Ein Versprechen

Ein Versprechen

Wenn du mich anschaust
Verspricht mein Herz mir mehr
Bin ganz ausgelaugt
Denn die Leere ist nicht fair
Stoßen zusammen
Fallen auseinander
Sping‘ aus dem Rahmen
Wenn ich alleine lande
Spüre so viel
Sage so wenig
Seh‘ doch mein Ziel
Sind wir uns einig?
Will dich nur schauen
Sprechen das fällt mir schwer
Will mich nicht quälen
Trag‘ in mir ein ganzes Meer
Wenn du mal mit mir bist
Unschuld und Hoffnung
Sind dann schnell in der Pflicht
Wage den großen Sprung

JB-03-2016

Schnee

Schnee

Vergiss nicht den Schnee,
Geheiligter Moment.
Vergiss nicht, was uns trennt.
Der Schnitt tat weh.

Und weiter suche ich,
Tret‘ weiter mein Herz mit den Füßen.
Werd‘ für mein Gefühl büßen.
Die Worte verlieren sich.

Bist Du so schnell verschwunden?
Legst Dein Bein in mein Liebesgrab,
Wo sich kein Kuss ergab.
Reiß sie auf diese Wunden.

Wann denn verlier‘ ich Dich?
Wann ist es wirklich aus?
Kehr meine Liebe zur Tür hinaus.
Schweigst zu mir, bitte sprich!

JB-02-2016

Ziel

Ziel

Tiefen ausgelotet
Dämmerung
Regen am Hang
Ich allein

Erde zu meinen Füßen
Pausenlos erschüttert
Wach und harmlos
Nur ich weiß das

Geblendet sein
Hoffnung hegen
Selten offen
Schales Licht

Reife und Selbstachtung
Hohes Ziel
Verwesungsstadium
Will ich zuviel?

JB-02-2016

Schutt

Schutt

Wenn’s darum geht, mich hinzugeben,
Da bin ich kaputt.
Wie find ich ein gutes Leben,
In all dem alten Schutt.

Gegeben bis über meine Grenzen,
So ging das nicht weiter.
Haben uns aufgerieben.
Sind dran gescheitert.

Benutzt wie ein Werkzeug,
Geklagt hab‘ ich viel.
Da ist er geflohen,
Er war ja am Ziel.

Bin verrückt geworden,
Vor lauter Liebe.
Bekomm keinen Orden,
Wenn ich es auf ihn schiebe.

Nun bin ich allein,
Freunde reichen nicht.
Seh‘ wie in einem Spiegel,
Nur mein Gesicht.

Hab‘ Furcht
Vor einer fremden Hand.
Was Liebe angeht,
Ist mir fast nur Leid bekannt.

Will hoffen auf mein Glück,
Will neu sein und stark.
Ich such‘ mein Geschick,
wie alle bis zum Sarg.

JB-01-2016

Sommerblumenwiese

Sommerblumenwiese

Erhoben aus Traumbildern
Erschaffen aus Sagen den wilden
Treue Wunschgedanken
Pan und Psyche wie sie zanken

Amor jagt mich mit Pfeilen
Hänge in den Liebesseilen
Verwunschen und ungeküsst
Wirst du schon sehr vermisst

Öffne die Truhen so wie die Türen
Pforten und Schlüssel, wohin sie auch führen
Geh in Gedanken auf Freiersfüßen
Kein Schwert mehr für mich
Will nicht mehr büßen

Sommerblumenwiese
Hoffe und genieße
Will jetzt schlafen gehen
Werde schon bald verstehen

JB-01-2016

Quellental

Quellental

Ich ruhe in mir bei den sieben Quellen.
Seh‘ meinen Hass zerschellen.
Streichle das wilde Tier.

Unglaublich wie schwarz hier die Nacht.
Hab‘ meine Liebe mitgebracht.
Hab‘ Angst, dass ich sie hier verlier‘.

Geflügelt erscheinst Du im Tal.
Bist so schön, s’ist eine Qual.
Werd‘ leiden wegen meiner Gier.

Wenn ich für mich bin.
Offen und frei in mir drin.
Spielst du für mich am Klavier.

JB-01-2016

Verschluckt

Verschluckt

Hab mein Gefühl verschluckt,
Ging meiner Wege.
Hab Worte ausgespuckt,
Lügen so träge.

Verzicht auf Küsse,
Keine Berührung mehr.
Kenn keine Lüste,
Hallo, das fällt schon schwer.

Frühling muss kommen,
Öffnet meine Seele.
Will wild mich verlieben,
Niemand weiß, wen ich wähle.

JB-12-2015