Splitter

Splitter

Graue Welt verschwunden
In Altkleidersäcken gewühlt und Neues gefunden
Wenn ich mich an Dir verbrenne
Wenn ich vor mir selbst davon renne

Lautes Licht das grade zu mir spricht
Verlangen nach offenen Augen
Glaube nur an helle Münder
Will Dein Lächeln Deuten

Zerfließe in Gravitationswellen
Schallgelächter treibt mich zu Dir
Reiße ein Stück von mir ab
Angeheftet wie einen Button an Dein Jacket

Wie ich flüchten will
Mich selbst bedecke vor Deiner Scham
Innig umnachtetes Ganzes
Einzig beseelt von Gespenstern des Gestern

Und wenn ich ausbreche
Dann aus selbst gewählten Schatten
Bring mir ein Schafott
Ich will sie köpfen

Zähme mich
Aufgebäumt siehst Du meine Angst
Verraten von Zeit
Verkauft an die Arbeit

Wellen umschlingen meine Beine
Arme umklammern sich
Garten der Lüste alleine
So erwacht mein Licht

JB-02-2016

Geschick

Geschick

Von Sehnsucht umwoben,
Wie ein Schleier umhüllt sie mich.
Will mich austoben.
Suche Dein wahres Licht.

Bin so müde von der langen Suche.
Bin so frei wie ich fallen kann.
Bin es leid, mich zu verfluchen.
Bereit für den Neuanfang.

Wann wird es endlich gut?
Wo ist mein Maß?
Schüre die Glut.
Trink aus dem Faß.

Bin jetzt bereit,
Mutig und Neu.
Hab‘ mich befreit,
Von Last und von Scheu.

Sieh mich an mit klarem Blick.
Find‘ mich unter allen Frauen.
Wir weben nun unser Geschick,
Zusammen die Zukunft zu schauen.

JB-02-2016

Wachstum

Wachstum

Aufgewachsen im Schongang
Verheddert in Traumseilen
Bald war ich Blickfang
Immer werd‘ ich an mir feilen

Versuch‘ mich zu verstehen
Werd neue Wege beschreiten
Planlos mal untergehen
Haltlos für mich streiten

Schatz gefunden
Aufgeteilt
Seil gebunden
Wunde heilt

Mutig und auch achtsam
Wer will mich bewahren?
Bin ich noch Untertan?
Wohn‘ mit den Scharen

Verwirklichtes Leben
Grenzenloses Treiben
Werd‘ Tücher weben
Ein Weilchen noch Bleiben

Dämme, die brechen
Müssen gesunden
Augen, die sprechen
Wortlos uns munden

Das Meer will ich suchen
Dort gern verweilen
Zuversicht buchen
Hoffnung verteilen

JB-02-2016

Pläne schmieden

Pläne schmieden

Voran, den Sinn im Blick
Keine Qualen mit Geschick
Will baden in Zuversicht
Endlich vorbei der Verzicht
Will hoffen und scherzen
Nieder mit den Seelenschmerzen
Die Arbeit ruft
Ich geh ihr nach
Weg ist der Schuft
Neu ist der Tag

JB-01-2016

Aufwind

Aufwind

Vorbeigesaust in eil’gem Schritt
Das Glück war da, ich wollte mit.

Vorbei, wenn alles anders wird,
Wenn die Sonne aus sich den Mond gebiert.

Wenn ich dann tanz‘ von Stern zu Stern,
Dann sage mir, Du hast mich gern.

Wenn ich dann weine an dem Fluss,
Geh sacht zu mir mit leichten Fuß.

Und tröste mich mit deinen Händen.
Sie können das und Schicksal wenden.

Wenn alles and’re Leid verspricht.
Unser Leben sich mit Licht verflicht.

JB-01-2016

Glanzlichter

Glanzlichter

Die Welt dreht sich weiter,
Egal wie ich mich fühle.
Die Welt dreht sich weiter,
Egal in welchem Haufen Leid ich grad wühle.

Da kommt das Glück getanzt,
Fühl mich auf einmal wohl.
Da kommt das Glück getanzt.
Alles Reden scheint hohl.

Umarme meine Freunde,
Wir wünschen uns Gesundheit.
Umarme meine Freunde,
Die Zeit legt ab das alte Kleid.

JB-12-2015

Verschluckt

Verschluckt

Hab mein Gefühl verschluckt,
Ging meiner Wege.
Hab Worte ausgespuckt,
Lügen so träge.

Verzicht auf Küsse,
Keine Berührung mehr.
Kenn keine Lüste,
Hallo, das fällt schon schwer.

Frühling muss kommen,
Öffnet meine Seele.
Will wild mich verlieben,
Niemand weiß, wen ich wähle.

JB-12-2015