Wenn die Kraniche ziehen

Wenn die Kraniche ziehen
Bin ich limerent,
Fluch und Segen;
Wer mich kennt,
Weiß, ich schreibe viel von Liebe.
Aber, so sehnsuchtsvoll und von so fern,
Auf Dauer ungern.
Und noch traue ich mich nicht,
Loszuziehen
Und dir zu sagen,
Dass ich will,
Dass du in meinem Leben wirkst
Und atmest und mich umwirbst.
So wie ich dich,
Mit jedem meiner Atemzüge.
Es wäre eine Lüge,
Nichts zu dir zu sagen.
Doch, ich sammle allen Mut, denn:
Noch träum ich viel von dir
Und sage mir, was sei, das sei
Und einerlei, wie es sich füge.
Wieder eine Lüge.
Ich will dich kennen
Und alles, wie es steht und fällt,
Genüge, sobald sich dein Blick erhellt,
Wenn für dich tanze und mit dir fliege.

Johanna nion Blau

  1. November 2026