Die Worte wollen wissen was wir wünschen zu wirken.
In meinem Sein trägt der Wunsch Früchte, mich zu entdecken.
Das Wollen und die Lust daran erstickt noch in Einsamkeit.
Doch meine Augen finden Fragen und Antworten in deinen Augen.
Der Herd bindet mich nicht und ich will auch sonst an niemanden gebunden sein.
Ich bin frei zu entdecken, wer ich bin.
Ein Mensch, der liebt kennenzulernen, Tiefe Gründe auszuloten und mich dabei tanzend zu versuchen.
Rufe ich die Schatten, sind sie da, mir Erkenntnis zu geben.
Bin ich licht in Momenten der Einsamkeit, für Sorgen bereit.
Bereit mich zu geben.
Bereit zu vergeben.
Bereit zu erleben.
JB 10-2021
Versuche im Fluß zu schwimmen.
Verjage die Schwärme der trüben Gedanken.
Will an Land nicht mehr wimmern,
Will nicht mehr wanken, Und doch:
Ich mal mit Schatten meine Liebe nach.
Fürchte mich vor dem, was ich mir selbst versprach.
Johanna Blau, Juli 2021
Niederung der Härte in mir aufgebauscht.
Falsche Fährte, wie innerlich vertauscht.
Traumapfade führen Viele viel zu nah zum Rand.
Die Welt überrieselt mit Sanduhrensand.
Bin gerade näher dem Zweifeln, als der Zukunft zugewandt.
Ich fühl mich altertümlich unbewegt.
Ganz nah dem Sinn des alten Wahns.
Und in mir scheinbar friedlich eingehegt,
Des Zunders Funken nah des trocknen Spans.
Dann wieder glühen Tränen mit der Welle eines Zauberbanns.
Verzeiht dem handelbarem Fühlen,
In schmalen Brücken eingemauert.
Und wie ein altes Fühlen,
Vertrau' ich immer wieder den Älteren,
Wenn's gewittert und schauert.
Anders diese jungen Wilden,
Sturm und Drang in ihrem Wirken, ihrem Geist,
Wollen, dass die Menschheit und alles Leben überdauert.
Die Greisen scheinbar Milden im Gefühl vereist,
Bewerfen sie mit Mist,
Welcher für Ideen jedoch passabler Dünger ist.
Bestellt die Felder mit gefühlten Weltpsychosen,
Neue Märchen für die, deren Schreie unplausibel tosen,
Das Hoffen in ehernen Herzen ist immer noch rar.
Die Wahrheit in den Schlaf singen wollen sie und sogar
Gift in viele Seelen mischen in immer höheren Dosen.
Die Zukunftsjugend wächst zur gleichen Zeit an ihren Taten,
Sie heilen Brüche und sie bauen Brücken,
Ihre Gemeinschaft will gedeihen ohne zu erdrücken,
Sie wollen wiedergutmachen getanen Schaden.
Treten entgegen, beschützen Wälder gegen ökonomische Lügen.
Verliere ich mich hier, finde ich mich wieder.
In allem sehe ich die Liebe und die neu gewachsene Welt,
Wer jetzt die Felder dafür bestellt,
Vereint in Wohlbefinden,
Die einst abgeschlagenen Glieder.
Atmend durch das Grün das Leben wiederfinden,
Welches wächst und stirbt und wieder aus sich neu entsteht,
Den Segen jeden Regens in den Kreislauf einbinden.
Und sein Wie Phoenix, der aus der Asche heraus nach Neuerfindung strebt.
JB-11-2020
Heavens doubt my findings
But to have allies in this drought
Is all I want to think of
This victory of your smile
Hella's mind is thunder
Mile for mile she wonders
Zero gravity without any physics law
Around earth she rambles in awe
Without war and fight
Still magic lights her side
We are to rise with knowledge
Otherwise we'll step over the edge
The planet knows no sin
No borders will win
To world peace in one piece
The colors of exploding seas
Strive the raving forms of life
No more caging, much more jive
In some hundred years we will think of this
As a time of horrors and of bliss
To many lost, so few thrive
This is a hell for the living
Lets ponder and try to be each others allies
So mother earth can continue giving
My heart is with the wounded knee
The dead ones are talking
My spirit is open wide like earth and sea
My thoughts on their path endlessly walking
To whom it may concern
Just think of childhood memories
The tree you loved to climb
The flowers that smelled like remedies
This is a way to talk to strangers
In hopeful connection
With hearts open wide
To all the people of the whole human tribe
Learn to listen, Learn to give
The end is striped off goods
Seeds I sow at this grave
These souls will live in the Singing Woods
JB-11-2020
Zerbrich. Die Scherben werden Erde,
Und formen neu dein Antlitz.
Zerfasert, dieses Tuch,
So viele Tränen hat es geschluckt.
Klumpig, das Kissen,
Von den Schlägen zierlicher Fäuste.
Die Rettung in Form von Geschichten.
Erzähl weiter.
Innerlich durchwirkt von Stacheldraht,
Schaust du mich an.
Als wäre ich die Hoffnung des neuen Tages.
Ein Tag, den ich dir nicht geben kann.
Du liegst unter Steinen im Sarg,
Und ich bin nun ein Mann.
Nach dem Film: „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“, Regie, Drehbuch und Hauptrolle: Natalie Portman
Roman von Amos OZ
Karten ziehen
Scheinbar, eingewebt in unsichtbare Netze
Vor dem Wagen, vor dem letzten Tier
Fliehe ich nicht mehr
Das Rad schwingt in Schatten
Bewegt sich immerzu am Rand
Der sichtbaren Welt
Flüstern, eingebend, vergebend
Jeder Moment wird gezählt
Hybrid oder gegenwärtig
Und die Karten erwarten nichts
Sie geben fragend ihre Antwort preis
Allen die Rat suchen
Umgänglich in Farbe getaucht
Schweben Mögliche gefächert
Unter meiner linken Hand
Ich wähle, entscheide mich
Zu reflektieren
Geschichte erzählt
Mein Leben in Bildern ausgebreitet
Dunkelste Ecken beleuchtet
Umarmt und eingebunden
Verwunden ist Schmerz
Taktgefühl verwandelt
Das Wachsen hilft
Ohne Kalkül
Ziehe ich Karten
Aus dem Gebälk der Welt
Wähle ich verstehendes Suchen
Hexenwerk, natürlich
Offenbar, vertraulich
ungezäumt
Variiert
Achse
ohne
Pol
JB