Heim

Heim

Tritt ein, schenk mir Dein Weglicht als Kamin.
Mein Heim will Deines sein, tritt ein.
Wer hofft schon, dass wir weiter zieh’n,
wenn Du und ich uns Flügel leih’n.

Mein Weg war ohne Dich so fad‘
ich wollte dauernd darauf treten.
Mein Bein war lahm von all der Fahrt,
mein Arm so taub von all dem Beten.

Du stehst hier vor mir; öffnest mir dein Tor,
die Fenster Deines Innern.
So will ich auch wie Du zuvor,
hier heimisch werden, nicht verkümmern.

Und all das Lastenpack,
will ich verstau’n in diesen Zimmern.
Lass uns nun ruh’n.
Denn morgen scheint die Sonne drauf,
dann lässt’s sich’s wohl erinnern.

JB /Oktober 2013

katzenkinder

Flut

Flut

Wie jeden Abend such ich dieses Unheil.
Und find ich’s,
falle ich zu Boden.

Bevor du auf mich trittst mein Herz zu roden,
verschwind‘ ich Nebelelement.
Werd‘ wieder unsichtbar,
mir selber fremd.
Und sehe nur noch,
das was trennt.

Trotz Gier auf heißes Blut
erkalte ich.
So voller Lust auf dich,
verglimmt die feuchte Glut.
Und wenn ich trotze, spalte ich
von Herz und Hirn die rote, wilde Lebensflut.

dorn001

Fegefeuer

Fegefeuer

Meiner Hände Fegefeuer,
Qual, die lähmt und mich zerbricht.
Sind sie mir so ungeheuer,
dass daraus die Seele spricht.

Feuersturm des Morgens
wie verheerst du dies mein Sein,
dass ich mich zum Atmen wende
hin zu längst vergang’ner Pein.

JB 9-2013

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Ahorn

Ahorn

In deiner Welt,
in dieser Welt,
da weht die Einsamkeit.

In deiner Welt,
in dieser Welt,
da steht sie still, die Zeit.

Und endlich will ich diesen Raum
umfassen, fühlen, dichten.
So werd‘ ich weit, wie diese Welt
und will dich nicht mehr richten.

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Drachenfliegen

Drachenfliegen

Leg dich zu mir Herzenskönig.
Bring mir bei die schönen Atemzüge.
Pflanz mir Hoffnung in die Seele,
schenk mir Chaosengelsflüge.

Sieh mich an, dein Blick spricht Bände,
keine Lust ihn zu mißdeuten.
Will mein Herz nicht länger hüten,
meine Welten, dir jetzt offenbaren.

7-2013

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Der Magier

Der Magier

Du bist mein Bett, mein Kissen, meine Decke.
Du bist mein Tisch, mein Stuhl, mein Teller.
Du bist mein Fenster, meine Tür, mein Zimmer.

Du bist mein Traum, mein Leben, meiner Suche Ziel.

Für mich bist du Wurzel, Stamm und Krone.
So dass umfassend Viel sich lohne und für immer,
mich heller scheinen lässt und ich dich wecke.

7-2013 /JB

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Flucht

Flucht

Hör‘ dir an, was Du meinst,
wenn Du fliehst;
aus Eile, meine Gedanken
aus Deinem Kopf zu schütteln.

Unsäglich, diese Gier;
Ich möchte meine Suche
Dir vermitteln.

Und immer,
wenn ich lausche,
regnet es Zweifeln
in mein Denken.

Und immer,
wenn ich warte,
holst Du mich ein,
um mich dann hinter Dir zu lassen.

Was ist denn,
was ich suche?
Das Wichtigste,
dass ich die wahre Frage stelle.

Die Suche nach der Antwort,
ist dann die Dunkelheit,
die mich erhelle.

Das Mysterium,
von außen wie von innen,
begreifen und besinnen.

So dass sich Alles wandelt
und Sein vom Wesen handelt.

So möchte ich erfassen.