Was zählt

Was zählt

Im Fadenkreuz seh‘ ich die Zeit.
Ungebunden in den Himmel verschwunden.
Wird das so sein?
2016, das Jahr der Liebe.
Zwischen Unruhen und neuen Wegen.
Ich kämpfe verwegen gegen das Nichtstun.
Für das Vergebliche.
Will helfen zu helfen.
Endlich ankommen in der wahren Welt.
Das ist das was zählt.

JB-12-2015

Wolfswüste

Wolfswüste

Wolfswüste, da wo ich bin
Wieder mittendrin
Seh‘ keinen Sinn im Bleiben
Fang an zu Schreiben

Wenn ich so ungelenk
Lang drüber nachdenk
Wer mich erhört
Ist nicht verwirrt

Wolkenlose Stille
Die ich mit Worten fülle
Mit innerer Stärke
Geh ich zu Werke

Mit Feindbildern zu Hauf
Geh ich nach Haus
Verschwindet dieser Blick
Zeigt sich mein Geschick

Unverschämt ist wunderschön
Will nur nach oben Sehn
Verkleide mich als Geisha
Das finden Männer unnahbar

Im Rotlicht ein Segen
Verwegen ungelegen
Mörderisches Glück
In den Wald zurück

Stille Tigerzeit
Bin noch nicht bereit
Will noch nicht verstehen
Wohin wir gehen

Klatschend in die Unterwelt
Bin noch nicht bestellt
Gitarrenspiel mir zu Füßen
Will nicht länger büßen

Tanzend in den Untergang
Welch schöner Klang
Reisen in die Zeit
Ohne Geleit.

JB-12-2015

Sold

Sold

Kaltes Gold,
Du bist mir nicht hold.
Leb‘ nur in meinen Träumen.
Will keinen davon versäumen.
Die Worte sind mein Sold.

JB-12-2015

Dein Angesicht

Dein Angesicht

Dein Angesicht,
Ein Mond in meinen Händen.
Will mit Dir zusammen Schicksal wenden.
Uns’re Seelen wie Zöpfe, die man zusammen flicht.

Und wenn ich Dich verlier‘,
Was bleibt als Trost?
Wie vom Leben ausgelost,
Fängt Dich ein Biest mit kalter Gier.

JB-12-2015

Gefangen

Gefangen

Wohin mit mir?
Gefangen in mir selbst wie ein Tier.
Kein Schritt vorwärts, kein Schritt zurück.
Stehe im Eis und warte auf das Glück.
Musik und Freunde lenken ab.
Nur hab ich die nicht immer.
Komm mir vor wie im Grab.
Müde vom eigenen Gewimmer.

JB-12-2015

Wild

Wild

Du siehst wild aus.
Springst mit den Schattengängern.
Lachst über Rattenfänger.
Spielst süße Weisen.
Gehst gern auf Reisen.
Hältst Dein Herz in der Hand.
Gehst wieder unter Land.
Lass sie hinter dir.
Bist jetzt ein starkes Tier.
Wort und Geleit in diesem Kleid.

JB-11-2015

Fixstern

Fixstern

Ich war bei Dir den Tag und die Nacht.
Hab gelitten mit Dir, den Wagen auf den Weg gebracht.

Jetzt bin ich neu und fürchte mich nicht mehr.
Der Pfad war weit, ich wollte es so sehr.

Du bist ein Planet weit über mir,
Unerreichbar fern, ich sühne meine Gier.

Hast mich verlassen, als ich offen war.
Hast meinen Namen vergessen, den ich sprach so klar.

Ich hier unten male neue Welten.
Ich hier unten weine nur noch selten.

Vorbei was hätte sein können und da:
Seh den Stern an einem Stern zerschellen.

JB-11-2015