So neu das Jahr

So neu das Jahr

So neu das Jahr
Und ich bin eingesperrt in mir.

Wie Schwerter um mich meine Sorgen.
Wie weiß auf dem Tisch das Papier.

Wie sagen, was ich will?
Ohne Angst vor Hohn.
Wie fragen, was ich will?
Ohne Furcht vor dem Schweigen.

Wenn ich nur wüsste,
Wohin die Reise geht.

Rauschen im Ohr,
Unterwegs in die Stille
Und da ist Nichts Alles.

Wenn es so weiter geht,
Bin ich der Tor,
Der alle Narren schlägt.

JB-01-2015

All die Leute

All die Leute

Morgen, wie wird das werden?
Morgen, was werd ich tun?
All die Leute, die arbeiten.
All die Leute, die ruhn.

Wohin treibt mich mein Kummer?
Was, wenn die Sorgen überwiegen?
Doch am Schluss in der Summe,
bleibt hoffentlich was Positives liegen.

JB-01-2015

Haltlos

Haltlos

Bin verwirrt ohne Zäune,
Bin verdammt, wie gehäutet.
Sehne mich nach Wolkenschlössern,
Nach Wesen ohne Räume.

Und wenn ich denke,
Vergess ich, wer ich bin.
Nur klar zu werden
Ohne Zugewinn.

Eins zu werden,
Mit ich weiß nicht wem.
Versuche zu verstehen,
Wohin mein Herz mich schickt,
Immer das Du im Blick.

JB-12-2014

Verkehrt herum

Verkehrt herum

Miteinander denken das Worteschiff,
Wenn ich umkehr‘ ins Labyrinth der Tage.

Seh‘ ich nur noch kleine Wunder,
Große zählen nicht.
Und ich höre meiner Eltern Klage.

Viel zu große Schritte tat ich gestern.
Viel zu viel gedacht, geträumt, gemacht.
Viel zu viel geweint, zu viel gelacht.

So wir neu und immer wieder wissen,
Dass es nichts gibt,
Außer dem was wir nicht müssen.

JB-12-2014

Stigma

Stigma

Leicht verzettelt
und ich denke anders
heute über gestern nach.

Leicht daneben
und ich ticke anders,
weil die ganze Welt mal wieder austickt.

Bin ich am Träumen über’n Tag,
so neu die Welt mir scheint
und wie ich liebe.

Dann sagen Leute mir
ich sei verrückt.
So dass ich’s denken
gern auf morgen hin verschiebe.

Bin ich soweit,
dass ich begreif‘
wir alle sind verbunden.

Bin ich es,
die mir Worte schickt
in alte Wunden.

Und seh mich um
und fühl‘ mich einig.
Und tanz in Wolken alle Zeit.

Drehe meine Runden aufgewühlt,
doch and’re meinen nur:
„Die tut mir leid.“

JB-12-2014

Damaged Goods

Screaming shaman
Silence answers

What do we have to do
Below the broken sky
Departed paths
That no one wanders any more

Hunted witch
Who longs for answers
No one knows
Until the cold truth is unearthed

Pink layers between her legs
Her head is damaged goods

Who wants to share thoughts any more?

Für mich

Für mich

Wenn ich tanze, dann für mich.
Symbole in Reigen gewogen.
Grenzen im Rhythmus gesprengt.

Wahn kommt auf und verbindet mich mit allem.
Trotz kommt auf und teilt mich in Jahrzehnte.

Wenn ich schreibe, dann für mich.
Kreiselnd zur Ruhe.
In mir erwacht Stille.

Wenn ich schweige, dann für mich.
Und der Tag geht vorbei, wie die Nacht sich teilt.
In der Stille meiner Worte auf Papier.

JB-12-2014