A flawed Snowflake on your rist, Is there such a thing? They are all beautiful And they are unique As long as they exist.
Like a ring so old With its bliss Fitting to the one wearing it Made by inspiring wit Until both, ring and flake melt And become something else Water or silver or gold.
A flawed snowflake in the blaze, Is it possible that I mistook it for something else? Could it be a flake of ash instead? Tumbling up from the burning sea of health Rising to the sky from a building on fire Floating away from a red candle Illuminating two faces who desire in a haze.
A flawed snowflake startled by a fan, Could it be a flake of sorts? Maybe a flake of dust A flake made by the old time rulers Who’s strong breath of rust Made the flakes tumble into the future, For us to understand, what doesn’t work anymore at hand.
The flawed snowflake might as well be all: It is dust It is fire It is ice It might a metaphor for our believes, for our belongings For our glass cliffs or reefs For your longings for sure.
Who decides, what is flawed anyway? Who acts normal in a firestorm? Who breaths freely when the dust is floating in the air? Who is made perfect, when nature itself is on the shelf? Who might still care anyway? As long as we have to define, measure and to rhyme, Nothing can truly be free.
Die Haare auf meinen Zähnen, machen mich unattraktiv für die falschen Partner*innen, so hoffe ich. Soweit, so gut. Die Farbe auf meinen Lippen signalisiert ihnen, auf Abstand zu bleiben. Sie kommentieren: Das ist aber ein rotes Rot. Ich lächle und zeige meine Zähne. Die Männer in meinem Herzen müsste ich erobern, aber meine Innere Prinzessin wartet immer noch darauf, von ihnen gerettet zu werden. Die von mir erwählten Menschen retten sich selbst. In ihrer Abwesenheit schwebt der verborgene Tanz, der mir von ihnen versprochen wurde. Das Los, das ich ziehe, zieht mich in die Welt, egal wohin, egal wer, nur los. Loslassen; das Gebot der Stunde. Die Welt macht es vor. Und der Tand bäumt sich auf in meinem Zimmer, ich räume und räume, bis ich wieder Gastgeber*in sein könnte. Die Katze liebt das Chaos. Ich liebe mich selbst. Und immer der Anschein von Glück im Spiegel, bis mir die Flecken auf der Oberfläche auffallen. Ich fange an zu putzen. Fallen oder Fliegen fragte ich mich. „To fall for someone“ und „to fall in love“ heißt es. I fell for you and no wonderwall appeared, just writings on the wall of your back.
Der Blick, der mich fragen macht, warum ich dich nicht umarme und frage, was du morgen machst? Der Blick, der mich fragen macht, warum ich jemals Hoffnung hatte, dich zu fragen. Der Blick, der mich fragen macht, warum ich mich frage, was in dir vorgeht und ob du dir auch alles mit mir vorstellen könntest. Was ist Wahrhaftigkeit, wenn nicht die Möglichkeit im Verstand und im Gefühl zu ertasten, sich auszumalen, was sein könnte. An einer Weggabelung zu stehen und sich zu entscheiden, sich zu entscheiden. Was passiert, wenn die innere Wahrheit, der Wahrheit eines Gegenüber begegnet. Endlich ent-täuscht sein, es besser als ewig vielleicht grundlos zu hoffen.
Die FOMO Meditation habe ich mir für später auf der App gespeichert. Für den Mittagsschlaf, den ich mir leisten kann. Ich will zurück zu meiner Zufriedenheit, mir der ich in die Welt ging und auf Freunde traf, die ich noch nicht kannte. Seit dem letzten Samstag, sehe ich Feind*innen, da wo ich vorher Menschen sah. Dieses Bild, welches SpiegelTV rahmt und verhöckert, möchte ich betrachten und dann wieder dem Fegefeuer übergeben. Offen seien meine Augen zu sehen, offen seien meine Ohren zuzuhören. Und offen sei ich für die Freude, das Leid, und den Weg, den du gegangen bist, ehe wir uns trafen.
Ich fühl mich von allen fern, Freund wie Feind Und spüre diese Leere Die Höhle wo mein Herz gewohnt Füllstoff Genussstoff Ohne Fühlen ist mir ungewiss Was ich will, wer mir gut gesonnen Was werde ich gewonnen haben Wenn aus der Leere mir ein neues Herz erwächst? Welches endlich wählt Ein Herz, das endlich erwählt und dann seinem fühlenden Willen stärkend folgt. Die Folter, darauf zu warten, füll ich mit Träumereien Ich fühl wachsend den nie gesehenen wundervollen Garten
Hart an der Grenze, bremst mein heiliger Wagen.
Ich kann nicht sagen, ob das reicht für heute.
Wer von mir weicht, wer mich erreicht,
Mit Worten oder Taten:
Der*die erbleicht oder errötet vielleicht.
Hingerotzt meine Antwort;
Auf Pein oder Argwohn oder Kummer.
Rede mit Mir!
Der Wirbelsturm, der mein Rückgrat brechen wird,
Ist hoffentlich noch nicht geboren.
Ungesühnt die hybriden Stunden.
Völlerei statt Verlangen.
Keime im Guten wie im Schlechten.
Ich sehe nach dem Rechten und erstarre,
Solange ich auf „Freeze“ geschaltet bin,
Verwalte ich mein Leben, wie ein Uhrwerk.
Überlebensmodus.
Und ja, ich will Leben.
Es geht los!
JB-11-2023
„Trash Disse“ in Connewitz, eine Flasche Sekt geht rum unter den Leuten, die sich auf der Tanzfläche bewegen. Das nächste Lied fadet ein: eine Freundin, mit der ich die Diagnose teile, tanzt sich zu mir durch und meint, das ist unser Lied. Es läuft „Goldener Reiter“ von Joachim Witt. Ich nicke energisch und lache laut. Ja, das ist unser Lied wir umarmen uns und singen lautstark mit. „Hey, hey, hey, ich war der Goldene Reiter. Hey, hey, hey, ich bin ein Kind dieser Stadt. …“ In einem anderen Laden in Connewitz, nicht weit entfernt, aber erst gestern beim „Punk-Konzi“, eine befreundete Band spielt ihren einzigen Coversong. Es ist der „Goldener Reiter“. Ich nehme mir vor einen Text über dieses Lied zu schreiben. Nun sitze ich vor meinem Laptop mit einem Grinsen auf dem Gesicht und feuchten Augen.
Dieses Lied begleitet mich schon eine Weile auf den Tanzflächen der Stadt. Schon davor beim Studium, auch in der Kleinstadt, in der ich mein Abi machte, wurde es bei Diskos des Soziokulturelle Zentrums gespielt. Wann habe ich den Text bewusst wahrgenommen? 2007 habe ich meine erste Psychose durchlebt. Danach nahm ich Medikamente, die sich nicht gut vertragen haben mit Alkohol und habe nicht viel beziehungsweise nicht lange gefeiert. Vier Jahre ohne Alkohol und ich musste erstmal meinen Groove finden ohne dieses Mittel der Enthemmung.
Den Groove habe ich auf der Tanzfläche gefunden. Wie in Trance bewegte ich mich zum Rhythmus und zu den Melodien, die auf mich einwirkten. Meine Muskeln spannten sich rhythmisch an und entspannten sich wieder, genauso wie ich es mir wünschte. Dieses Spiel mit den Melodien belebt mich heute noch genauso und lässt mein Ego so klein werden, wie ein Sandkorn an einem langen, wunderschönen Strand. Wenn ich mich vergesse, bin ich eine von Vielen, nicht mehr und nicht weniger. Tanzen ist mein Rausch geworden.
Joachim Witts Lied „Der Goldene Reiter“ taucht immer wieder auf in diesem Kontext, in der Moritz Bastei bei Studi Partys, sangen Student*innen im ersten Semester dieses Lied mit. Dadurch brach für mich eine Mauer weg. „Lebensbedrohliche Schizophrenie“ verliert etwas vom Schrecken, wenn es durch so viele Kehlen freudig gesungen und betanzt wird.
Zwei Jahre nach meiner zweiten Psychose, bin ich in Kontakt mit der Fotografin Kirsten Becken. Sie möchte ein Artbook herausgeben. Sie möchte darin die Erlebnisse ihrer Mutter künstlerisch bearbeiten und aufarbeiten. 2017 erscheint „Seeing Her Ghosts“ und beinhaltet zahlreiche spannende englische und deutschsprachige Texte und Kunstwerke. Ein Gedicht von mir erscheint unter meinem Geburtsnamen. Ich blättere auf die Seite 57 und finde „Zunder“ abgedruckt neben Joachim Witts Liedtext zu „Goldener Reiter“.
JB-10-2023
Zunder
Ein Kleid genäht aus Zunder Und wieder geh ich unter. Schuhe gemacht aus Leid, Langsam vergeht die Zeit.
Tanze zu Herzenstönen. Will wieder dem Leben frönen. Will wieder mit Lachen im Blick, Weben an meinem Geschick.
Ich versuche, doch ich schaffe schwerlich. Wer verdrängt, ist zu sich selten ehrlich. Das Boot unter meinen Flügeln taumelt. Ich kann fliegen, doch habe ich Angst vorm Ertrinken.
Das Letzte, was ich will, ist zu versinken; In den Abyss, die Tiefen in mir zu erkunden. Doch ich muss und werde; raus der Herde.
Hinein in die Schäferinnenkluft, Meine Sorgen werden in Schach gehalten von meinem Willen. Er springt sie an, drängt sie in den Pferch. Und ich kann wieder besser atmen.
Sie alle zu scheren, die Wolle zu färben, Daraus etwas zu weben, Was ich mir umhängen kann, das ist noch nicht dran.
Aber bald schon werde ich in leuchtenden Farben gekleidet, wieder Herrin sein über meine Stimme Und feierlich wandern über den begrünten Kamm.
Ein Lächeln, steht für sich.
Ich bin nicht gemeint,
Fühle meinen Herzschlag moll-betont.
Wer wohl dieses Lächeln von dir abverlangt,
Es nicht sieht
Und doch so in deinem Herzen thront?
Ich nun, vergesse diesen angstvoll runden Mond,
Der sonst meine Flüchten vor Gefühl bescheint.
Dich jetzt aufzuschrecken,
Das wage ich noch nicht.
Will auch nicht wieder durch fernes Schwärmen,
Träume unbefruchtet züchten.
Ich kann nicht von Liebe sprechen,
Denn wir haben noch nicht viel gesprochen.
Das ändern will ich liebend gern.
JB 2022