Das Schreiben

Das Schreiben

Ich finde euch mit meinem wachen Blick,
Umfangen immer noch von Schwertern.
Wer mir so naht und bleibt es bei Geschick,
Trotzt hohen Dornen, wie den alten Wärtern.

Wenn ich umkreise meine neue Wahl,
dann ist sie eins mit allen andern hier.
Wir fangen alle frisch wie fahl.
Es dreht sich das Karussell mit Getier.

Leucht doch in jede Ritze einmal rein.
Was ich so fang und wie ich dann vereise.
Der Regenschirm er spannt die Leute ein.
Die Fahrt verschlingt horrende Preise.

Ach Emmy deine Worte auf Papier
Geschrieben ungedruckt gelesen.
Wenn ich die Verse schmiede und souflier
Dein Glanz verschont den Reinemacherbesen.

Und alle möchten auch ein Heft von Dir.
Die Guten und die Alten hier im Haus.
Wir helfen kräftigt vor der Tür.
Der Ofen blästs zum Dach hinaus.

08-15 JB

Wortlos

Wortlos

Es geht um, wie es umgeht;
Gnadenlos.
Bin drauf und dran mich einzufügen.
Wenn alle Worte dich zerfetzen
Und du blind bist für Werte.
Wann hab ich bloß gewartet?
Wann bin ich los gestürmt?

Hab ich mich gefügt? Jemals und bin ich geschmolzen in der Glut ihrer Gedanken?
Wenn alles untergeht, meine Worte bleiben.
Träum von guten Tagen wie immer.
Setz mich auf die Bank und schau den Leuten zu.
Dann träum ich wieder vor mich hin.
Lass mich bescheinen.
Und ruh mich aus für meine neue Kür.

Gegangen bin ich ohne Worte und nahm Bilder mit.
Sie sind in mir gewachsen und das Licht fing sie ein.
Ich bin unter Leuten gewesen und hab dort gezaubert.
Mit meinen Händen gab ich alles preis.
Er fehlt und ich lache selten über mich.
Wenn ich tanze, gleiten Worte an mir ab und ich sprühe Leben.
Die Leute, unter die ich mich mische, sind sie wahrhaftig für mich bestimmt?
Der Träumer mit seinen blauen Augen. So rein und neu.

Wer geht die Wege wie die Worte?
Wunderbare Einkehr.
Wenn ich weiß, wie ich klinge ohne Klavier.
Du taumelst durch die Welt und ich erkenne dich.
Wie immer wieder traurig durch das Glas.

Ein Freund für mich, oh ja der beste.
An meiner Seite führt er ohne Fehl und Tadel.
Ein Ritter der Zeiten mit Stachel und Lachfalten.
Wenn ich ihn rufe ist er bald schon nah.
Und Freundschaft ist mir so viel wieder wert.

JB-08-15

Tage wie dieser

Tage wie dieser

Jeder Schritt ein weiter Weg, in diesem Land aus Melancholie.
Ich liege hier und lasse Zeit verstreichen.
Interesse haben, wie ging das nochmal?
Morgen wird besser, muss besser werden.
Versuche mich zu beschäftigen, mit losen Dingen und lieben Menschen.

Nicht zu weit voraus planen,
Nicht zu weit in sich hinein horchen,
Nicht zu weit zurück denken.
Nicht zuviel Wollen.
Ja nichts entscheiden.

Aufstehen oder liegen bleiben.
Das ist die große Frage.
Musik als Seelentröster.
Nachrichten als Auslöser.
Freunde, gern gesehen.

Durchatmen bis zum Aufatmen.
Bis dahin liegen alle Mittel brach.
Yoga hilft, Joggen hilft, Meditation hilft.
Ich bin mit mir selbst beschäftigt.
Aufstehen. Essen. Einkaufen. Reden.

So wie ich jetzt bin, das ist Tiefpunkt.
Besuche das „Land Unter“.
Absinken, um wieder aufzutauchen.

Auf zu neuen Ufern.
Frei vom Grübeln.
Frei von der Meinung anderer.
Frei vom Beherrschen wollen.
Frei vom Machen müssen.
Frei von perfekt und sofort.

Selbstwert wiederfinden.
Wege wagen.
Wunden heilen lassen.
Zeit geben.
Weitergehen.

JB 10.8.2015

Wünschehüpfen

Wünschehüpfen

Ich träum vom schönen Leben,
Da bin ich froh und frei.
Ich atme Luft und Liebe.
Mein Herz das lacht dabei.

Ich träum vom Wunderschenken,
Von Sonne und vom Geben,
Denn ohne all das wäre
Sehr schwer zu leben.

Dann wenn ich aufwach,
Wenn ich bald gesunde,
Dann werden Träume wahr,
Auf gehts in die nächste Runde.

JB-08-2015

Sterne und Fledermäuse

Sterne und Fledermäuse

Blick hinauf ans Firmament.
Da wo deine Seele brennt.
Es fliegt und leuchtet lichterloh.
Das macht das Herz mir wieder froh.

JB-08-2015

Das wär so schön

Das wär so schön

Manchmal so hoffe ich
Auf Dich
Manchmal so träume ich
Und Du bist Teil davon.
Manchmal so schwimme ich
In Wolken ohne Hohn.
Dann bist du mit mir unterwegs.
Ach, wär das schön.

JB-08-2015

Augen

Augen

Heute seh ich dich.
Ich seh dich an.
So wie du bist, so seh ich dich.
Wenn du mich anschaust
Fühl ich mich geborgen, aufgehoben.
Schau mich an, ich bitte dich.
Mein Hoffen geht in Bangen über.
So wie du bist, so will ich dich sehn.
Alles andere geht vorüber.

JB-08-2015