Baumkronentanz

Den Tag sein lassen und die Nacht gehen lassen und den Morgen kommen lassen, die Wolken ziehen lassen und das Gespräch ersterben lassen, wenn es keinen Austausch erwarten lässt von Hoffnungen und segensreichen Wünschen und dem, was wir brauchen und erträumen.

Den Wunsch ziehen lassen nach sofortiger Wunscherfüllung, und die erwartenden Augenpaare finden, die auch halten, was sie versprechen.

Wenn es fließt, dann stürmt das Gefühl durch viele Täler, dann strömen die Bäche aus vielen Quellen, Wenn es fließt, dann strömt und stürmt es durch die Täler, über den Wäldern, dass die Kronen wieder tanzen.

Allein die Macht hält ihn auf, diesen ewigen Tanz, wie eine Mauer, die endlos scheint, die aber aus Pappmaché gebastelt wurde. Der Wind und das Wasser haben alle Chancen auf Sieg. Wir dürfen sie nur nicht weiter vergiften.

Wenn wir wieder mit den Baumkronen tanzen, das Lied der Lerche hören und deuten, den Lauf der Dinge lenken von der Wiege bis zum Grab und alle meine Worte darauf aus sind zu bestehen.

Deutungsvolle Hoheit dieser Wipfel, die uns alles schenken, und das Licht in unsere Augen lenken, dass sie strahlen und sich finden, auf unbestimmte Zeit verbinden, dann wieder loslassen und träumen, ohne etwas zu versäumen.

Der Sprung ins Ungewisse ist die Tat, die Träume zuvor geben Weisen Rat.

Johanna nion Blau, 16.09.2026