Farbenspiele

Farbenspiele

Wenn der Himmel schwarz
herunter tropft auf meine Füße,
hab‘ ich ihn zuvor angemalt
mit meinen Sorgen.

Wenn Sonne scheint
in meine Fenster,
ist das die Hoffnung,
auf ein heit’res Morgen.

Wenn all mein Fühlen Farbe ist,
so mal ich oft mit schwarz und blau.
Verlass‘ mich auf die Einsamkeit
und seh‘ mich als die Wolkenbraut.

Doch träum‘ ich uns in regenbogenbunt.
Und auch mein Herz das pumpt,
damit sein Rot auf meiner Haut
Dir ohne Worte alles anvertraut.

JB 1-2014

Doodle black

Stolz

Stolz

Wer bist du Stolz, das du uns trägst,
den Wahnsinn in unsere Wunden webst?
Und alles Leiden teilst,
mit uns im Traum verweilst?

Einsam in den Wolken schwebend,
trudel ich an euch vorbei.
Singend, jauchzend, Tage lebend.
Bin ich glücklich?
Ich bin frei.

Wolkenauge, fern der Zweifel.
Wolkenauge, fern der Sicht.
Such den Vogel,
such die Teufel.
Finde Gnade,
finde Licht.

Abend in der Stadt

Heim

Heim

Tritt ein, schenk mir Dein Weglicht als Kamin.
Mein Heim will Deines sein, tritt ein.
Wer hofft schon, dass wir weiter zieh’n,
wenn Du und ich uns Flügel leih’n.

Mein Weg war ohne Dich so fad‘
ich wollte dauernd darauf treten.
Mein Bein war lahm von all der Fahrt,
mein Arm so taub von all dem Beten.

Du stehst hier vor mir; öffnest mir dein Tor,
die Fenster Deines Innern.
So will ich auch wie Du zuvor,
hier heimisch werden, nicht verkümmern.

Und all das Lastenpack,
will ich verstau’n in diesen Zimmern.
Lass uns nun ruh’n.
Denn morgen scheint die Sonne drauf,
dann lässt’s sich’s wohl erinnern.

JB /Oktober 2013

katzenkinder

Even Flow

doodle blue

Fegefeuer

Fegefeuer

Meiner Hände Fegefeuer,
Qual, die lähmt und mich zerbricht.
Sind sie mir so ungeheuer,
dass daraus die Seele spricht.

Feuersturm des Morgens
wie verheerst du dies mein Sein,
dass ich mich zum Atmen wende
hin zu längst vergang’ner Pein.

JB 9-2013

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Drachenfliegen

Drachenfliegen

Leg dich zu mir Herzenskönig.
Bring mir bei die schönen Atemzüge.
Pflanz mir Hoffnung in die Seele,
schenk mir Chaosengelsflüge.

Sieh mich an, dein Blick spricht Bände,
keine Lust ihn zu mißdeuten.
Will mein Herz nicht länger hüten,
meine Welten, dir jetzt offenbaren.

7-2013

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Gischt

Gischt

Schau in die Gischt, mein unstillbares Bangen,
Es schwemmt zum Land und liegt dort brach wie tot.
Doch wenn Schein stirbt, gelingt mir zu erlangen,
Was in mir brodelt, was mich beben macht, was tobt.

Und wenn mein Herz Dich spürt, bevor ich sehe
und wenn mein Traum uns eint bevor wir wissen,
dann gnade diesen heiß erträumten Küssen,
dann will ich, was ich fühle, was uns droht.

3-2013 JB

gischt