Bindung

Bindung

In diesem Traum wie im Netz gefangen,
Graben nach dem Schatz.
Das Schiff ist wohl mit Dir untergegangen.
Was für ein trostloser Satz.

Bekleide mich mit Bildern der Vergangenheit.
Gehe die Stufen ins Beben hinab.
Die Hoffnung braucht Liebe und auch Zeit.
Doch die wird mir knapp.

Eine Blüte öffnet sich im Licht,
Tau tropft herab.
Du nimmst mir gleißend die Sicht.
Was, wenn ich dieses Band jetzt kapp?

Was Zauber war ist wie ein Bann,
Der mich an gestern bindet.
Ich lebe und ich frage wann,
Mein Selbst sich den Fesseln entwindet?

JB-01-2017

Freitag, der 13.

Freitag, der 13.

Diese Wände haben soviel zu bieten:
Ablenkung, Geborgenheit.
Wenn die Zeit schläft.
Wenn mein Mund nicht ruht.
Alles passiert.
Ich bin dabei.

Laut und da sind Hunde.
Sich um sich selbst drehen.
Andere ich spielen lassen.
Anderes Du da drüben.
Alles,
Alles an mir vorbei.

Der Tag ein Spiel.
Ich habe zugehört.
Bin aufgestanden.
Der Mond hält wach.
Frei.
Alles da oben ist frei.

JB-01-2017

Ein Tag für mich

Ein Tag für mich

Allein auf breiten Straßen gehen,
Die Sonne wärmt die Glieder.
Seh‘ Leute, wie sie anstehen,
Geh‘ vorbei, denk mir Lieder.

Gönn‘ mir Zeit und gönn‘ mir Licht,
Schenk allen mein Lächeln.
Getan ist die Pflicht,
Such Ruhe an schmalen Bächen.

Dann setz‘ ich mich und schreibe,
Mein Herz will sich auftun.
Wie ich still für mich bleibe,
Wie die Gedanken endlich ruh‘n.

JB-12-2016

Mental Treasures

Mental Treasures

Mein Schatz Fantasie
Mein Wort in Deinem Ohr
Wie ich falle im Traum
Genieße den Raum davor

Mein klingender Gang
Führt den steilsten Weg hinauf
Ein Seil hinab in den Wahnsinn
Wer will da schon hin, wach auf.

Und immer noch glaube ich an Träume
Wage einen Blick hinter den Spiegel
Trenne die Naht auf
Worte gibt es doch zu Hauf, unter dem Siegel

Träume von Verbundenheit
Seltsam wie schön das klingt
Wer mit sich streitet
Den Teufel begleitet und um Ganzheit ringt

JB-11-2016

Tatendrang

Tatendrang

Stürze über Wolkendächer,
Wahrheit wie ein Geisha Fächer.
Unbedacht zusammen Leben,
Gläser heben.

In Geschichten Liebe meistern,
Schwärmerisch durch Felder geistern.
Worte auch durch Taten binden,
In den Urlaub dann verschwinden.

Leuten danken für ihr Lachen.
Still neue Gedanken machen.
Alltag meistern und dann schreiben.
Im Regen sitzenbleiben.

JB-11-2016

Zunder

Zunder

Ein Kleid genäht aus Zunder
Und wieder geh ich unter.
Schuhe gemacht aus Leid,
Langsam vergeht die Zeit.

Tanze zu Herzenstönen.
Will wieder dem Leben fröhnen.
Will wieder mit Lachen im Blick,
Weben an meinem Geschick.

JB-10-2016

Heilsam

Heilsam

Ungeduldig steh‘ ich vor leeren Fenstern.
Will mich bessern, in die Welt entschlüpfen.
Mit unsichtbaren Wesen um die Wette hüpfen.
Denk nicht an morgen oder gar an gestern.

Mein Mahl war Arbeit und davon zu viel.
Nun sitz‘ ich: schreibe alles zu verdauen.
Kann mir selbst nicht über den Weg trauen.
Das Ganze ist kein Kinderspiel.

Doch Leuten zu begegnen und zu helfen,
Den Wunderheilern ihre Arbeit streitig machen.
Zu Schreiben, Lachen und noch and’re Sachen.
Das heilt die Wunden, geh ich unter Wölfen.

Und Morgen will ich neu beginnen.
Und jeden Tag danach aufs Neue geben.
Mein Helfen ist ein heilsam Beben.
So bleib ich ganz und auch bei allen Sinnen.

JB-09-2016