Menschen

Menschen

Ich schnitze mich aus einem Weidenstock,
Den Körper, den Kopf, meine Frisur.
Ich leide unter Menschen, bekomme oft ’nen Schock.
Brauch Ruhe oder Leben, was wird meine Kur?

Du fehlst in diesem Stadt-Gewimmel.
Ich finde dich nicht mehr.
Ich gehe unter einem grauen Himmel.
Das Herz ist einsam und es wird mir schwer.

Da sind die Freunde und sie scheinen fern.
Da ist der Beste, der ist unterwegs.
Hab‘ Menschen wohl einfach zu gern.
Ich lebe diese Wahrheit und das stets.

JB-05-2016

Schweigen

Schweigen

Hab gemerkt ich will schweigen
Will mich vor allem verneigen
Schon meiner Träume wegen,
Werden sonst zertreten.

Will tanzen, will schauen.
Wieder Brücken bauen.
Will sehen und wagen.
Etwas neues in die Welt tragen.

Alles wie aufgepfropt im Leben.
Jetzt sprich deinen Segen.
Will mich aus Unbill erheben.
An den besetzten Stühlen sägen.

Hier unter Eichen
Will nicht mehr weichen
Will meinen Namen sagen
Meine Geschichte weiter tragen

Will mich mit mir vereinen
Nicht mehr um Gestern weinen
Will die Schmerzen vertagen
Eure Worte ertragen

Will zur Milchstraße treiben
Euch Mögliches zeigen
Die Büchse neu befüllen
Die Erhabenheit spüren

JB-05-2016

 

Erinnerung

Erinnerung

Ein Vorhang fällt, Vergnügen oder Last
Ich bin zurück in alten Tagen
Kann es manchmal nicht ertragen
Wie viel Erinnerung mein Kopf fast

Gesunde und kranke Stunden
Eine Hauch, der mich um weht
Ein Mensch, der schon geht
Den schweren Weg überwunden

Der Frühling ist wieder da
Ich sehe Blüten am Baum
Und baue Hütten im Traum
So Vieles ist mir wieder nah

Neue Pfade schreite ich entlang
Nehm‘ auf und in Kauf
Das Leben nimmt seinen Lauf
Halte dem Zukunftssturm stand

JB-04-2016

 

Dein Stummes Wort

Dein Stummes Wort

Dein Stummes Wort, es reicht mir nicht.
Genug hab ich vom Schatten lieben.
Will jetzt endlich meinen Kopf besiegen.
Es ist der Bauch der Wahrheit spricht.

Der Schein am Ende dieses Tunnels,
Ein Spiel wie Wahrheit oder Pflicht.
Und langsam, langsam seh ich Licht.
Mein Herz, nicht mehr der trock’ne Fels.

Und wenn ich liebe, wenn ich darbe,
Siehst Du mich an, freundlich und warm.
Tust mir gut, was ist dir widerfahren?
Mein Gesicht verliert die Farbe.

Was, wenn wir uns verlieren?
Deine Hand mein größtes Gut.
Wie Deine Nähe mir gut tut.
Wie uns’re Augen uns zieren.

Was ist der Lohn für dieses Fühlen?
Ich bäum mich auf,
Nehm Furcht in Kauf.
Will Hoffnung in mir spüren.

Ein neues Lied in meinem Mund.
Ein neuer Pfad lenkt meinen Schritt.
Begegne Dir, komm aus dem Tritt.
Machst meine Welt erst rund.

Ein Zauber liegt in meinem Wunsch,
Dir nah und gut zu sein.
Sind anders, fast noch rein.
Trink gern diesen Liebespunsch.

JB-04-2016

Grün

Grün

Ich ziehe meine Kraft aus frischem Grün,
Ich wähle meine Worte mit Bedacht.
Der Holunderbusch gibt auf mich acht.
Und über allem weiße Wolken ziehn.

Ich wandle auf verträumten Wegen,
Nehm alles in mich auf.
Die Natur zieht ihren Degen,
Der Jahreskreis nimmt seinen Lauf.

So wie der Baum nach Regen grünt,
So öffnet sich mein Herz in neuer Milde.
Die Seele hat den Winter schon gesühnt,
Reih mich ein in die Frühlings-Dichter-Gilde.

JB-04-2016

params=“color=ff5500&auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false“ width=“100%“ height=“166″ iframe=“true“ /]

Lose ziehen

Lose ziehen

Schlaflose Worte, die mich wiederfinden,
Mich an Dich binden.
Die ich vergesse, wenn ich einzeln bin.
Die Welt als Ganzes ist für mich ein Gewinn.

Sprachlose Tugend, die fern uns ist.
Ein Tier, das Schatten frisst.
Mein Wort darauf, ich suche Dich in Allem.
Endlose Male wird mein Rufen erschallen.

Zahllose Reime Dir zugeschrieben.
Zahllose Stunden im Schicksalsfluss getrieben.
Wer bringt uns zusammen,
Schließt die Finger, die klammen?

Eines Tages finden wir den Weg,
Wenn ein kleines Zeichen die Brücke schlägt,
Wird nichts sein wie zuvor,
Mein Herz, mein Kopf: ein lächelnder Tor.

JB-04-2016

Bannkreis

Bannkreis

Im Bann meiner Träume
Meine Schuld lastet schwer auf Dir
Mein Soll und Haben wiegt ungleich
Frisst sich in die Seele
Wenn ich mich wieder quäle
Mit dem Morgen
Und das Lasso wähle
Zu treiben und zu binden
Den Magier zu finden
Ich bin hier

Im Bann der Mähne
Ich lasse meine Löwen los
Wer mich versucht
Den bekämpfe ich gnadenlos
werd ungehemmt nach Hause gehen
Und der Zukunft
Hoffend entgegen sehen
Die Gnade liegt auf dem Grund
Ich schwimme mich gesund
Ich bin jetzt

JB-04-2016