Und wenn ich untergeh

Und wenn ich untergeh

Und wenn ich untergeh,
was nehm ich mit mit mir?

Ein Kleid aus Seerosenblättern,
eine Fackel, die auch unter Wasser brennt.

Und ich träume diese Tage
in meinem neuen Reich mir zurecht.

Wenn ich schweige in dieser Wasserzelle,
alle Wege fallen weg.

Wenn ich atme um zu tanzen,
folgen mir die weißen Wände.

Ich bin schön hier
und ich singe wieder.

JB-12-2014

Vertraue mir

Vertraue mir

Ich weiß selbst nicht warum und wohin
doch Vertraue mir

Alles ist Zeit und Raum
und wir tanzen in Umlaufbahnen

Wenn ich Feuer spucke,
dann für alle Zeiten.

Wenn ich Eis werde,
dann nur um Aufzutauen.

Das Gefühl hier zu sein,
geht mit mir auf Wasserwegen.

Ich bin verdammt neu zu sein.

Zugegeben ganz bin ich nicht
ich bin Du in allem was von uns spricht

JB 12-2014

Für mich

Für mich

Wenn ich tanze, dann für mich.
Symbole in Reigen gewogen.
Grenzen im Rhythmus gesprengt.

Wahn kommt auf und verbindet mich mit allem.
Trotz kommt auf und teilt mich in Jahrzehnte.

Wenn ich schreibe, dann für mich.
Kreiselnd zur Ruhe.
In mir erwacht Stille.

Wenn ich schweige, dann für mich.
Und der Tag geht vorbei, wie die Nacht sich teilt.
In der Stille meiner Worte auf Papier.

JB-12-2014

The longest time

The longest time

Today I waited for you the longest time
and now you are back again
in my heart but never here to touch

We danced through a coloured cloud of light
Two dark winged puzzled Sphinxes
hoping for another day together

This would be the time to moan,
but there is no space
this is the time to love but where are you?

Hoping for another word you go to sleep
and still you are dreaming for this soul you are longing for
Where is your love my love?

JB 8-2014

Anima Mundi

Anima Mundi

Was, wenn es auf der Welt nur eine Seele gibt?

Jeder Mensch ist für sich, solange er lebt.
Sich seiner Selbst bewusst als Kapsel
in der Weltenseele vereinzelt.

Wenn er dann stirbt,
öffnet sich die Kapsel.

Was ist Bewusstsein?
Ich – Raum – Du

Ein Tropfen Glück

Ein Tropfen Glück

Die Tropfen dieses Leidens heißen Scheu,
Vergib mir meinen Namen.
Ich hebe Dich in diesen Fluss,
Denn Du bist neu.
Ich gieß mich aus mit all den Farben.

Und wie ich fließe,
So schaust Du zurück.
Und wie ich gehe,
So bist Du verrückt.

Und wenn ich mag,
Dann hast Du mich verzückt.
Wir reichen uns dies heil’ge Glück.
Kommen zum Schluss mit großen Gaben.

8-2014 JB

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Reisende

Reisende

Wie wir uns bewegen
Vor- und rückwärts in der Zeit.
Erinnern uns an Morgen
Und tragen jenes Sternenkleid.

Ein Kubus uns zu heben.
Ein Kreis uns zu umschließen.

Ein Baum uns zu beleben
Umkreist von Sonnenfliegen.

JB 2014-08

(in Anlehnung an den Film „The Fountain“ von Darren Aronowsky)

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