Persephone

Ich suche meine Tochter
Ich weine und ich klage
Wo ist meine Tochter?
Sieh, wie ich verzage

Alles schwelt und brennt
Alles Leben mir egal
Alle Wesen enthemmt
Diese Suche meine Qual

Ich suche meine Tochter
Wo hat er sie versteckt?
Ich suche meine Tochter
Helft mir oder ihr verreckt

Kore
Wie sie Kräuter pflückt
Denk ich daran
Werd' ich bald verrückt

Die Wiese jetzt trocken
Mein Fuß steckt sie in Brand
Die Bäume dürsten
Bald brennt das ganze Land

Er hat sie mir entrissen
Ein halbes Leben ohne Sonnenlicht?
Verschleppt, misshandelt
Dieser Handel schmeckt mir nicht

Ich bin ihre Mutter
Ich leide ihre Leiden
Gib sie mir Zurück
Lass sie sich entscheiden

Das Land, es siecht dahin
Flüsse verrinnen
Tiere flüchten, nur wohin
Menschen kämpfen ohne Sinn

Gib mir meine Tochter
„El Violador Eres Tu“
Gib sie mir zurück
Und die Flammen geben vielleicht Ruh'

JB-01-2020

Trockenheit, Foto: JB

Our Road

Trippin, Trippin
Tippin Point
Trippin, Trippin
Flipping Coins

Zen Buddist Rapsody in Red and Green
Be the waking of my dream
As soon as Bees are saved
My soul is bare so shaved

Trippin, Trippin
Finding Joint
Trippin, Trippin
Lovers in the Void

This beating belongs to us
Synchronising the waves of lust
Happenings of Joy
Find me without no Toy

Trippin, Trippin
Uncontrolled
Trippin, Trippin
Unenrolled

These should be more than Words
I love to know your worth
For me the end might be
Happy or Never, we‘ll see.

JB-12-2019

Geschichte lehrt

Eingekesselt von Feuer muss ich landen
In Zeiten, die Brandschatzen an der Geschichte
Zukunft gelesen in meinem Schatten
Das Licht geht aus


Wer wird dem Herrin
Wenn ich erfasse, wohin es führt
Muss ich verraten, wie mir wird
Muss ich veranlassen


Der Wunsch zu bleiben
Heimzugehen und zu schlafen
Weh mir, die Tür steht offen
Und mein Bett das brennt


Wach auf
Das Wasser steht
In meinen Hausschuhen
Trampelpfad in die Wüste


Wach auf
Der Mond unbekümmert
Über allem
Ragt er der Erde zu


Verbleibe
Eile
Liebe
Ruft


Steuer umgerissen
Gedanken legen Wert
Auf Nähe
Dich Küssen


In dieser Zeit
Ist dieser Punkt
Wichtiges
Geleit


In dieser Zeit
Weiß
Ich
Nichts


Die Geschichte lehrt
Was geleert
Verloren
Geht

JB-11-2019

Das alles mir

Alles aufgebrochen

Die Schuld und das Verstehen

Alles losgebunden

Das Boot treibt

Mir eine Rose

Den Tag zu versiegeln

Mir eine Vase

Wasser für das Rot

Oben scheint der Regen

Die Zeiten binden sich

Unten liegt der See im Licht

Schlichte Zeilen?

JB-10-2019

Rosenblüten, Foto: JB

Die blonde Hexe

Für dieses Gefühl,
Reiß ich vernarbte Wunden auf,
Nehme ich in Kauf,
Zu vertreiben die schmerzenden Lügen.

Treibholz verbaut in deinem Herzen
Wie kann ich wagen zu genügen
Will mich nicht mehr der Erwartung fügen
Leider kämpft mein Verstand gegen Neues lange an

„Gefühl heißt Leid!“ flüstert er mir ein
Lass es sein, du wirst verletzlich
Wer da spricht das bin doch ich
Das weiß ich nur zu gut

Darüber die Wut hinwegzufegen
Über alles, was ich schätze
Gegensätze zu verweben
Sich gegenseitig aufzuheben

Und in der Glut das Funkeln überzeugt
Der Sturm legt sich
Ich sehe wieder klar
Widerlege was da niemals war

Was ist: Ein Lächeln, ein Versprechen
Und wir verbinden die Gezeiten
Auf und ab in Tiefen wie in Weiten
Die Lösung heißt miteinander sprechen.

JB-10-2019

„Die Blonde Hexe“ ist ein Film von 1956 mit Marina Vlady.

Statue der Artemis in Rom, Foto: JB

Miteinander

Im flackernden Licht brennender Urwälder,
Glaube ich nicht an 13. Gehälter.
Doch freue ich mich trotzdem drauf,
Denn Geld kostet es zuhauf,
In dieser Welt gesund zu bleiben.
Nichts lässt sich schwerer verschreiben.

Ich wohne in einem Haus mit Aussicht.
Die Lücke, hoffe ich, schließt sich sobald nicht.
Wir sind getroffen, haben gesoffen
Und ich lasse weiter hoffen.
Fürchte dass es vorbei ist, wenn endlich ausgesprochen.
Der Morgen, wieder leuchtend angebrochen.

Sitze vor LED-Technik,
Ein Kaltes Versteck mit Lichtblick,
Das Draußen scheint mir unnahbar fern.
Die Wahrheit ist ein bitterer Kern.
Sobald ich mich wieder in die Wüste schick,
Hör ich einen leisen Mausklick.

Drama und Heiterkeiten,
Vermutlich hilft da nur Streiten.
Wer will sich sicher verlieben?
Warum nicht mal Schlüssel versieben.
Unendlich treu der Einsamkeit,
Und jeden Tag ein anderes Kleid.

Will Sinn in diesem Haufen Unsinn finden.
Die Flüche legen, die Gefühle binden.
Leg mir die Karten.
Hör auf das Lange Warten.
Gräuel in der Schlucht der Fantasie.
Schlauer werde ich nie – als heute.

 

JB-08-2019

Donnergrollen

Zorn mischt Gedanken und Gefühle
Eine Mischung so explosiv, wie Mehlstaub in der Mühle
Gericht im Innern und immer wieder
Wächst aus mir heraus die Wut zum wilden Sturm.
Zur Ruhe ruft mich nur der Duft von Flieder
Hege Verdacht auf eine gebrochene Schleuse in einem alten Fühlensstrom

Dabei ist Donnergrollen wie echte Poesie
Wenn die Walküren über den Himmel stürmen
Das Ziel eines Gewitters ist pure Harmonie
Hoch und Tief finden sich in Wolkentürmen
ach dem Gewitter klart schnell der Himmel auf
Die Sonne nimmt den altbekannten Lauf

Unglaublich ist der Worte Gleichgewicht
Denn immer wieder ist da dieses Brausen
Ganz ohne Trümmer vergeht das nicht
Wenn Gefühle um meine Blinde Ecke sausen
Dann wallt Nebel auf für alle und der ist allzu dicht

Doch eh ich mich an mir selbst wieder verbeiße
Geh ich nun gern direkt auf Du und Du
Vergraule so Manchen auf diese Art und Weise
Bei Konfrontation drückt einem schnell der Schuh
Doch folgt in der Weite die Ernüchterung
Durch Wahrheit passiert oftmals nachhaltige Läuterung

Der Wind weht durch die Räume meines Geistes
Und lässt die Worte strömen aus meinem Mund
Bin zwar kein Kind mehr, mein Gedicht verheißt es
Der Letzte Vers, der macht vielleicht die Dichtung rund:

Wut und Groll waren bisher unbekannt auf meiner Lebenslinie
So glaube ich an die Macht meiner Familie
Vermacht mir alte Leiden in neuem Gewand
Lässt mich reisen in einem unerforschtem Land
Und fühle ich mich verkannt, in all der wilden Pein
Das Auge, was ich in mir finde, lässt mich schlussendlich erstmals ausgeglichen sein.

JB-08-2019