Unterschiede

Unterschiede feiern
Normen mit Abstand betrachten
Niemanden verachten
Unterschiede feiern

JB-12-2016

Wald und Wüste

Wald und Wüste

Mein Herz wächst im Wald zu einem strahlend-schönen Baum.
Mein Herz verbrennt in der Wüste.
Ich suche den Schatten und treffe da die Maus und dort die Schlange.
Ich dürste und trinke aus der Quelle, die alles speist und tränkt, die Überfluss schenkt.
Ich dürste und treffe bei den Palmen auf einen tiefen Brunnen.

Unter Bäumen finde ich nicht die Beschränkungen, die in der Weite von Sand und Wind zu finden wären.
Sind aber nicht auch Grenzen wichtig für den Geist?
Ich würde mich anpassen, würde mich aufs Nötigste zusammenfassen.
Mich neu entdecken, gebrannt wie Ton unter der Sonne.

JB-11-2016

Mondumnachtet

Mondumnachtet

Will morden unter meiner Haut
Ein Kleid, das brennt
Ein Kessel, der braut
Ein Weg, der trennt

Umwindet mich der alte Wein
Ich lass nicht los
Will standhaft sein
Nie mehr machtlos

Garten und Gebälk
Worte sind was bleibt
Geh unter im Gewölk
Bin vor nichts mehr gefeit

Ein Tag ist vorbei
Der Mond will wachsen
Das Tier in mir ist frei
Mache nächtliche Faxen

Wie ich Dich suche
In meinem Innern
Mich selbst verfluche
Will nicht verkümmern

Einsame Wanderung
Durch Traumgewinde
Hin bis zum Aufschwung
Wie ich mich schinde

Heilung ohne Atem
Pfade ohne Dich
Segne den Paten
Wahrheit versehentlich

JB-11-2016

Mental Treasures

Mental Treasures

Mein Schatz Fantasie
Mein Wort in Deinem Ohr
Wie ich falle im Traum
Genieße den Raum davor

Mein klingender Gang
Führt den steilsten Weg hinauf
Ein Seil hinab in den Wahnsinn
Wer will da schon hin, wach auf.

Und immer noch glaube ich an Träume
Wage einen Blick hinter den Spiegel
Trenne die Naht auf
Worte gibt es doch zu Hauf, unter dem Siegel

Träume von Verbundenheit
Seltsam wie schön das klingt
Wer mit sich streitet
Den Teufel begleitet und um Ganzheit ringt

JB-11-2016

Schwebeland

Schwebeland

Nichts berührt, nichts trägt.
Wer so einsam in seiner Matte schwebt,
Kennt keine Sorgen.
Schläft traumlos bis zum Morgen.

Unbehandelt durchs Leben gehen.
Für sich einstehen.
Sich kennen und das Anderen verkünden.
In den Wald verschwinden.

Umkehren bis nichts mehr hält,
Keine Liebe quält,
Nur noch von Licht leben.
An Niemandem kleben.

Das bis zum Untergang?
Der Einsamkeit kosmischer Klang.
Eine Tür für mich allein?
Reue fängt mich ein.

Nicht mehr wandeln über allem,
Hoffnungsvoll aufs Leben knallen.
Angstvoll nur aufs Ganze setzen.
Sich auch mal unterschätzen.

Und wenn ich mich vergebe.
Und wenn ich Dich in Alles hebe.
Mein Tag ist nicht mehr nur banal.
Mein Herz, ein großer Saal.

JB-11-2016

Tatendrang

Tatendrang

Stürze über Wolkendächer,
Wahrheit wie ein Geisha Fächer.
Unbedacht zusammen Leben,
Gläser heben.

In Geschichten Liebe meistern,
Schwärmerisch durch Felder geistern.
Worte auch durch Taten binden,
In den Urlaub dann verschwinden.

Leuten danken für ihr Lachen.
Still neue Gedanken machen.
Alltag meistern und dann schreiben.
Im Regen sitzenbleiben.

JB-11-2016

„Schreiben auf dem Bazar“ Schreibübung nach Natalie Goldberg

Jede sagt reihum ein Wort und alle Schreiben dazu ein Gedicht ohne viel zu überlegen. Wollte meine nicht verschenken. Ich teil sie lieber hier.

Klang

Hoffe auf diesen Tanz.
Er verschlingt dich ganz.
Das Klavier rauscht in die Stille.
Einsam unser Wille.
Vorüber zieht die hohe Zeit.
In herbstfarbenem Kleid.

Gedanke

Wünsch mir ein Boot aufs Meer
Mein Kopf ist schwer, so leer
Wünsch mir deine Hand
Deine Seele mein liebstes Land

Lichtung

Wolfsaugen im Gebüsch.
Mein Haar ganz widerlich.
Die Bäume umkreisen uns.
Der Wald verwehrt uns die Gunst.
Ich möchte bald schlafen gehen.
Und diese Blicke verstehen.

Wundertüte

Ich weiß nicht, was das Leben mir schenkt.
Oder mir doch noch anhängt.
Ich öffne die nächste Tür.
Und sehe ein Wunder vor mir.

Schatten

Wieder ein Schatten vor meiner Tür.
Will er nicht gehen, was kann ich dafür?
Will er nicht bleiben? Das wird mir zu viel.
Er ist der Eine, dem ich verfiel.

JB-11-2016