Wir könnten Freunde sein

Wir könnten Freunde sein

Du schaust mich an,
Ich schau zurück.
Eins wird mir klar:
Will nur Dein Glück.

Du gehst mit mir ein Stück.
Wir lachen,
Erzählen uns Geschichten.
So lässt sich wohler dichten.
Ich denk an Dich.
Es bleibt kein Groll zurück.

JB-12-2015

Alles ganz

Alles ganz

Leben, Liebe, Arbeit,
Such überall Klarheit.
Will alles ganz.
Liebe diesen Tanz.

Halbgar ist nichts für mich.
Entscheide zwischen Kür und Pflicht.
Nehm nochmal Unterricht.
Geh‘ hart mit mir ins Gericht.

Was also soll ich tun?
Will nicht mehr lange ruh’n.
Spür meinem Willen nach.
Das lag zu lange brach.

Mit wem nun will ich gehen?
Kann nicht mehr lange alleine stehen.
Kommt Zeit, kommt Rat.
Geh weiter meinen Pfad.

Leise besinnt sich,
Mein inneres leises Licht.
Vergnügen ist der Weg,
Bei dem ich die Weichen leg.

JB-12-2015

Bestimmung

Bestimmung

Wohin verweht es mich?
Ist doch unglaublich!
Was die Welt gibt.
Was mit mir geschieht.

Zieh‘ eine Nummer,
Sonst gibt es Kummer.
Bleib nicht stehen,
Sonst wird was geschehen.

Arbeiten heißt das Gebot.
Sonst schlechte Zukunft droht.
Geschäft oder Untergang.
Für mich ein Missklang.

Will mich verwirklichen.
Kreativ unter Möglichen.
Will die Welt begreifen.
Das Alles muss doch reifen.

Brauch etwas Zeit,
Der Weg ist so weit.
Will mich erfahren,
Muss dafür sparen.

Wenn Menschen fühlen,
Die Welt mit Herz füllen.
Bringt uns das Sicht,
Gibt uns Gesicht.

JB-11-2015

Lichtort

Lichtort

Da geh ich in Gedanken hin
Dahin wo auf der Wiese Blumen blühn
In vielen Farben sich ergießen unter Bäumen
Wenn ich da ankomm, ist es Zeit zu träumen
Und die Gedanken tanzen neue Wege entlang

JB-11-2015

 

Obdachlos

Obdachlos

Vor allem hab ich Angst,
Dass ich mein Heim verliere,
Dass ich dann draußen friere
Und der Wahn jeden Tag mit mir tanzt.

Wenn ich nicht mehr denken kann,
Kein Freund mehr zu mir steht,
Die Gesundheit den Bach runter geht.
Komm ich ganz unten an.

Wenn ich umsonst meine Sinne sammle,
Keine Wohnung mir als Obdach bleibt.
Verbogen, verplant und ohne Geleit.
Meine Worte ich einsam stammle.

So packt mich die Furcht,
So schiebt mich die Angst herum.
Sitz zerieben in meiner Wohnung.
Denk an das Morgen die Stirn zerfurcht.

JB-11-2015

Sonne und Mond

Sonne und Mond

Sonnenglut in meinem Blut
Und ich falle weg von all dem Zauber.

Mondfinsternis in meinen Worten
Und ich träume Spinnenwebenträume.

Verfängst Du dich darin?
Verfolge mich solang ich nach Dir suche.

Und wenn ich bei Dir bin, um aufzuatmen,
Küss mich und versuche.

Schlag Wurzeln um mich. Ich will Dich spüren.
Treib aus die jungen Blätter, will sie necken.

Schlaf ein und sing mir Deine Träume vor.
Sei da und zeig mir Dein Gesicht.

Ein Morgen nach 12 Uhr
Und wieder allein mit meinem Gedicht.

JB-11-2015

Blätter

Blätter

Sowie die Blätter fallen,
So fällt mein letztes Kleid.
Sag zu mir: „Ich bin bereit.“

Ich wünschte ich wär soweit.
Traum und Wirklichkeit.
So geht sie um die Zeit.

Wenn es einmal anders wird,
Wünsch ich mir Dich herbei.
Und dann sagst Du mir: „Sei frei!“

JB-11-2015