mein Herz, nicht mehr der trock’ne Fels.

Und wenn ich liebe, wenn ich darbe,
Siehst Du mich an, freundlich und warm.
Tust mir gut, was ist dir widerfahren?
Mein Gesicht verliert die Farbe.

Was, wenn wir uns verlieren?
Deine Hand mein größtes Gut.
Wie Deine Nähe mir gut tut.
Wie uns’re Augen uns zieren.

Was ist der Lohn für dieses Fühlen?
Ich bäum mich auf,
Nehm Furcht in Kauf.
Will Hoffnung in mir spüren.

Ein neues Lied in meinem Mund.
Ein neuer Pfad lenkt meinen Schritt.
Begegne Dir, komm aus dem Tritt.
Machst meine Welt erst rund.

Ein Zauber liegt in meinem Wunsch,
Dir nah und gut zu sein.
Sind anders, fast noch rein.
Trink gern diesen Liebespunsch.

JB-04-2016

Lose ziehen

Lose ziehen

Schlaflose Worte, die mich wiederfinden,
Mich an Dich binden.
Die ich vergesse, wenn ich einzeln bin.
Die Welt als Ganzes ist für mich ein Gewinn.

Sprachlose Tugend, die fern uns ist.
Ein Tier, das Schatten frisst.
Mein Wort darauf, ich suche Dich in Allem.
Endlose Male wird mein Rufen erschallen.

Zahllose Reime Dir zugeschrieben.
Zahllose Stunden im Schicksalsfluss getrieben.
Wer bringt uns zusammen,
Schließt die Finger, die klammen?

Eines Tages finden wir den Weg,
Wenn ein kleines Zeichen die Brücke schlägt,
Wird nichts sein wie zuvor,
Mein Herz, mein Kopf: ein lächelnder Tor.

JB-04-2016

Bannkreis

Bannkreis

Im Bann meiner Träume
Meine Schuld lastet schwer auf Dir
Mein Soll und Haben wiegt ungleich
Frisst sich in die Seele
Wenn ich mich wieder quäle
Mit dem Morgen
Und das Lasso wähle
Zu treiben und zu binden
Den Magier zu finden
Ich bin hier

Im Bann der Mähne
Ich lasse meine Löwen los
Wer mich versucht
Den bekämpfe ich gnadenlos
werd ungehemmt nach Hause gehen
Und der Zukunft
Hoffend entgegen sehen
Die Gnade liegt auf dem Grund
Ich schwimme mich gesund
Ich bin jetzt

JB-04-2016

Felsen

Felsen

Ich gehe ihn, den falschen Weg.
Steine treten, Pfützen springen.
Wer da sein wird, der tut mir weh,
Will mich zu Boden zwingen.

Ich gehe ihn, den falschen Weg.
Bin rasend, unbesonnen.
Die Felsen, die ich für ihn heb‘,
Hab ich doch selbst erklommen.

Bist Du es, der mich hier versucht?
Den Faden meiner Liebe hält?
Ich spür mich nicht mehr, bin verflucht.
Meine Tage, sind sie schon gezählt?

Ich muss Dich überwinden.
Du hälst mich fest mit Deinem Blick.
Ich muss die Gnade finden,
Dein Anblick hält mich noch zurück.

Und wenn ich endlich falle,
Die Sehnsucht, die mich hält, verspiele.
Dann sind die Worte alle.
Doch Hoffnung und Liebe hab‘ ich noch viele.

Ich gehe ihn, den neuen Weg.
Such unbekannte Augen.
Alte Träume, die ich weg feg‘
Kann meine Freiheit kaum glauben.

JB-03-2016

Ein Versprechen

Ein Versprechen

Wenn du mich anschaust
Verspricht mein Herz mir mehr
Bin ganz ausgelaugt
Denn die Leere ist nicht fair
Stoßen zusammen
Fallen auseinander
Sping‘ aus dem Rahmen
Wenn ich alleine lande
Spüre so viel
Sage so wenig
Seh‘ doch mein Ziel
Sind wir uns einig?
Will dich nur schauen
Sprechen das fällt mir schwer
Will mich nicht quälen
Trag‘ in mir ein ganzes Meer
Wenn du mal mit mir bist
Unschuld und Hoffnung
Sind dann schnell in der Pflicht
Wage den großen Sprung

JB-03-2016

Schlag

Schlag

Tief gesunken ist der Uhren Schlag,
Nur um mir weh zu tun.
Will jetzt endlich ruh’n.
Morgen kommt ein neuer Tag.

Voller Leben meine Hoffnung,
Träum‘ den großen Traum.
Meine Liebe ist ein Raum,
Morgen kommt Heilung.

Krankheit ist nicht mein Weg.
Schlage Haken,
Ford’re Taten.
Sonne zeigt mir den Steg.

Glanz und Gloria.
Ford’re Schatten auf zu gehen.
Werd jetzt über allen Teufeln stehen.
Ich bin ganz nah.

JB-03-2016