A Flawed Snowflake

A flawed Snowflake on your rist,
Is there such a thing?
They are all beautiful
And they are unique
As long as they exist.

Like a ring so old
With its bliss
Fitting to the one wearing it
Made by inspiring wit
Until both, ring and flake melt
And become something else
Water or silver or gold.

A flawed snowflake in the blaze,
Is it possible that I mistook it for something else?
Could it be a flake of ash instead?
Tumbling up from the burning sea of health
Rising to the sky from a building on fire
Floating away from a red candle
Illuminating two faces who desire in a haze.

A flawed snowflake startled by a fan,
Could it be a flake of sorts?
Maybe a flake of dust
A flake made by the old time rulers
Who’s strong breath of rust
Made the flakes tumble into the future,
For us to understand, what doesn’t work anymore at hand.

The flawed snowflake might as well be all:
It is dust
It is fire
It is ice
It might a metaphor for our believes, for our belongings
For our glass cliffs or reefs
For your longings for sure.

Who decides, what is flawed anyway?
Who acts normal in a firestorm?
Who breaths freely when the dust is floating in the air?
Who is made perfect, when nature itself is on the shelf?
Who might still care anyway?
As long as we have to define, measure and to rhyme,
Nothing can truly be free.

Johanna nion Blau 30.01.2026

Photo by Lini Popini

Bald 500 Texte und was gerade passiert

Puh, gerade habe ich geschaut, wie viele Beiträge ich veröffentlicht habe auf meinem LyrikBlog und ich war überrascht:
490 Gedichte, Kurztexte und Essays habe ich da veröffentlicht bis jetzt. Bestimmt sind auch ein paar Fotos und Zeichnungen dabei, meist aber verbunden mit von mir geschriebenem Texten. Wenn alles so weiter geht, werde ich bald 500, in Worten fünfhundert Texte veröffentlicht haben.
Das mit dieser Zahlt verbundene Gefühl, fällt mir schwer zu beschreiben.
Gerade wenn ich den Text, den ich schreiben will, einfach aus verschiedensten Gründen noch nicht geschrieben habe. Was in der Welt gerade vor sich geht – dafür die passenden Worte zu finden fällt mir unendlich schwer. Ich fühle mich der Worte beraubt, und das ist für eine Dichter*in kein guter Zustand.
Natürlich geht es so vielen Menschen viel, viel schlimmer als mir, wenn sie denn überlebt haben. Ich sehe hin und ich fühle Schmerz. Ich höre hin und es klingt mir in den Ohren. Das mag das Konzept sein, die Menschen fassungslos zu machen, darüber, was Menschen anderen Menschen bereit sind anzutun.
Das in Worte zu kleiden, scheint mir gerade unmöglich. Und doch versuche ich es unvorhergesehen mit diesem Text.
Wie beschreibe ich das Unfassbare? Ich beschreibe meinen Mangel an Worten dafür.
Ich hoffe so sehr, dass wir uns wieder finden als Gemeinschaft, als Menschheit. Gerade sind da so viele Schlachtfelder und Menschen fragen sich, warum die Menschen nicht zurückschlagen im Iran, in den USA. Das tun sie mit den Mitteln des Rechtes und der Gerechtigkeit. Wir kämpfen auf Seiten der Rechtschaffenheit und daher kämpfen wir grundlegend und so lange wie möglich ohne Waffengewalt. Das mag naiv scheinen, aber es ist ein Weg. Ich hoffe, ich muss nie einen anderen gehen. Ich wünschte, es müsste sich niemand für einen anderen entschieden haben oder entscheiden müssen. Ich kann sie verstehen. Aber ich hoffe immer noch.

Und eins fließt mir aus den Fingern: wenn die Liebe in den Zeiten der Krise durch den Asphalt bricht, wie ein Löwenzahn, dann kann es wieder schön werden. Wenn wir nicht verzweifeln und trotzdem schönes tun und erschaffen, dann ist da Hoffnung. Und wir erschaffen unsere Welt aus den Trümmern der herrschenden Betonköpfe. Darauf wird es wachsen, sprießen und gedeihen: Pflanzen, Tiere, Menschen. Das ist meine Hoffnung; die Hoffnung auf ein heitereres Morgen.

Liebe in Zeiten der Krise

Die Haare auf meinen Zähnen, machen mich unattraktiv für die falschen Partner*innen, so hoffe ich. Soweit, so gut. Die Farbe auf meinen Lippen signalisiert ihnen, auf Abstand zu bleiben. Sie kommentieren: Das ist aber ein rotes Rot. Ich lächle und zeige meine Zähne. 
Die Männer in meinem Herzen müsste ich erobern, aber meine Innere Prinzessin wartet immer noch darauf, von ihnen gerettet zu werden.
Die von mir erwählten Menschen retten sich selbst. In ihrer Abwesenheit schwebt der verborgene Tanz, der mir von ihnen versprochen wurde.
Das Los, das ich ziehe, zieht mich in die Welt, egal wohin, egal wer, nur los.
Loslassen; das Gebot der Stunde. Die Welt macht es vor. Und der Tand bäumt sich auf in meinem Zimmer, ich räume und räume, bis ich wieder Gastgeber*in sein könnte.
Die Katze liebt das Chaos. Ich liebe mich selbst. Und immer der Anschein von Glück im Spiegel, bis mir die Flecken auf der Oberfläche auffallen. Ich fange an zu putzen.
Fallen oder Fliegen fragte ich mich. „To fall for someone“ und „to fall in love“ heißt es. I fell for you and no wonderwall appeared, just writings on the wall of your back.

Der Blick, der mich fragen macht, warum ich dich nicht umarme und frage, was du morgen machst?
Der Blick, der mich fragen macht, warum ich jemals Hoffnung hatte, dich zu fragen.
Der Blick, der mich fragen macht, warum ich mich frage, was in dir vorgeht und ob du dir auch alles mit mir vorstellen könntest.
Was ist Wahrhaftigkeit, wenn nicht die Möglichkeit im Verstand und im Gefühl zu ertasten, sich auszumalen, was sein könnte. An einer Weggabelung zu stehen und sich zu entscheiden, sich zu entscheiden. Was passiert, wenn die innere Wahrheit, der Wahrheit eines Gegenüber begegnet. Endlich ent-täuscht sein, es besser als ewig vielleicht grundlos zu hoffen.

Die FOMO Meditation habe ich mir für später auf der App gespeichert. Für den Mittagsschlaf, den ich mir leisten kann. Ich will zurück zu meiner Zufriedenheit, mir der ich in die Welt ging und auf Freunde traf, die ich noch nicht kannte. Seit dem letzten Samstag, sehe ich Feind*innen, da wo ich vorher Menschen sah. Dieses Bild, welches SpiegelTV rahmt und verhöckert, möchte ich betrachten und dann wieder dem Fegefeuer übergeben.
Offen seien meine Augen zu sehen, offen seien meine Ohren zuzuhören. Und offen sei ich für die Freude, das Leid, und den Weg, den du gegangen bist, ehe wir uns trafen.

Johanna nion Blau, 22.01.2026

Lied einer verliebten Selkie

In den Wellen, ein Kopf, sie schaut mich an. Ich bin verkopft in dieser Welt, in meiner Welt. 
Im Meer eine Welt, sie schäumt mich an, ich bin betropft, der Wind trägt die Wellen in mein Herz, die salzige Welt in meine Tränen.
Aufs Geratewohl geh ich am Strand entlang, spüre wie es an mir reißt, der Sturm mich beißt, ein Stück von mir mit sich reißt, hinaus in die Wogen.
Traum-segelnd gerate ich in mein Gleichgewicht. Weiche jedem Strudel aus, jedem Hai, suche die Augen, die mein Leuchtturm sein könnten.
Verbunden mit meinem Körper durch einen dünnen Faden schick ich meine Seele aus, den Hafen zu finden, an dem meine Hoffnung immer schon glückstrunken ankommen wollte.
Die Härte der Wogen schlägt um sich in meinem Gesicht, das Salz des Meeres atme ich aus und ein, um heilsame Tränen zu weinen.
Doch bin ich hier und atme, und schau dem Himmel zu beim Wachsen, will weiter atmen und auch die Flügel ausbreiten. Den Himmel besuchen, der die Erde sein könnte.
Gerade, wenn wir im Meer des Hasses zu versinken drohen. Die Worte, können sie helfen zu verbinden, zu heilen?
Der Traum vom Frieden, muss kein Traum mehr sein. Das ist die Wahrheit und die steht nun geschrieben. Lasst sie uns im 3D-Drucker fassbar werden lassen. Lasst ab vom Ablasshandel. Lasst die Möwen träumen, lasst die Menschen träumen und leben und atmen, an der Küste, wie in der Wüste, im Wald, wie im Gebirge. Wenn Gletscher Brücken bauen können, wer will es denn den Menschen verwehren?
Das Wasser in meinem Herzen kocht und darauf steht der Kessel des Schicksals. Meine Träume leiten mich an Abgründen vorbei hin zu Liebe und Auferstehung. Lass mich dieses Lied für dich singen, bevor es zu Ende geht. Bitte.

Johanna nion Blau, 16.01.2026

Ich tanze im Schatten der Bäume, die ich pflanzte

Ich habe Angst, jemanden wegzustoßen, aus Angst, dass er mich noch mehr verletzt, als ich schon verletzt worden bin. Ich habe Angst, das Beste aus dieser Angst heraus zu verpassen. Ich habe das Gefühl, ich bin bereit für etwas, von dem ich nicht ahnen kann, wie gut es sich anfühlen wird. Ich fühle eine Offenheit, denen gegenüber, die mir gegenüber offen sind; Nähe, die ich vorher abgetan hätte, als zu vertraut.
Ich bin offen für eine Nähe, die mich verunsichern wird. Ich bin offen für das gegenseitige Vertrauen, dass ich bisher nur mir und meiner Intuition schenkte.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. In der Dunkelheit leuchten die Sterne. In der Dunkelheit leuchten die Träume. Das Leben ist eines der stärksten. Und ich bin wieder mutiger, es zu leben.

Wenn dieses Wenn sich vor mir aufbäumt, wie ein riesiges, uriges Tier, dann will ich mich von ihm leiten lassen; in Gefilde, die ich noch niemals gesehen habe, und mir auch nicht zu erträumen wagte. Vielleicht wird das kein Garten sein. Vielleicht ist das felsiger, abschüssiger Untergrund. Vielleicht aber, habe ich Humus und Muttererde dabei, Planken und Nägel und viele, viele Samen.

Vielleicht schlafe ich tief, träume ich dabei von einem Garten, der in mir angelegt ist und den ich bestellen werde, bis er dem entspricht was mir immer entsprochen hat. Ich singe für die Keimlinge, ich tanze im Schatten der Bäume, ich zeichne die Blätter der Tulpen nach, ich beschreibe mit Herz und Stift den Jahreskreis der Natur, die mich segnet.

Ist das geschafft, baue an der Tafel, die unsere Mahlzeit trägt. Lade dich ein, mit mir die Früchte unserer Heilung zu feiern und zu verspeisen.
Das ist der Sinn hinter der wiederholten Menschwerdung: das Willkommen heißen eines Wir.

Johanna nion Blau, 23.12.2025

Soziale Kälte oder Schützender Kreis

Die Würde des Menschen ist heute antastbar?

Am Laufenden Band systematische Menschenrechtsverletzungen durch Ämter und Behörden. Dienst nach Vorschrift, der Schreibtischtäter in ihren warmen Stuben, mit ihrer sicheren Anstellungen. Nur nach unten treten und nach oben buckeln, wer braucht schon ein Rückgrat, wenn der Jahresurlaub am gesicherten Strand schon geplant ist.

Geld regiert nicht die Welt, aber Menschen, die es besitzen. Sie sitzen in Gremien, in Lobbyverbänden, im Bundestag. Sie sitzen viel, sie reden viel, sie wollen noch viel, viel mehr.
Dies alles hat System. Die Soziale Kälte wurde heraufbeschworen, um die, die haben zu beschützen und ihnen noch mehr zu verschaffen. Die Soziale Kälte wird heraufbeschworen, damit sich alle um die Krümel streiten, die übrig bleiben und die niemanden satt machen.

Das System wird am Laufen gehalten, wir werden dem System untergeordnet.
Das System wird am Laufen gehalten, wir werden dem System verfüttert.

Wir; ist das Wort der Stunde. Wir ist das Zauberwort. Wir ist das Gefühl, das begraben wurde unter existenziellen Nöten, verursacht von Menschen, die nicht wissen, was ein Brot im Supermarkt kostet. Ein System gemacht für Menschen, die Privat abrechnen, die Privat versichert sind, die Privat leben, die Privat reisen, die Privat denken, oder nein, das passiert in der Öffentlichkeit. Und ihre Denke offenbart die Abwesenheit von Wohlwollen gegenüber Anderen. Nächstenliebe als Liebe nur zur gleichen Klasse. Kleptokratie für die Masse.

Einigkeit statt Spaltung in der Runde, die für uns wichtig ist, Freundschaft und Herzensgüte sind Werte, die wir schützen müssen, sonst finden wir uns im kalten All wieder ohne Atmosphäre zum leben und atmen und ohne Raumschiff, um zu überleben. Wir, das ist der Zirkel, der einen schützenden Kreis zeichnet, um die Armen, um die Kranken, um die Müden, um die, die nicht mehr wollen. Um die die schaffen und nicht mehr produzieren, um die die nicht mehr verwalten aber unsere Werte für alle hochhalten.

Das alles nicht mehr für den Lebenslauf, wer gibt seine Träume auf? Für dieses Graue Monster, das uns schluckt und verdaut und ausspuckt, und dann einbestellt, wo wir beweisen müssen, dass wir nicht mehr können. Bittsteller*innen der Willkür derer ausgeliefert, die entscheiden dürfen. Bis auch sie nicht mehr gebraucht werden.
Es ist kalt in Deutschland, und Merz macht seinen prall gefüllten Kühlschrank auf dazu mit Worten, mittels Politik und mittels Seilschaften, die alles verwirren und doch klar zeigen, wer sie sind.

Der Winter ist kalt in Deutschland, die Sonne ist schwach im winterlichen Deutschland, das Leben ist eins der Schwersten in diesem Land der Sozialen Kälte. Wir haben Glück, wenn die Heizung funktioniert.

Doch wir sind bereit für den Sprung der Solidarität. Wir sind bereit für den Sprung in Freiheiten, in warme Worte, in Zusammenhalt, in geteiltes Wissen über unsere Rechte. Wir sind bereit für das Wir. Wir sind bereit für unsere Werte, unsere Haltung, für unser gutes Leben, für unsere Lieben, für uns alle.

Morgen geht wieder die Sonne auf. Sie schenkt uns Licht, sie schenkt uns Hoffnung, und wenn sie untergeht, machen wir Kerzen an, machen wir es taghell mit unserem Licht, stellen wir uns mit Gnade, mit Verstand und Verständnis dem entgegen zusammen in den hellen, schützenden Kreis. In unserer Mitte: alle. In diesem Kreis jeder Mensch, jedes Lebewesen. In unserem Kreis die Gesellschaft, die wir nach unserem Willen gestalten können. In unserem Kreis die Welt, die wir selbstverantwortlich schützen. Die Macht, die Stärke, die Kraft liegt in unserem Zusammenhalten.
Das Wir, das Zusammen stärken. Denn:

Die Würde des Menschen ist und bleibt unantastbar, solange wir wissen wo dieser Satz geschrieben steht.

Johanna nion Blau, 18.12.2025

Filling the cup

Tried to sit with a feeling, but it ran away.
Tried to chase it.
Ran and ran and nearly couldn't bear the pain.
The pain was real and so was I.
I began to cry.
I sobbed my way to the forest.
I stopped asking why, I sat down and started listening to my inner voice telling me,
How many wonderfull lifes passed me by:
An acorn tree tried to lift up my spirit.
A dog smiled at me for no reason at all.
I called my self a fool for loosing my shit at the beginning fo the dark season.
I'm not alone with these ghosts, trying to hunt me down. I am not the only searching soul in this great town.
Let's talk about it. Lets lift each other up. Let's not forget, that we speak the same language.
Let's together fill this precious feelings cup.
Johanna nion Blau, 7.12.2025