Vertrauensprobleme

Ein Bild für Vertrauen, bitte!
Male Schnitte mir in die Seele
Und wähle Vorsicht.
Diese dir zu zeigen,
Ist mir direkt nicht möglich.
Was, wenn du Nichts siehst
Oder Schönheit darin findest?


Gequält schaue ich Kopfkino.
Erwähle, was sein könnte;
Gedanken-Horror.
Wieder umkreise ich die Schranken
Der Solovorstellung meiner Angst.
Doch ich setze Zeichen in diesem Film,
Das Zelluloid fängt Feuer.


In der Wirklichkeit ruft Dein Blick.
Mit meinem Weinen schwindet Amnesie.
Schreibe Freiheit in die Weite meiner Fantasie.
Verkenne nicht mehr meine Innenwelten.
Will mich nicht Närrin schelten,
Dass ich leide unter Vorstellungen.
Ich bin angekommen, waren die Wege auch verschlungen.


JB-01-2020
Krähe im Zoo, Foto: JB-2020

Our Road

Trippin, Trippin
Tippin Point
Trippin, Trippin
Flipping Coins

Zen Buddist Rapsody in Red and Green
Be the waking of my dream
As soon as Bees are saved
My soul is bare so shaved

Trippin, Trippin
Finding Joint
Trippin, Trippin
Lovers in the Void

This beating belongs to us
Synchronising the waves of lust
Happenings of Joy
Find me without no Toy

Trippin, Trippin
Uncontrolled
Trippin, Trippin
Unenrolled

These should be more than Words
I love to know your worth
For me the end might be
Happy or Never, we‘ll see.

JB-12-2019

Geschichte lehrt

Eingekesselt von Feuer muss ich landen
In Zeiten, die Brandschatzen an der Geschichte
Zukunft gelesen in meinem Schatten
Das Licht geht aus


Wer wird dem Herrin
Wenn ich erfasse, wohin es führt
Muss ich verraten, wie mir wird
Muss ich veranlassen


Der Wunsch zu bleiben
Heimzugehen und zu schlafen
Weh mir, die Tür steht offen
Und mein Bett das brennt


Wach auf
Das Wasser steht
In meinen Hausschuhen
Trampelpfad in die Wüste


Wach auf
Der Mond unbekümmert
Über allem
Ragt er der Erde zu


Verbleibe
Eile
Liebe
Ruft


Steuer umgerissen
Gedanken legen Wert
Auf Nähe
Dich Küssen


In dieser Zeit
Ist dieser Punkt
Wichtiges
Geleit


In dieser Zeit
Weiß
Ich
Nichts


Die Geschichte lehrt
Was geleert
Verloren
Geht

JB-11-2019

Das alles mir

Alles aufgebrochen

Die Schuld und das Verstehen

Alles losgebunden

Das Boot treibt

Mir eine Rose

Den Tag zu versiegeln

Mir eine Vase

Wasser für das Rot

Oben scheint der Regen

Die Zeiten binden sich

Unten liegt der See im Licht

Schlichte Zeilen?

JB-10-2019

Rosenblüten, Foto: JB

Worte für Gefühle

Schwierig zu fassen, was ich gern äußern würde,
Denn Worte sind eher Gedanken als Gefühle.
Fühlen mit Worten zu umschreiben ist die Hürde,
Denn wie verhält sich Wasser in der Kühle?

Ich blick auf Tage, die im Fluss vergehen.
Will dich gern umschmeicheln, doch das ist dir vielleicht zu wild.
Fange Sätze, die mir sonst allzu schnell im Geist verwehen.
Ich fühl für dich und suche dafür ein passendes Wörterbild.

„Die Pflanze wird vom Licht verführt,
So wie Liebe sich aus der Gunst heraus erhebe.“
Ein Satz, der mich sanft wie du berührt.
Doch gibt es Platz in deinem Garten für die Gundelrebe?
Oder wird dafür bald ein Gift angerührt?

Was da wachsen darf und sich entfalten,
Bestimmen viele heute allzu schnell.
Der Gärtner will den Überblick behalten,
Verdirbt dabei jedoch oft den Lebensquell.

Bei aller Sehnsucht, gedeiht nun diese Angst.
Bei all dem Finden, verliert sich meine Suche.
Ich hoffe, dass die Zuversicht bald wieder in mir tanzt.
Und ich dieses Bangen schnell wieder unter Ulk verbuche.

Was ist der Keim für diese Furcht?
Lange war ich allein mit mir zufrieden.
Die zuvor ließen mir die Stirn zerfurcht.
Wie soll ich da ganz und gar Zusammensein genießen?

Nun aber hast du mich gesetzt in diese Erde.
Ein Pflänzchen noch ganz ohne Blüte.
Du hegst und pflegst auf das ich wachsen werde.
Ich bin erstaunt über soviel Güte.

Wie ich nun langsam erblühe unter deinen Händen,
Du sprichst mit mir und lässt mich auch in Ruh‘.
Du schenkst mir soviel Wärme, in den Sonnenwenden.
Mehr und mehr wachse ich dir zu.

JB-10-2019

Gundelrebe, Foto: JB

Wenn das Wünschen wieder hilft

Mein Herz ragt offen in die Stadt hinaus
Schützt mich vor dem Groll der alten Welt
Wenn morgen meine letzte Maske fällt
Begrüße ich den Herbst mit schallendem Applaus

Zauber dieser Erde in Licht getaucht
Der Abend verspricht Gedankensprünge
Verleihe meinen Sinnen eine Stimme
Wenn Liebe diese Worte in mein Ohr haucht

„Sobald der Traum sich selbst erweckt
Sobald du gütig, mutig, einzigartig wirkst
Und von seinen Augen Geschenke birgst
Du in den Worten aller Wünsche die Wahrheit entdeckst“

Und Liebe hält bereit auch diesen Rat
„Solange du auch dich auskostend wertschätzt
Solange du keinen Heller auf das Glück setzt
Kommt die Zeit der guten Tat“

Ich verzeih mir wieder meine Schuld
Versuch mich zu halten an die Etikette
Wie ich mich über Tage rette
Der Blick ins Morgen weckt meine Ungeduld

So voll von Lachen wünsch ich mir die Zukunft
Doch viele Feixen einfach vor sich hin
Verlebtes Leben ohne Sinn
Wie es die Tage der Menschen verhunzt

Wie kann ich meine Träume mir erhalten
In diesen Finsteren Bittertagen
Die Herren schalten und walten
Verbauen viel und haben viel zu sagen

Trost ist mir des Liebsten Lachen
Trost ist mir meiner Lieben freundliches Wort
Trost ist mir dieser besondere Ort
Wo Menschen Menschen helfen und sich helfen lassen

Das Wort ist mir gewogen heute
Ich will euch wissen lassen
Lieben ist mir lieber als hassen
Liebe wünsche ich für alle Leute

JB-09-2019

Fridays for Future Demonstation in Leipzig, Foto: JB

Sternenkarte

Einen Menschen zu sehen, wie er atmet
Und die Seele ihn umhaucht.
Er nackt in der großen Güte badet,
Mit wachen Augen in Zeitmeere taucht.

Verbunden durch Lachen und durch Leben.
Zu deinem flechte ich mein Erleben.
Und willst du einen Teppich daraus weben,
Das Muster wird uns täglich wunderbar gegeben.

Deine Haut ist eine Sternenkarte.
Meine Hand, wie gern liest sie darin.
In meinem Innern eine Lemniskate,
Verwundert über Zusammenhang und Sinn.

Wenn wir zwei nun Freunde werden.
Ausgehen auf Abenteuer die der Mond bescheint.
Stundenlang zusammen Fäden färben.
Füttern die Feuer, die das Leben eint.

JB-09-2019