All die Leute

All die Leute

Morgen, wie wird das werden?
Morgen, was werd ich tun?
All die Leute, die arbeiten.
All die Leute, die ruhn.

Wohin treibt mich mein Kummer?
Was, wenn die Sorgen überwiegen?
Doch am Schluss in der Summe,
bleibt hoffentlich was Positives liegen.

JB-01-2015

Wie wenn ich untergeh

Wie wenn ich untergeh

Wenn tausend Fragen sich stellen,
Fang ich an zu tauchen.
Wenn hundert Augen mich ansehen,
Fang ich an zu fauchen.

Was, wenn ich untergeh.
Und was, wenn ich untergeh.

Wenn alles Dunkel scheint.
Wenn sich nichts mehr reimt.
Wenn die Seele zu oft schweigt.

Wird es Zeit viel zu sagen.
Kann nicht so viel mit mir tragen.
Wird es Zeit dahin zu finden,
Wo wir alles neu erfragen.

JB-01-2015

Damaged Goods

Screaming shaman
Silence answers

What do we have to do
Below the broken sky
Departed paths
That no one wanders any more

Hunted witch
Who longs for answers
No one knows
Until the cold truth is unearthed

Pink layers between her legs
Her head is damaged goods

Who wants to share thoughts any more?

Ohne Dich

Ohne Dich

Ich bin ganz ohne dich
Das heißt neues Sein für mich

Seelenfragen beuteln mich
Wer geht einen Bund ein
ohne noch frei zu sein

Wer verliert
wer gewinnt
ohne den Traum zu verlassen

JB-12-2014

Leben

Leben

Randwärts, immer nach Außen ins Kalte gedreht,
lauschend auf das Innere,
ganz und gar im Raum zerfetzt.
Bin ich da. Wo ich bin. Da.

Himmelwärts bin ich hier in mir innerlich zerzaust und froh zu atmen.
Bin ich hier. Wo ich bin. Hier.

Wann schenkt er mir sein Herz um es zu falten und ungespalten zu verwahren?
Wenn nicht jetzt. Wann denn? Jetzt.

Fallen und Schweben und Geben und mal aus mir heraus Zuschauen,
wie ich so lebe. Leben.

JB-11-2014

Anima Mundi

Anima Mundi

Was, wenn es auf der Welt nur eine Seele gibt?

Jeder Mensch ist für sich, solange er lebt.
Sich seiner Selbst bewusst als Kapsel
in der Weltenseele vereinzelt.

Wenn er dann stirbt,
öffnet sich die Kapsel.

Was ist Bewusstsein?
Ich – Raum – Du

Mandelblüten

I. Zwei Seelen schweben vor sich hin
und träumen voneinander.

Wer glaubt, dass sich das alles find,
hat Hoffnung für das innre Kind.
Wo gleichen wir einander?

Wenn sie dann schweigt und ihn umkreist,
Ganz halten sie sich wieder.

Und wenn sie wissen, wo sie sind,
Dann wächst wieder der Flieder.

II. Smaragd und Bernstein
Versuchend rein im Sonnenlicht
und was er denkt und was sie spricht.

Durch Tage, Nächte, Morgen streifen
und auch die Putzfrau will begreifen.

Was mich hier hält, ist seine Sicht
und wer er ist und wie er bricht.

Und wenn zwei Welten sich berühren,
dann dürfen dass auch andre spüren.

III. Blumengrüße
Glockenblumen meine Augen,
Sonnenblumen meine Haare,
rote Rosen meine Lippen,
will dich endlich damit küssen.

JB 8-2014

mandelblüten- swallow001