Fegefeuer

Fegefeuer

Meiner Hände Fegefeuer,
Qual, die lähmt und mich zerbricht.
Sind sie mir so ungeheuer,
dass daraus die Seele spricht.

Feuersturm des Morgens
wie verheerst du dies mein Sein,
dass ich mich zum Atmen wende
hin zu längst vergang’ner Pein.

JB 9-2013

fegefeuermaedel001

Ahorn

Ahorn

In deiner Welt,
in dieser Welt,
da weht die Einsamkeit.

In deiner Welt,
in dieser Welt,
da steht sie still, die Zeit.

Und endlich will ich diesen Raum
umfassen, fühlen, dichten.
So werd‘ ich weit, wie diese Welt
und will dich nicht mehr richten.

DSCN7527

Drachenfliegen

Drachenfliegen

Leg dich zu mir Herzenskönig.
Bring mir bei die schönen Atemzüge.
Pflanz mir Hoffnung in die Seele,
schenk mir Chaosengelsflüge.

Sieh mich an, dein Blick spricht Bände,
keine Lust ihn zu mißdeuten.
Will mein Herz nicht länger hüten,
meine Welten, dir jetzt offenbaren.

7-2013

RIMG2750

Der Magier

Der Magier

Du bist mein Bett, mein Kissen, meine Decke.
Du bist mein Tisch, mein Stuhl, mein Teller.
Du bist mein Fenster, meine Tür, mein Zimmer.

Du bist mein Traum, mein Leben, meiner Suche Ziel.

Für mich bist du Wurzel, Stamm und Krone.
So dass umfassend Viel sich lohne und für immer,
mich heller scheinen lässt und ich dich wecke.

7-2013 /JB

RIMG1215

Flucht

Flucht

Hör‘ dir an, was Du meinst,
wenn Du fliehst;
aus Eile, meine Gedanken
aus Deinem Kopf zu schütteln.

Unsäglich, diese Gier;
Ich möchte meine Suche
Dir vermitteln.

Und immer,
wenn ich lausche,
regnet es Zweifeln
in mein Denken.

Und immer,
wenn ich warte,
holst Du mich ein,
um mich dann hinter Dir zu lassen.

Was ist denn,
was ich suche?
Das Wichtigste,
dass ich die wahre Frage stelle.

Die Suche nach der Antwort,
ist dann die Dunkelheit,
die mich erhelle.

Das Mysterium,
von außen wie von innen,
begreifen und besinnen.

So dass sich Alles wandelt
und Sein vom Wesen handelt.

So möchte ich erfassen.

Frostblumen

Frostblumen

Kristall’ne Tropfen frischen Blutes
an eisig klarer Fensterscheibe.

Eisblumen rot,
ich will sie kosten.

Hauch Du sie an und
gib sie mir zu trinken.

Bevor sie tau’n
und dann verschwinden.

Hinab ins Erdreich,
wo sie neu erblüh’n.

In lichtlos Farben
ewig glüh’n.

4-2013 JB

100_5457

Jane Eyre

Jane Eyre

Und wenn sein Herz zerbricht,
mein Fuß zermalt es und
mein Hauch zerstreut die Asche unter hohe, hohle Pfähle.

Was er mir auch verspricht;
soll mich zerbersten,
soll mich quälen.

Mein Leib und meine Trauer,
dient nur dem,
was sie mir immerzu von Dir erzählen.

Der Pfad, den ich nicht wählte,
das Dunkle, klirrend Kalte
wert zu geben.

Dein Name um mein Leben,
wie mein Wesen
um die Traumgestaltenseele.

JB – 4 – 2013

(nach dem Film „Jane Eyre“ – 2011, Cary Fukunaga)

strohblume