Schicksal

Schicksal

Schicksal verwirrt mich mit Schattenbildern.
Kann nicht umhin, unten zu sein.
Sonnenschein macht Schatten stark,
So stark, dass ich fluchen muss,
Um noch bei mir zu sein,
Um mir selbst zu helfen.

Kann nicht umkehren,
Da ist nichts zu dem ich fliehen könnte.
Doch nach Vorn muss ich gehen,
Immer das Gute im Blick.

JB-04-2015

Zuversicht

Zuversicht

Voller Zuversicht,
wenn mein Verstand gute Nacht sagt.

Ich schwelge im Jetzt.

Am Morgen wieder so viel Gewicht,
so viele schwere Gedanken:
Arbeit, keine Arbeit
Freunde, kein Freund
Liebe, ohne Anstand

Gedanken, die mich untergraben.
Will sie abstellen,
find den Schalter nicht.

Arbeits-Los

Arbeits-Los

Jeder klagt, ob Arbeit oder nicht.
Der eine über Kür, der andere über Pflicht.

Ob man sie sucht, ob man sie flieht,
In Gedanken nen Strich drunter zieht.

Wer Arbeit hat, der wird verbrannt.
Wer Arbeit sucht, der ist verdammt.

Und immer denken alle, der andere hats gut.
So zu sein fehlt mir einfach der Mut.

JB-2-15

Sternenhimmel

Sternenhimmel

Mit weitem Blick hinauf.
Mit großem Herzen offen und gut.
Hinauf in die weite Ferne.

So wie du schaust,
Erblickst du Dich.
Der Mond Dein Gefährte
Auf der Straße der Sterne.

Wenn Du nach oben schaust,
Erblickst du Dich.
Wolkenloses Inferno aus Staub.

JB-02-15
(nach „Die Entdeckung der Unendlickeit“ heut im Kino und dem klaren Nachthimmel auf dem Rückweg)

Das Tuch

Das Tuch

Ich trau mich zu denken, zu hoffen, zu fürchten, doch voran zu gehen.
Mein Leben wie ein Tuch vor mir ausgebreitet.

Da gibt es schöne Muster und schwarze Löcher.
Da gibt es weiche Stoffe und farbige Verläufe.

Ich lächle, weine, traure, lache, wenn ich weiter daran webe.
All mein Erleben geht ein in dieses Tuch.

Ich schau darauf und wenn ich weiter denke, scheint zu oft alles grau zu werden.
Doch wenn ich träume, dann wird Vieles bunt.

JB-02-2015

Bleib gesund

Bleib gesund

Kein Hoffen für das falsche Licht,
Zeig keine Gnade den Sirenenstimmen.

Und trotzdem ruhe ich nicht,
Wenn ich liege.
Und trotzdem kämpfe ich mit mir:
Das Monster Ich in unzähmbarer Wiege.

Sitz hier und schreibe gegen alles an,
Für mich, wie ich mich nenne.
Wenn ich darunter leide,
Dass ich mich selber so nicht kenne.

Das Leben ohne diesen Wahn,
Es ist mir alles wert.
Wenn mir mein Geist auch manchesmal
Das Sprechen sehr erschwert.

Fang ich zu hoffen und zu schreiben an,
Vergeht der graue Schlummer.
Fang ich zu zeichnen und zu malen an,
Verlässt mich dieser Kummer.

Und wenn ich flieg im Traumesland,
Was bleibt, das ist die Freude,
Dass Fantasie nicht mehr mein Leben frisst.
Ich bin, ich leb im Heute.

JB-01-2015

Glück

Glück

Nichts zu wissen,
ist mein Glück.

Weiß ich zuviel,
werd‘ ich verrückt.

Und glaub‘ ich,
bin ich bald verloren.

Was Hoffnung bringt,
mit Lachen und mit Leben.

Was Glück mir scheint
in allen Farben.

Bin ich jetzt neu,
bin ich verwegen.

Die Zukunft spricht mit mir.
Ich hör sie gerne an.

JB-01-2015