Sonne und Mond

Sonne und Mond

Sonnenglut in meinem Blut
Und ich falle weg von all dem Zauber.

Mondfinsternis in meinen Worten
Und ich träume Spinnenwebenträume.

Verfängst Du dich darin?
Verfolge mich solang ich nach Dir suche.

Und wenn ich bei Dir bin, um aufzuatmen,
Küss mich und versuche.

Schlag Wurzeln um mich. Ich will Dich spüren.
Treib aus die jungen Blätter, will sie necken.

Schlaf ein und sing mir Deine Träume vor.
Sei da und zeig mir Dein Gesicht.

Ein Morgen nach 12 Uhr
Und wieder allein mit meinem Gedicht.

JB-11-2015

Blätter

Blätter

Sowie die Blätter fallen,
So fällt mein letztes Kleid.
Sag zu mir: „Ich bin bereit.“

Ich wünschte ich wär soweit.
Traum und Wirklichkeit.
So geht sie um die Zeit.

Wenn es einmal anders wird,
Wünsch ich mir Dich herbei.
Und dann sagst Du mir: „Sei frei!“

JB-11-2015

Spuren

Spuren

Ich find Dich überall,
Ganz wie ich suche.
Ich will da Spuren legen
Unter der Eisenbuche.

Ich find mich auch
Und unser Glück.
Sprich mich doch an,
Sonst werd ich noch verrückt.

Der Plan ist neu,
Er muss doch funktionieren.
Ich bin so scheu,
Will mich nicht blamieren.

Dann stehst Du vor mir
Und mich trifft Dein Blick.
Dann steh ich vor Dir.
Will nicht mehr zurück.

Wenn Farben passen,
Und die Sonne scheint,
will ich nicht von Dir lassen,
Inniglich vereint.

JB-11-2015

Bin aufgewacht

Bin aufgewacht

Bin aufgewacht
Und spür in alter Milde
Den Schlaf, der mich so immer wieder streift.
Bin aufgestanden,
Wie die junge Wilde,
Und schau wie Du ganz nebenbei mein Herz umgreifst.

Ich schweige, wie ich denke.
Ich spüre, wie ich suche.
Und Deiner Augen Blick lenkt diese Sucht.
Werd Worte schmieden,
Hör wie ich sie verfluche,
Will Dich umfassen, das wird meine Flucht.

JB-10-2015

Flügellos

Flügellos

Wenn ich endlos, zügellos, flügellos,
Von mir selbst entrückt,
Vom Wesen des Seins ganz verzückt,
Davon fliege,
Über mich siege,
Mich entliebe.

Entlaube ganze Wälder der Vernunft.
Zück mein Schwert Richtung Zukunft.
Bin bald ganz ohne Dich,
Sehe ein Sternenlicht,
Das mich führt,
Die Welt verwirrt.

Wie das Schicksal Fäden flicht,
Abends wieder Land in Sicht.

JB-10-2015

Wege

Wege

Ach ich will so vieles werden.
Dennoch liegt alles in Scherben.
Will nicht vorwärts nicht zurück.
So oder so, was fehlt zu meinem Glück?

Will die Straße abwärts gehen.
Neue Leute, neue Wege sehen.
Will mich drehen, glücklich sein.
Alles nur nicht mehr allein.

Wenn ich traure dann um Dich.
Fluchen, liegen, all das quält mich.
Einsam, traurig, sorgenvoll.
War mal mutig und liebestoll.

Wenn ich heute schlafen geh
Und dabei Dich vor mir seh.
Wünsch ich mir das alles passt
Und Du Glück und Liebe hast.

Für mich soll alles anders werden.
Will nicht laufen mit den Herden.
Schreiben, Bilder, Traumgeschichten,
Will doch einfach nur noch dichten.

JB-10-15

Augenblicke

Augenblicke

Ich hab Dich angesehn
Alles andre war plötzlich flach
Nur du warst wichtig

Ich hab Dich angesehn
Was willst Du mir sagen mit Deiner Existenz?
Bist du Freund, Liebhaber, Gewissen?

Ich hab dich angesehn
Du hast gelächelt
Ich bin aufgeblüht

Ich hab dich angesehn
So lange
Nur angesehn

JB-10-2015