Sehnsucht

Sehnsucht

Kröte in den Morgenstunden,
Leib ganz frei und voll von Wunden.
Denk die Einsamkeit herbei.
Ich bin hier – du einerlei.

Wenn es nur so einfach wär.
Träumen – selbst das fällt mir schwer.
Wenn du so für dich gesehn,
sitzt und schweigst – so wunderschön.

Tränen mir die Worte sagen.
Ich bin hier, fang an zu graben.
Traurig, wild, verlassen, rein,
sing ich sie: Ich bin ganz Dein.

Wenn morgen alles and’re brennt,
mein Herz dich findet und bekennt.
Auf dass die Feuer übergreifen
und in dir Sonnenbrände reifen.

Der Zauber fängt den Abendstern.
Ich finde dich, du bist der Kern.
Und alles dreht sich um den Tag,
an dem du weißt, dass ich dich mag.

tilda002

Mein Schatten

Mein Schatten

Ein Wort, ich fliehe,
Nicken – Eifersucht.

Leiden, wenn du vorbeigehst.
Genieße, den Augenblick davor.

Seide, wenn du mich berührst
an meiner Hand,
mir deinen Stempel aufdrückst.

Bleib‘ bis zum Morgen, bis ein Lächeln
von deinen Lippen fällt,
Auf meinen Schatten – ihn erhellt,
dass ich mein Schatten bin.

/ 8-2011

Du
Schatten – Doodle von Johanna Blau

In den Städten

In den Städten

Asphalt wie eine Tagesdecke,
über die Welt, die ich gern hätte.

Frei und bunt und wild gewachsen,
Wald und Feld – die grünen Achsen.

So geträumt, bald aufgewacht,
jeden Tag daran gedacht.

Sonderbar war alles da.
Was ich fühlte, wen ich sah.

Traum, doch Wahrheit vor der Tür.
Seh mit Klarheit, bin schon hier.

Mond hinter Hausdach, Südvorstadt, Leipzig