Neith

Neith

Bogen über allem,
mit fesselnder Allnachtskrone.
Du wendest dich und löst ihre Ketten in einem Zug.

Sie fällt frei wie ich der Erde zu.
Das Rauschen in den Ohren wird Welt.
Ihre Augen schlucken Erde.

Sie gräbt ihre Finger tief in den Boden und sie verglüh’n.
Kein Ort mehr zu sein.

Und wieder neu der Morgen,
spannt die Zeit, webt den Raum

für das alte neue Spiel.

JB 2014

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Zeit zu leben

 

Liebster Traum, sei mein Gefährte, solang ich Stille suche.

Du sei mir Nahe, sobald ich mich hier wieder finde.

Besuchst Du mich, wenn ich Dich einlade?

Ich rufe Dich so oft, ich will Dich nicht verzaubern.

Wenn ich Dich wiedersehe, werde ich nicht auf Dein Lächeln hoffen,

meines will ich Dir schenken.

und wenn ich schlafe

Und wenn ich schlafe

und wenn ich schlafe
träume ich
und wenn ich träume
dann von dir
und wenn ich wache halte ich
dein Traumbild fest
im bette neben mir

dein klang, dein gang, dein blick,
dein wesen
scheint mich aufzuheben
doch bin ich so umfangen
kann nicht sprechen
geh auf schwertern

gestrandet kleine Meerjungfrau

und doch
siehst du nicht wie ich dich will
wie ich dich seh und bei dir bin in allem
wie ich falle
wenn ich geh
und Schuld mich schwer macht
ängste von den wänden hallen

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Der Stern

Der Stern

Und wieder Hoffnung
geboren aus Sehnsucht.
Kreise um Kreise
um Kreise um kreise Dich.

Ich fürchte mich vor meiner Flucht
und wenn ich Dich dann wieder träume,
sind Tage licht
und meine Stunden voller Du.

Dankbar für Dein Sein
auch wenn ich es nicht offenbare.

Ich gehe weg von Dir, ich fahre hin zu Dir.
Du bist die Mitte meiner Herzenswege.
Sondergleichen will ich Dich und wahre
mir meinen Schatten Dich zu sichten.

JB – 2013

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nur nicht den einen

nur nicht den einen

verlange frei zu sein von diesem glück
das neue haus zu deiner warterei

verrucht und ungescholten sei so einerlei
und wenn ich mich verdreh nach deiner seele
schau wie klar ich schweige

versuch mich doch zu sehen
wenn ich mich um dich herum verzweige

das hofft in mir du bist gespannt
und alle draußen finden mich so feige
wenn ich wieder leise leide

und wieder alle wege geh
nur nicht den einen

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Flut

Flut

Wie jeden Abend such ich dieses Unheil.
Und find ich’s,
falle ich zu Boden.

Bevor du auf mich trittst mein Herz zu roden,
verschwind‘ ich Nebelelement.
Werd‘ wieder unsichtbar,
mir selber fremd.
Und sehe nur noch,
das was trennt.

Trotz Gier auf heißes Blut
erkalte ich.
So voller Lust auf dich,
verglimmt die feuchte Glut.
Und wenn ich trotze, spalte ich
von Herz und Hirn die rote, wilde Lebensflut.

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Fegefeuer

Fegefeuer

Meiner Hände Fegefeuer,
Qual, die lähmt und mich zerbricht.
Sind sie mir so ungeheuer,
dass daraus die Seele spricht.

Feuersturm des Morgens
wie verheerst du dies mein Sein,
dass ich mich zum Atmen wende
hin zu längst vergang’ner Pein.

JB 9-2013

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