Ein Tropfen Glück

Ein Tropfen Glück

Die Tropfen dieses Leidens heißen Scheu,
Vergib mir meinen Namen.
Ich hebe Dich in diesen Fluss,
Denn Du bist neu.
Ich gieß mich aus mit all den Farben.

Und wie ich fließe,
So schaust Du zurück.
Und wie ich gehe,
So bist Du verrückt.

Und wenn ich mag,
Dann hast Du mich verzückt.
Wir reichen uns dies heil’ge Glück.
Kommen zum Schluss mit großen Gaben.

8-2014 JB

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Mandelblüten

I. Zwei Seelen schweben vor sich hin
und träumen voneinander.

Wer glaubt, dass sich das alles find,
hat Hoffnung für das innre Kind.
Wo gleichen wir einander?

Wenn sie dann schweigt und ihn umkreist,
Ganz halten sie sich wieder.

Und wenn sie wissen, wo sie sind,
Dann wächst wieder der Flieder.

II. Smaragd und Bernstein
Versuchend rein im Sonnenlicht
und was er denkt und was sie spricht.

Durch Tage, Nächte, Morgen streifen
und auch die Putzfrau will begreifen.

Was mich hier hält, ist seine Sicht
und wer er ist und wie er bricht.

Und wenn zwei Welten sich berühren,
dann dürfen dass auch andre spüren.

III. Blumengrüße
Glockenblumen meine Augen,
Sonnenblumen meine Haare,
rote Rosen meine Lippen,
will dich endlich damit küssen.

JB 8-2014

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Auf Moos

Auf Moos

Auf Moos will ich liegen mit dir,
Zwischen Kleeblatt und Heidelbeer
In den Hügeln.

Der Tag, den ich kommen sah,
Nun bald ist er nah,
Denn der Fluss hat zu fließen begonnen.

Du trägst den Stein übers Ufer hinaus.
Die Furt führt uns in den Garten.

Da wollen wir warten
Und uns erfreuen an den Früchten.

7-2014 JB

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Gorgo

Gorgo

Wer hat sie gemacht die Schlangen,
wer beseelt sie nun?
Wer bin ich das ich weine,
um alle die mich hier versuchen.

Treue Schatten
belebt wie Gaukeleien.
Sucht nach lebenden Blicken.

Findest Du mich hier,
wirst Du zu Stein.
Warum fliehst Du?

Juni 2014

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Neith

Neith

Bogen über allem,
mit fesselnder Allnachtskrone.
Du wendest dich und löst ihre Ketten in einem Zug.

Sie fällt frei wie ich der Erde zu.
Das Rauschen in den Ohren wird Welt.
Ihre Augen schlucken Erde.

Sie gräbt ihre Finger tief in den Boden und sie verglüh’n.
Kein Ort mehr zu sein.

Und wieder neu der Morgen,
spannt die Zeit, webt den Raum

für das alte neue Spiel.

JB 2014

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Gitterstäbe

Gitterstäbe

Von Schemen umgeben
wie von Gitterstäben

sind sie
auf der Suche
auf der Jagd

mit Komagrinsen im Flackergesicht

mit leisen Worten
mit Hintergedanken
mit besten Absichten
mit offenem Herzen
mit stummen Blicken
mit losem Mundwerk
mit Klammergriff

und dann da du und dann da ich

catseye-web

Crying Diamonds

Crying Diamonds

Crying diamonds would hurt too much
I’ll leave them inside my head
Behind my eyes
Behind my smile

If you try to change fate
You can loose so much
And it’s hard to find all the broken pieces
And put them back together

To go another way
Without being bitter
For hunting down that dead end
Like so many others did and do

Maybe we will meet again
Wandering another path
Another day

Looking at the sky
There are a billion souls
Searching for another

I try again
and again I search for yours

JB

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