Lose ziehen

Lose ziehen

Schlaflose Worte, die mich wiederfinden,
Mich an Dich binden.
Die ich vergesse, wenn ich einzeln bin.
Die Welt als Ganzes ist für mich ein Gewinn.

Sprachlose Tugend, die fern uns ist.
Ein Tier, das Schatten frisst.
Mein Wort darauf, ich suche Dich in Allem.
Endlose Male wird mein Rufen erschallen.

Zahllose Reime Dir zugeschrieben.
Zahllose Stunden im Schicksalsfluss getrieben.
Wer bringt uns zusammen,
Schließt die Finger, die klammen?

Eines Tages finden wir den Weg,
Wenn ein kleines Zeichen die Brücke schlägt,
Wird nichts sein wie zuvor,
Mein Herz, mein Kopf: ein lächelnder Tor.

JB-04-2016

Bannkreis

Bannkreis

Im Bann meiner Träume
Meine Schuld lastet schwer auf Dir
Mein Soll und Haben wiegt ungleich
Frisst sich in die Seele
Wenn ich mich wieder quäle
Mit dem Morgen
Und das Lasso wähle
Zu treiben und zu binden
Den Magier zu finden
Ich bin hier

Im Bann der Mähne
Ich lasse meine Löwen los
Wer mich versucht
Den bekämpfe ich gnadenlos
werd ungehemmt nach Hause gehen
Und der Zukunft
Hoffend entgegen sehen
Die Gnade liegt auf dem Grund
Ich schwimme mich gesund
Ich bin jetzt

JB-04-2016

Felsen

Felsen

Ich gehe ihn, den falschen Weg.
Steine treten, Pfützen springen.
Wer da sein wird, der tut mir weh,
Will mich zu Boden zwingen.

Ich gehe ihn, den falschen Weg.
Bin rasend, unbesonnen.
Die Felsen, die ich für ihn heb‘,
Hab ich doch selbst erklommen.

Bist Du es, der mich hier versucht?
Den Faden meiner Liebe hält?
Ich spür mich nicht mehr, bin verflucht.
Meine Tage, sind sie schon gezählt?

Ich muss Dich überwinden.
Du hälst mich fest mit Deinem Blick.
Ich muss die Gnade finden,
Dein Anblick hält mich noch zurück.

Und wenn ich endlich falle,
Die Sehnsucht, die mich hält, verspiele.
Dann sind die Worte alle.
Doch Hoffnung und Liebe hab‘ ich noch viele.

Ich gehe ihn, den neuen Weg.
Such unbekannte Augen.
Alte Träume, die ich weg feg‘
Kann meine Freiheit kaum glauben.

JB-03-2016

Ein Versprechen

Ein Versprechen

Wenn du mich anschaust
Verspricht mein Herz mir mehr
Bin ganz ausgelaugt
Denn die Leere ist nicht fair
Stoßen zusammen
Fallen auseinander
Sping‘ aus dem Rahmen
Wenn ich alleine lande
Spüre so viel
Sage so wenig
Seh‘ doch mein Ziel
Sind wir uns einig?
Will dich nur schauen
Sprechen das fällt mir schwer
Will mich nicht quälen
Trag‘ in mir ein ganzes Meer
Wenn du mal mit mir bist
Unschuld und Hoffnung
Sind dann schnell in der Pflicht
Wage den großen Sprung

JB-03-2016

Schlag

Schlag

Tief gesunken ist der Uhren Schlag,
Nur um mir weh zu tun.
Will jetzt endlich ruh’n.
Morgen kommt ein neuer Tag.

Voller Leben meine Hoffnung,
Träum‘ den großen Traum.
Meine Liebe ist ein Raum,
Morgen kommt Heilung.

Krankheit ist nicht mein Weg.
Schlage Haken,
Ford’re Taten.
Sonne zeigt mir den Steg.

Glanz und Gloria.
Ford’re Schatten auf zu gehen.
Werd jetzt über allen Teufeln stehen.
Ich bin ganz nah.

JB-03-2016

Wachstum

Wachstum

Aufgewachsen im Schongang
Verheddert in Traumseilen
Bald war ich Blickfang
Immer werd‘ ich an mir feilen

Versuch‘ mich zu verstehen
Werd neue Wege beschreiten
Planlos mal untergehen
Haltlos für mich streiten

Schatz gefunden
Aufgeteilt
Seil gebunden
Wunde heilt

Mutig und auch achtsam
Wer will mich bewahren?
Bin ich noch Untertan?
Wohn‘ mit den Scharen

Verwirklichtes Leben
Grenzenloses Treiben
Werd‘ Tücher weben
Ein Weilchen noch Bleiben

Dämme, die brechen
Müssen gesunden
Augen, die sprechen
Wortlos uns munden

Das Meer will ich suchen
Dort gern verweilen
Zuversicht buchen
Hoffnung verteilen

JB-02-2016

Pläne schmieden

Pläne schmieden

Voran, den Sinn im Blick
Keine Qualen mit Geschick
Will baden in Zuversicht
Endlich vorbei der Verzicht
Will hoffen und scherzen
Nieder mit den Seelenschmerzen
Die Arbeit ruft
Ich geh ihr nach
Weg ist der Schuft
Neu ist der Tag

JB-01-2016