Traumgeschichten

Traumgeschichten

Sobald ich schlafe, geh ich durch die Tür,
Erlebe Traumgeschichten.
Will mein Leben darin richten,
Sammle viel dafür.

Sobald ich träume, pack ich meine Sachen
Und reise durch andre Welten.
Verliere viel. Was will man machen?
Will gar nichts mehr gelten.

Solang ich schlafe, träum ich für das Leben,
Durchstreife Abenteuer.
Sobald ich aufwach‘, will ich sie aufheben,
Schreib sie auf in mein Buch, sind sie auch ungeheuer.

JB-11-15

Versuche

Versuche

Bin nicht lahm,
Bin nur gehemmt.
Weiß ja nicht,
Wer mich hier kennt.

Wenn ich tanze,
fällt die Maske weg.
Preise den,
Der mich erweckt.

Will wieder schreiben,
Das ist der große Plan.
Will nicht übertreiben.
Alles so, wie wir es sahen.

Jetzt bin ich da,
Will immer so präsent sein.
Jetzt bin ich hier,
Fühl mich nicht mehr klein.

JB-11-2015

Reigen 2

Reigen 2

Hunde schweigen.
Hier ist ein neuer Reigen.
Geh nicht mehr gebückt,
Immer noch nicht geschmückt.

Tanz mit mir zu diesem Lied.
Das wird unser letzter Sieg.
Kann die Welt nicht lesen.
Noch nie dagewesen.

Neues, Blaues, Altes.
Gib es weg und falt es.
Hat jetzt einen Sinn,
Grad da wo ich bin.

Wieder nur durch Traum geweckt,
Was wenn Wahrheit in mir steckt?
Wird der Raum geteilt,
Bin ich dann geheilt?

JB-11-2015 (nach Konzert von Chelsea Wolfe)

Worte

Worte

Worte aufgeschrieben
Lachfalten geglättet
Würds so gern aufschieben
Bin ganz geplättet

Wenn ich mich umseh
Weiß nicht wohin
Wenn ich dann durchdreh
Macht nichts mehr Sinn

Nach Außen wie nach Innen
Ungeklärt und unbesprochen
Bin voll von Stimmen
Leib noch da, nicht ganz ungebrochen

JB-11-2015 (Erinnerung an Krankheit)

Befreit

Befreit

Ich bin nicht bereit
Deine Hand zu nehmen.
Ich strebe zu niemandem hin.

Ich trage ein Kleid,
Mit mir im Einvernehmen.
Alles andere macht keinen Sinn.

Die Blicke befreit.
Das neue spannende Leben.
Da will ich jetzt einfach mal hin.

JB-11-2015

Sonne und Mond

Sonne und Mond

Sonnenglut in meinem Blut
Und ich falle weg von all dem Zauber.

Mondfinsternis in meinen Worten
Und ich träume Spinnenwebenträume.

Verfängst Du dich darin?
Verfolge mich solang ich nach Dir suche.

Und wenn ich bei Dir bin, um aufzuatmen,
Küss mich und versuche.

Schlag Wurzeln um mich. Ich will Dich spüren.
Treib aus die jungen Blätter, will sie necken.

Schlaf ein und sing mir Deine Träume vor.
Sei da und zeig mir Dein Gesicht.

Ein Morgen nach 12 Uhr
Und wieder allein mit meinem Gedicht.

JB-11-2015

Blätter

Blätter

Sowie die Blätter fallen,
So fällt mein letztes Kleid.
Sag zu mir: „Ich bin bereit.“

Ich wünschte ich wär soweit.
Traum und Wirklichkeit.
So geht sie um die Zeit.

Wenn es einmal anders wird,
Wünsch ich mir Dich herbei.
Und dann sagst Du mir: „Sei frei!“

JB-11-2015