Zerrung – Heilung

Zerrung (JB-11-2018 unten wie oben)

Verwachsen mit einem Baum,
Die Schnur, die uns trennte
Inhaltlich unschlagbare Offenbarung
Ein Eid, denn die Haltung verrät dich
Rettungsring überall vergebens

Ulmen verschaffen mir einen Vorsprung
Bin in Gnade gefallen
Überhang alter Weisheiten
Seeungeheuer postet ihr bestes Selfie
Social Nessie

Gratspaziergang im All
10000 Würfelaugen
Allein mit Mikroben
Pustekuchen aufgegessen
Es treibt mich nach oben

Heilung (JB-11-2018 oben wie unten)

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Oceans of void

Back in space
My head fell out of clouds
Body senseless
Gravity still works

Case and Soul
What the time stole
Want to be whole
Tension and coal
Yet Diamonds

My heart, My guts, My brain
Eaten by emotion
Where is reason
Thought works as an unpleasent ocean

Hang in there
John Grant is singing
The Circle of species
talks like endless ringing

In my head, In my soul, In my intuition
This reason stays to be true
All this because of you
Exist in the city I live in

JB-11-2018

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Narrenjahre

Dieses Zeitgefühl
Ein Schicksalsspiel
Ich tanze zu Unmöglichkeiten
Im Hunger der Gezeiten

Mahnmal vor Millionen
Will mich selbst schonen
Stolpere in ein Dilemma
Entscheidungen noch unklar

Ein Wort, das den Boden zerbricht
Stehe in meiner Pflicht
Mein Selbst nicht preiszugeben
Mir öfter zu vergeben

Erwartungen und Träume
Pflanze wieder Bäume
Aus Nussschalen baue ich Boote
Mit denen ich Tiefe auslote

Ich bin eine Frau, die fühlt
In der fruchtbaren Erde wühlt
Verschlossene Wut entfesselt
Wir haben uns so oft verzettelt

Das umso größer Alles scheint
Die Kraft, die uns eint
Ist Einfühlung und Akzeptanz
So sehen wir uns ganz

Das Heldentum ist abgewählt
Die Tage der Herrschaft sind gezählt
Da wird Turm zur Brücke verbaut
Neu wer lieben Augen traut

Traum wird Wahrheit
Mit offener Augen Klarheit
Begegne ich einem Wesen
Will in ihm lesen

JB-10-2018

Darüber hinaus

Was Ermächtigung für mich heißt:
Ich erkämpfe mir meine Freiheit (zurück)
Ich erprobe, wie weit ich gehen kann
Ich ertaste Grenzen und überwinde sie
Teste aus
Ich gehe, so weit ich kann
Und darüber hinaus

Was Ermutigung für mich heißt:
Mein Leben zu leben
Ein Beispiel zu geben
Wie es auch laufen kann
Krisen anzusprechen
Und wie ich sie durchlebt habe
Probleme zu erläutern
Und wie ich sie gelöst habe

Was Entstigmatisierung für mich heißt:
Eine Krise schwächt Selbstwert, Körper nicht zuletzt Geist und Seele.
Das Umfeld re-agiert oft aus Angst, Unwissenheit, Sorge und auch mal aus Ignoranz.
Schuld ist die Folge für mich, Scham ist die Folge für mich, Angst ist die Folge für mich, Rückzug ist die Folge für mich:
STIGMA

Ich hole mir meine Unschuld zurück, ich hole mir meinen Mut zurück, ich hole mir meine Luft zum Atmen zurück, ich hole mir meine Neugier zurück auf die Welt, auf mein Wesen, auf meine Gefühle.
All das ist für mich wichtig, um zu gesunden.
Und das ist möglich: Gesund werden an Geist und Körper. Auch in dieser Welt.
Und dann anderen zu helfen, daran zu glauben und darauf zu hoffen, dass es wieder besser wird.

Leuchturmlicht
Was auch geschehen ist, ich will nicht im Trüben schwimmen.
Was auch passiert, ich will leben und das selbstbestimmt.
Klare Sicht auf das Heute ist mein Ziel, das Gestern und das Morgen verschwimmen im Spiel
der Gefühlsgezeiten, will darunter nicht mehr leiden und den Faden weiterspinnen, der mein Schicksal lenkt.
Eingedenk, derer die helfen, die da sind, die zuhören, die aufstehen und einstehen für sich und andere.
Ich will nicht kaputt gehen am System, ich will es entern und meine Sicht der Dinge offenbaren.
So wie wir waren, das ist geschehen, so wie wir sein werden, das wird entstehen, egal wie auch immer wir planen.
Und darum, bin ich gefahren und bin gelaufen und angekommen im Lauf der Wesen und dem Fluss der Gefühle, ich dreh mich um mich, ja, aber auch um meine Lieben.
Dieser Kreislauf wurde von mir nun achtsam aufgeschrieben.
Ein Lied für die Seele, die aufsteht und geht, wenn es nicht mehr geht, die sich hinsetzt und ausruht, wenn nichts mehr um sie steht, die wächst, wenn es regnet, die im Wald spaziert um Ruhe zu tanken, die in der Stadt umherstreift, um zu tanzen, die die Welt sieht im Ganzen.
Und warum nicht Blumen gießen, die in den Himmel schießen?
Das Ziel: Will wie ein Leuchtturm mir den Hafen weisen, glühen und flimmern und weiter leben und träumen und schreiben, für andere Zeiten.

JB-09-2018

 

Mein Dank geht auch an den Offenen Dialog Leipzig e.V.

Inspirierend

Inspirierend

Insistierend sitze ich auf einem Stuhl
Verfehle die Worte um Längen
Singe Lieder oft schon gehört
Verweile wach im Jetzt
Ich Sammlerin für Geschichten

Dem Klang nach, dem wir alle folgen wollen
Und im Gekreisel des Gelächters
Singt der Pan den Götzen etwas vor
Ein wacher Geist, ein lichter Tor
Der mich an eine Lichtung führt

Beschreibe, was ich sehe
Verwandelt, ungebunden
Auf das zu, was ich fürchte
Wege für Entwicklung
Mit Lachendem Herzen

Sie treten für sich ein
Rebell*innen der Zeit
Heilen, Tanzen, Malen,
Denken, Kämpfen, Sein,
Nie da zur Begleitung

Herzlich und teuer
Mir diese Geschichten
Ihre Namen sagen soviel aus
Mutter Erde erinnert
Held*innen

Wer da sagt
Du kannst nicht
Du darfst nicht
Du sollst nicht
Ohne Fantasie

Soll nicht im Weg stehn
Soll sich trolln
Und zusehn
Wie sie aufstehn
Um zu wirken

JB-07-2018

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Trostpreise

Der Traum zu bleiben ist mir neu,
Bin nur mir selber treu.
Warum nicht einem Andern?
Wie da die Blicke wandern.
Wie da der Stolz wie eine Schlucht
Vor mir klafft und versucht
Was alle Menschen wollen
Nicht müssen und nicht sollen,
Den Kampf gegen sich selbst gewinnen,
Sich auf andere einstimmen.

Trank als Wand,
Zauberstab in der Hand.
Ich glaube an das Gute,
Mir ist so zu Mute.
Ich schau mich um und bin allein,
Kann mir das gern verzeih‘n.
Kann wieder meiner Wege gehen,
Aber nicht weiter als bis morgen sehen.

Doch traue ich dem nächsten Schritt,
Mein Herz bringt Freude mit.
Begleitet meine Seelenreise,
Ich gewinn‘ gern Trostpreise.
Und fliehe nicht vor Gestern,
Mit all seinen Gespensterschwestern.
Es tat mir wohl dich dort zu sehen
Und auf dich einfach zuzugehen.

Mein Weg führt oft vorbei am Schein,
Ich möchte leben, atmen, sein.
Wie ihr auch Pläne mit mir macht,
Dazu Welt und All und Schicksal lacht,
Ich schau mich um und breche Siegel,
Mit einem blinden Spiegel.
Das Hexen und das Heilen,
Das will ich gerne teilen.

Vorbei der Spuk,
Ich will verstehen.
Über Zäune springen,
Dort Saaten säen.
Grenzen überwinden,
Ohne einzudringen.
Mich erinnern,
Wie ich Räder schlug
Und an neue Ufer schwimmen.

JB-05-2018

Achsen

Laut ist nichts an dieser Stimme
Die ich ehrlich gewinne
Kein Körper sich abzugrenzen
Keine Stunde zu schwänzen
In mir um mich
Kein Dunkel, kein Licht
Bei mir in allen Angelegenheiten
Will mit ihr lachen und streiten
Der Turm gefallen
Die Nebel wallen
Und die Wächter schreiten
Zu neuen Taten
Kann es kaum erwarten
Das Leben neu zu träumen
Im Garten mit dem Spaten
Aufzuräumen
Die Schmetterlinge tanzen
Auf den heiligen Pflanzen
Legen sie den Segen
Mir ist vergeben
Ich schau zu beim Wachsen
Ich wässre und hege
Und wie ich dazu mich bewege
Gedeihen auch meine Achsen

JB-05-2018

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