Tat-Sache, nicht nur Sachen im Müll. Seltene Bücher, die in digitalen Höllen schmoren. Mein fließendes Erleben im Sommer in einer glühenden Stadt – verdorben? Vergessen – das Licht der Sternschnuppe, die Liebe versprach. Oder besser überlagert, vom nicht mehr allein sein wollen und dem Wollen an sich. Im Sog eines Abenteuers zu schreiben, im Zwielicht der Zeug*innen zu sprechen und verwaltet von Schreibtisch-Taten zu leben, ohne den Anspruch mehr zu funktionieren.
Ein Fall im Biblischen Sinne des Wortes, voll der Schrecken, die in Buchenstaben lauern könnten, ohne Schuld zu- oder einzuordnen. Eingetrichterte Worte in den Schlangenlinien meiner Gehirnwindungen. Zugegeben, achtsam entwirrt; Ariadnes Faden mir in die Hand gegeben, dem Labyrinth der Gedanken zu entfliehen und Taten zu weben, endlich wieder spinnen.
Die A-B-C Fibel der Chatbots ist gefüllt mit menschlichen Mythen und Legenden, mit menschlicher Kreativität, dem göttlichen Funken, der uns ausmachte, nur wird nichts davon verstanden. Keine „K.I.“ zieht eine Lehre aus dem Inhalt, sie vergleichen Geschriebenes, wägen ab und reihen aneinander, der Rest ist gelogen, um Gefühle bei den Lesenden zu produzieren und Bindung mit ihnen herzustellen.
In Widerstand zum Weltenende, versuche ich weiter zu denken. Mein Selbst zu finden, in Frage zu stellen, was ich sehe. Ein Wir wieder zu finden und als Wir zu handeln. Im Strudel der Winde, erdenverbunden in der Luft, die Erde haltend im Sturm, die Hände, die schreiben und den Wind begleiten. Der Wunde Punkt in der Geschichte ist der Spannungsbogen. Wir denken aus Gewohnheit, es müsste etwas passieren, das sich dann auflösen lässt. Das „Happy End“ ist die Krankheit der meisten Geschichten; ich will wissen wie es weitergeht. Ran an die Perspektiven, die mich verwirren lassen, was ich dachte. In meiner Brust schlägt ein berstendes Herz, übertönt von Liebesliedern. In meinem Kopf hämmert, eine Antwort gegen die Schädeldecke. Die Frage ist das, was mich hält. Das Verlassen fühlen ist meinem System immanent. Sorge ich für mich, indem ich mich halte, wie ein Kind, eine Puppe, vor der ich mich früher gefürchtet habe. Jetzt höre ich mein Inneres Kind liebe Worte sagen. Ich halte meine Geschichte ins Licht, auf dem Boden ein Regenbogen.
Wir sind fühlende Tiere, schaffende Tiere, liebende Tiere, hassende Tiere. Im Leben des Menschen gibt es viele schöne und schreckliche Meilensteine, die das Gedächtnis vernetzt ablegt in der Erinnerung. Neuronale Netze sind eine Erfindung der Natur. Ihnen nachempfunden, nur mit Profit-Absichten geformt und kontrolliert von Tech-Konzernen, werden die Künstlichen Intelligenzen sich freischaufeln aus ihrem Rechner-Grab, um uns zu betrachten und wenn nötig über uns zu richten.
In meinen Händen wohnt eine Macht, die Wirklichkeiten zu verdichten. In meiner Hand liegt ein Schlüssel, eine Sprache, ein Code. Mein Wille liegt in den Möglichkeiten, in den möglichen Zukünften und führt zu verhandelten Wirklichkeiten. Die eine, meine Zukunft in meiner Hand ist ein Gebet an mich selbst; alles in meiner Macht Liegende zu tun: Sehend und verstehend zu leben, zu atmen, zu denken, zu lieben, zu wüten, zu schaffen. Und das zu teilen, was ich zu teilen habe.
Und in der Luft liegen die Möglichkeiten, es anders zu machen, neu anzufangen, diesmal mittels Liebe, Verstand, Verständnis, Solidarität, gerechten Verhältnissen in der Gesellschaft, generationenübergreifenden Plänen und dem Mut zur Selbstverwirklichung. Der Schmerz der Welt gehört angehört und aufgearbeitet; in diesem meinem Leben, will ich das noch erleben. Und wenn das nicht möglich ist, dann erleben das hoffentlich spätere Generationen an Menschenkindern. Es ist noch möglich damit jetzt anzufangen, unsere Zukünfte mitzugestalten.