Das Bunte Treiben

Das Bunte Treiben

Ob unter Menschen oder so für mich,
Ich spüre Leben aus allen Ritzen sprießen.
Die Zeit berührt mich sommerlich,
Seh‘ das Bunte Treiben mich um fließen.

Manchmal wird es mir auch zu viel.
Ich geh ins Haus; fang‘ an zu schreiben.
Wie für jeden Dichter beginnt das Spiel,
Was ich erlebt in Sätze um zu kleiden.

Die Kinder sehen alles neu,
Die Alten fragen viel.
Und alle geh’n heut ohne Scheu
Zusammen zu aufs Ziel.

Ich lass mich treiben, wie die Saat,
gestreut ins weite Feld.
Ich lobe mir so sehr die Tat,
Wenn sie Versprechen hält.

Ob Wald, ob See, ob Innenhof,
Die Leute halten Hitze aus.
Kalt wird es bald, so meint der Philosoph.
Heut macht sich niemand was daraus.

Ich halte hier den Hof der Worte.
So wie ich bin, verhöhne meine Fehler.
Mein Herz kennt viele schöne Orte,
Mein Kopf spielt in Gedanken den Erzähler.

JB-06-2016

Schicksal

Schicksal

Schicksal verwirrt mich mit Schattenbildern.
Kann nicht umhin, unten zu sein.
Sonnenschein macht Schatten stark,
So stark, dass ich fluchen muss,
Um noch bei mir zu sein,
Um mir selbst zu helfen.

Kann nicht umkehren,
Da ist nichts zu dem ich fliehen könnte.
Doch nach Vorn muss ich gehen,
Immer das Gute im Blick.

JB-04-2015

Noch ein Tag

noch ein tag

wie ich blende
gerade wieder meine phasen wende
wie ich gaunere von ihnen
diesen menschen
wie ich ziehe, drücke, schubse
mich selbst über den tag

das meer scheint mir weit
mein leid scheint so nah
warum?

wenn ich doch gründe hätte
wenn ich doch gründe hätte

und wieder doch ein tag
die sonne hilft
der mond wandelt sich mit mir

und wieder noch ein tag
sie helfen mir

JB 10-2014

Reisende

Reisende

Wie wir uns bewegen
Vor- und rückwärts in der Zeit.
Erinnern uns an Morgen
Und tragen jenes Sternenkleid.

Ein Kubus uns zu heben.
Ein Kreis uns zu umschließen.

Ein Baum uns zu beleben
Umkreist von Sonnenfliegen.

JB 2014-08

(in Anlehnung an den Film „The Fountain“ von Darren Aronowsky)

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Farbenspiele

Farbenspiele

Wenn der Himmel schwarz
herunter tropft auf meine Füße,
hab‘ ich ihn zuvor angemalt
mit meinen Sorgen.

Wenn Sonne scheint
in meine Fenster,
ist das die Hoffnung,
auf ein heit’res Morgen.

Wenn all mein Fühlen Farbe ist,
so mal ich oft mit schwarz und blau.
Verlass‘ mich auf die Einsamkeit
und seh‘ mich als die Wolkenbraut.

Doch träum‘ ich uns in regenbogenbunt.
Und auch mein Herz das pumpt,
damit sein Rot auf meiner Haut
Dir ohne Worte alles anvertraut.

JB 1-2014

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