Die Muse

Die Muse

Ich wünschte mir, ich könnte bei Dir bleiben.
So groß Dein Herz, Dein Lächeln segnet.
Aber so wie es manchmal regnet,
Schwämmt es mich fort, die Muse lässt mich treiben.

So wie ich träum‘ von bunten Worten,
So schenkt die Muse mir den vielgesuchten Rat.
Ich schreibe auf und gehe diesen Pfad,
Durchschreite im Traum ganz and’re Pforten.

Du bist so gut zu mir, ein wilder, schöner Mann.
Ich träume vom geteilten Leben.
Doch will mein Herz sich nicht hingeben.
Verschließ‘ es und verlier mich ganz.

Sie schenkt mir Verse, du verliebten Blick.
Wie soll ich mich entscheiden?
Nicht mehr das Amt der Dichterin bekleiden?
Ich frag‘ die Karten oft nach unserem Geschick.

Warum kann ich nicht beides haben,
Den Traum und ein gemeinsam schönes Leben?
Will endlich diese Schleier heben,
Mich an der Muse und an Deiner Liebe laben.

JB-01-16

Was zählt

Was zählt

Im Fadenkreuz seh‘ ich die Zeit.
Ungebunden in den Himmel verschwunden.
Wird das so sein?
2016, das Jahr der Liebe.
Zwischen Unruhen und neuen Wegen.
Ich kämpfe verwegen gegen das Nichtstun.
Für das Vergebliche.
Will helfen zu helfen.
Endlich ankommen in der wahren Welt.
Das ist das was zählt.

JB-12-2015

Laufen

Laufen

Ich schreite voran,
Solange ich kann.
Andere können nicht mehr laufen.
Mit ihnen will ich nicht tauschen.

Aber ihr Wille ist sagenhaft.
Er gibt ihnen unbändige Kraft.
Grandios, wie sie sich zusammen raufen.
Diese Stärke kann man nicht kaufen.

Will lernen so stark zu sein.
Will lernen, trotz allem zu gehen.
Will wandern und Sterne sehen.
Verlass‘ die Welt vom schönen Schein.

Wenn ich dann wandere,
Berge erklimme.
Bin ich bei mir,
Sprech mit meiner Stimme.

Ich laufe auf diesem Weg,
Hab nichts anderes zu tun.
Die Zeit bleibt stehen.
Das Universum schaut zu.

JB-12-2015

Gefangen

Gefangen

Wohin mit mir?
Gefangen in mir selbst wie ein Tier.
Kein Schritt vorwärts, kein Schritt zurück.
Stehe im Eis und warte auf das Glück.
Musik und Freunde lenken ab.
Nur hab ich die nicht immer.
Komm mir vor wie im Grab.
Müde vom eigenen Gewimmer.

JB-12-2015

Geduld

Geduld

Worauf warte ich mit weichen Knien?
Warum verstecke ich mich unter Decken?
Ich will aufwachen, die Welt entdecken.
Will mit offenem Herzen nach Draußen ziehen.

Nicht mehr lang, dann wage ich den Sprung.
Nur noch kurze Zeit, dann finde ich die Kraft.
Keine Furcht mehr vor der Einzelhaft.
Die Träume werden wahr und das bedeutet Heilung.

Wenn ich die Spur verliere, helfen mir die Leute.
Wenn ich mein Herz verschenke, rettet mich die Glut.
Werde einig mit der Lebensflut.
Erfreu mich an der tanzenden Meute.

Brauche ich jemanden um aufzutauen?
Sing ich nicht allein die schönsten Lieder?
Fühl mich lebendig bis in alle Glieder.
Freunde sind da mich aufzubauen.

Für all das brauch ich doch Geduld.
Der Hexenkessel schenkt die tollsten Tränke.
Brauch keine Bosheit und auch keine Ränke.
Bring mich zurück zur ersten Unschuld.

JB-11-2015

Befreit

Befreit

Ich bin nicht bereit
Deine Hand zu nehmen.
Ich strebe zu niemandem hin.

Ich trage ein Kleid,
Mit mir im Einvernehmen.
Alles andere macht keinen Sinn.

Die Blicke befreit.
Das neue spannende Leben.
Da will ich jetzt einfach mal hin.

JB-11-2015

Wege

Wege

Ach ich will so vieles werden.
Dennoch liegt alles in Scherben.
Will nicht vorwärts nicht zurück.
So oder so, was fehlt zu meinem Glück?

Will die Straße abwärts gehen.
Neue Leute, neue Wege sehen.
Will mich drehen, glücklich sein.
Alles nur nicht mehr allein.

Wenn ich traure dann um Dich.
Fluchen, liegen, all das quält mich.
Einsam, traurig, sorgenvoll.
War mal mutig und liebestoll.

Wenn ich heute schlafen geh
Und dabei Dich vor mir seh.
Wünsch ich mir das alles passt
Und Du Glück und Liebe hast.

Für mich soll alles anders werden.
Will nicht laufen mit den Herden.
Schreiben, Bilder, Traumgeschichten,
Will doch einfach nur noch dichten.

JB-10-15