Versuche im Fluß zu schwimmen.
Verjage die Schwärme der trüben Gedanken.
Will an Land nicht mehr wimmern,
Will nicht mehr wanken, Und doch:
Ich mal mit Schatten meine Liebe nach.
Fürchte mich vor dem, was ich mir selbst versprach.
Johanna Blau, Juli 2021
Kurz vor Mittag, in Trance von Ibu und Darjeeling.
Ein Traum tanzt mir auf der Nase herum,
Ich schau ihm zu und bleibe vorerst stumm.
Er spukt durch die Geister vieler Menschen.
Und wenn schon, werde diesmal mit noch mehr Feeling dancen.
Der Bauch, der an mein Oberstübchen klopft.
Mir bescheinigt, was ich will, denke und fühle.
In vier Wänden tanze ich um mein inneres Gewühle.
Spüre die Wagnis meiner Wissensquellen.
Die Innen-Reise in aller Schnelle gelingt nahezu unverhofft.
Mein Schatten erklimmt turmhohe Wolken.
Ich tanze mich in glitzernde Gewänder,
Als Frau ohne Panzer oder Schild, frei und wild.
Auf das alles, was mich verlässt, tröstend Abschied fühlt,
Denn das Leben ist kein Test und ein Vorbild ist kein Abziehbild.
Lieblingsorte und liebe Wesen und das Gefühl von Verlust.
Verrückte Worte streicheln mir den Kopf,
Ich nehme sie mir zur Brust und pack mich am Schopf.
All das will auf die Bühne mit voller Lust.
Offen und ehrlich will ich genesen,
Denn das Happy End kommt erst zum Schluss.
Forget about tomorrow
Now is what you feel
Be like a mirror, dont conceal
In the valley of yesterday
You will find only sorrow
Now is the time to dance
Now is the time to sway
No high heel, but lips to seal your mouth with
No splendid appearance, but hips that swing to the beat
Yes I want to love and feel the heat
But if its hot as hell
Do I live long enough to tell you
The way I feel
This is the mirror I have to go through
I have to break this spell
Speak the words
If it comes to you
My heart is a pouring well
Herbstlich weht der Wind durch mein Gemüt
Meine Stimmung wie Aprilwetter im Wandel
Schließe mit mir einen ehrlichen Handel
Ich steh zu mir und wärme an Worten mein Geblüt
Mit Musik wie an Gesprächen wächst mein Abenteuerwille
Wie März und Mond mir versprachen, es wird anders
Gekleidet in der Not der Anderen, sag ich zu mir, ich kann das
Verbring viel Zeit allein und schau zu, wie ich die Tagebücher fülle
Gedanken und Gefühle in der Gnadenfrist erlebt
Die allen Lebewesen bleibt auf dieser Erde
Reichtum wächst, gedüngt von dieser bunten Herde
Ein Garten, der von Regenwasser lebt
JB-4-2021
Von heute, über morgen, bis in alle Zeit,
Umkämpftes Wesen dieser wandelbaren Härte.
In Zeug und Leinen gehüllt, ihr Weg ist weit,
Scheint sie, die Sonne mystischer Werte.
Ihr Untergang zeigt uns die Sternenkarte.
Und der Mond wacht über so manch Wilde Maid.
In allem ein Glanz von galaktischem Stäuben,
Wie wir auch, ist alles magisch ohne Wissen.
Der Trotz des Tages hilft dem nächtlichen Betäuben.
Wer darf zur Stunde der Hexen die Milchstraßenflagge hissen?
Vergib mir meine Träumerei, die Welt vergisst sich aufzubäumen.
Sehr sehnt sich dieses Herz nach dem Trost, den Träumende oft missen.
Heute ist in allem der Schrecken immanent.
Verborgen liegen in der Wahrheit solche Schmerzen?
Was blockiert, was entfremdet, was hemmt?
Allumfassend ist des Schicksals Spiel der flammenden Kerzen.
Der Planeten Bahn so klar und fest gelenkt
Und doch hat das alles mächtig Einfluss auf unsere Herzen.
Wie alles brennt im All in eisiger Unendlichkeit,
So gibt die Liebe nachts wie tags nicht auf.
Wie alles oben sich entfernt und wieder findet in mathematischer Gleichgültigkeit.
Verleiht unten dieses Spiel auch unseren Seelen ihren Lebenslauf.
JB 03-2021
Raumgreifend dein Auge meine Wirklichkeit verschmäht. Verwirklicht ein Traum in dieser schonungslosen Härte. Versagte ich mir das Wachsen, als ich Gläser und Flaschen leerte. In Dünen wartet Leben, bis es Gelegenheit verweht.
Da wo niemand sich willkommen heißt, Ist Gerede für den Menschen ein allzu stiller Zeitvertreib. Wo er mit Macht jongliert und mit hasserfüllter Heiterkeit, Wartet in Zügen die Gelegenheit, bis sie endlich verreist.
Erschlagen von der einsam sanften Stunde, Lasse ich mir die Stirn von Umnachtung kühlen. Dann Brennesselbad aufgrund vergessener Wunde.
Ihresgleichen sucht die Nacht und ich gewinne, Verwebe wie eine Spinne mit Gesang die Zeit und ehernes Fühlen, Schneidet rostend meine Stimme in offene Sinne
Johanna Blau, 2020
Mein erstes Sonett, ich wollte es in einem Magazin veröffentlichen. Aber da niemand sich da rührt jetzt hier und überall, wie es mir am besten liegt. Inspiriert ist es durch Emmy Hennings und das Cabaret Voltaire, bei dem bettelarme Menschen Kunst unter die Leute werfen, wie Perlen … auf das die Künste bald wieder aufleben, aufatmen und erschwinglich glücklich machen.