Wütend sein, geht oft einher mit Müdigkeit.
In meiner Welt bin ich allein die meiste Zeit.
Die Angst vor Ungerechtigkeit lieben Menschen zu grollen.
Schutz vor Menschen, die mich gern zerpflücken wollen.
Selbstgewählte Flucht hinter hoch getürmte Mauern.
Sieh draußen nach dem Schnee fängt es an zu schauern.
Drinnen schauen noch zum Fenster raus, solang es geht:
Die Frau, der Mann, das Kind und sind konkret.
Die Frau sucht noch im eigenen Spiegelbild das Schlechte.
Der Mann ist wütend und will um sich Feuer sprühen.
Das Kind will das Liebe und Harmonie erblühen.
Ich lebe und ich hobele Späne, wenn ich für sie spreche.
Bekannte zünden damit bunte Feuer an.
Die Närrin sieht in diesem Schein überall das Ungerechte.
Da, wo einfach Leben herrscht und mensch sich sehr gut leiden kann.
Da, wo ich so gern einfach sein mag.
Da, wo er einfach pulsiert, der gleichmäßige Herzschlag.
Johanna nion Blau
5.1.2025
Kategorie: Allgemein
Das Spiel des Lebens
Ich will mein Leben „Cozy Games Style“
Doch überall sonst leider zu viel „War Shooter Action“
Hoffnung in der leeren Box gefunden,
Viele Wollen daraus schöpfen.
In kleinen Kreisen hebt sich Liebe auf.
Wunder, was sich selten fortsetzt.
Willenskraft, und Zeit nimmt ihren Lauf.
Ich bin „all in“ gegangen und hab auch mich gesetzt.
Die Tragik und die Komik, welche auf uns abzielen.
Schwankend, die vielen Möglichkeiten.
Der Würfel wird mich noch etwas begleiten.
Schicksal und Zufall, wie sie miteinander spielen.
Johanna nion Blau, 29.12.2024

Tragisch optimistisch – Abschied von 2024
Schwanger mit wallenden Ideen, verabschiede ich dieses heikle, schmerzende, verheilende Jahr. Ich will mich sehnen und dann bekommen, was ich will. Immer im Wandel sein, das ist mein Ziel.
Zuneigung ohne Aneignung, Umgang mit Worten, die zwischen uns fließen: warmer Honig, der bindet, der Genuss verströmt und lenkt unser Fühlen.
Lernen will ich mit der Zeit zu tanzen, welche sich verschenkt. Das schnelle Wollen und das träge Lenken abzugeben. In Richtung Glückseligkeit für Momente, die Schweres zu schaffen, ermöglichen.
Wichtiges vor allem anderen zu teilen mit lieben Menschen. Späte Tage leben, dann Nächte ins Meer versenken, dahin wo der Mond durch sich die Sonne spiegelt.
Die Gestirne zählen, ohne Gedanken an das früh keimende Morgen. Gegen das laute Schweigen versuche ich weiterzuschreiben. Bis wir uns wieder durch unser Lächeln Hoffnung borgen, auf unzähliges Herzverschenken.
Was ist unzählig in der Welt, wenn nicht die Liebe, die sich mehrt. Nichts zu tun, als zu sein: Mit wohlig gutem Gefühl. Sich von sich zu erzählen. Dabei schwingt mich das Timbre deiner Stimme ein auf Glück.
Das Gemälde meines Lebens, sollen liebende Hände gestalten, geformt von wärmenden Gedanken. Und wenn meine Stimmungen schwanken, ich schaue darauf. Und verstehe was sein wird, durch das was andere in mir gekannt. Dann verwandelt sich das neblige Labyrinth in eine Bibliothek und alle sind geladen darin zu lesen.
Johanna nion Blau, 27.12.2024

Bienenschwarmgedanken zu 2025
Das Leben räuchert mir die Träume aus dem Leib.
Drängende Leere und freie Zeit.
Ich weiß um Freude, weiß um manches Leid.
Als wollten sie alle ein Stück von mir.
Ich nehme mir vor, dass ich nicht mehr so oft frier‘.
Zünd die Kerzen an in meinem komplexen Quartier.
Mein Gewissen schlägt Purzelbäume.
Im Schlaf gewinn‘ ich neue Träume.
Ich treffe mich mit dunklen Prinzen im Geheimen.
Öffne mich und meine Räume, will nicht wieder weinen.
Es kommt mir vor wie ein Spiel mit dem Feuer.
Mein Wille ist mir teuer zugleich ungeheuer.
Die Narretei geht mit mir durchs fest geschlossene Tor.
Weiß nicht wohin, mein Herz schlägt den Takt vor.
Und mir egal, Hauptsache mein Verstand bleibt klar,
Wie, wenn des Nachts die Sterne mir schön in die Augen stechen.
Ich will weder Blätter noch Worte zusammenrechen.
Was ich will, ist Wahrheit zu den Leuten sprechen.
Bald kommt das neue Jahr.
Ich werde viele Regeln brechen.
Und meine Freundschaften beleben oder halt auch mal abrechnen.
Das Schimmern über allem will ich entdecken.
Das Leben in allem will sich recken und strecken.
Die Magie will ich finden, die mich zusammenhält.
Entscheidungen treffen, die nicht das Beil fällt.
Die Schwere bleibt, aber auch schwebend wird mir vieles Klar.
Auch wenn ich leide, wird es wunderbar.
Tragisch optimistisch durch die Zeitenwende.
Im Film, wie im Traum, kommt jetzt die Blende.
Denn was ich weiß, ist, ich will mich weiterschreiben.
Und nicht in meinen Taten mürrisch sitzen bleiben.
Ich will lernend aufblühen und mich weiden.
An den großen alten Bäumen, die uns alte Wege aufzeigen.
Mich um mich kümmern und meine Seele heilen.
In tiefsten Tiefen hab‘ ich hoch gepokert.
Von Höchsten Höhen schau ich mich um in Nah und Ferne.
Was da auch kommt, ich umgarne es gerne.
Mit zwei gesunden Händen voller Bienenschwärme.
Johanna nion Blau, 23.12.2024
Der Himmel bebt …
Der Himmel bebt,
Aus meinen Wolkenträumen
Erwachte ich, um uns aufzubäumen.
Alles will sich um mich türmen.
Sprengstoff zum Frühstück.
Mein Wille will jetzt allem zürnen.
Das Heim ist keines mehr.
„Wer braucht ein stehendes Heer?“,
Habe ich gefragt, die Antwort: „Krieg!“
„Warum?“, fragt niemand mehr.
In mir tost der Weltenbrand, macht mich fassbar krank.
Es drückt, es schmerzt, es hallt, es schluchzt.
Die Kraft ist mit den Nachrichten verpufft.
Die Worte, die ich sprach, sind schon verhallt.
Die guten Neuigkeiten scheinen hundert Jahre alt.
Das Wesen mit dem Besen drangsaliert
Und die Freiheit wird zum Strang geführt.
Mein Leid kommt aus der ganzen Welt.
Ich träume vom schönen Leben, bestelle dem Tod das Feld.
Hocke schwer mit meinem Leib auf so viel Pein.
Geschichte will gelesen, verstanden, jedoch nicht wiederholt sein.
In meiner Ohnmacht schreibe ich.
Frieden ist unsere Pflicht.
Wissen um Ungerechtigkeit unsere Verantwortung.
Selbstverwirklichung das Ziel, statt Fallverwaltung.
Im Namen meiner Selbst, knüpfe ich ein Band.
Verkaufe den Tand, der mich band.
Fahre bestimmt nicht zurück aufs Land.
Der Traum ist aus, bin wach und ausgeschlafen.
Ich weiß, dass Menschen entmenschlichen und hassen.
Nun Galgenfrist für mein langes Raten.
Was auch passiert, worauf noch warten?
Das Ziel bleibt in der Ferne, doch es bleibt das Ziel.
Die Welt wächst zusammen. Erinner‘ das Gefühl, als die Mauer fiel.
Wir tragen heute alle schwer an unserer Last.
Seien wir doch auf das Schönste gefasst.
Johanna nion Blau
13.06.2024
Zukunft 3
Ich will nicht schreien, weil mein Mahnruf verhallte.
Ich will nicht hart werden, weil ich gegen Wände prallte.
Ich will nicht weinen, wegen allem Leid, was uns trifft, unsere Hände erhoben.
Immer wieder aufs Neue, ausgehend von alten Roben.
Ein Sturm soll toben.
Hinaus aus meinem Wasserglas.
Bis sie meine Wut erfasst.
Hinein weht ein frischer Wind in ihre verqualmten Burschenstuben.
Während die Herren im Staub der Jahrhunderte diskutieren.
Ist etwas was ich möchte, reflektieren.
Bin ein Spiegel für den, der Macht missbraucht.
Eine Katze, die ihn im Dunkeln an faucht.
„Wer braucht schon klare Sicht,
Es war doch schon immer so!“
Wimmert der Oberste Po.
Vernunft ist schlicht seine Sache nicht.
Und Angst geht um, da wo Tradition regiert.
Untergangsstimmung hat ihn schon oft manipuliert.
Jetzt droht er mit Mord und anschließender Vergewaltigung.
Er hetzt an realem und digitalem Ort,schmeißt da mit verbalem Dung.
Ein Gericht der hohen Herren,
bestraft die Freiheit mit Gefängnis.
Ziviler Ungehorsam ist nun Pflicht,
Abwarten wird sonst wieder zum Verhängnis.
Wir stehen zusammen für die Freiheit,
graben tief nach Utopia mit unseren Spaten.
Es geht um Alles: Um die Liebe,
Um das Leben, um die Luft zum Atmen.
JB-10-2018
Rosa Staub und Herzensdinge
Das alte Jahr hat seine Krallen tief in mein Herz geschlagen. Ich schwebe und falle zugleich.
In die Nacht, in den Tag. Die Grenzen verweben sich, heben sich auf.
Wer zwischen Himmel und Hölle taugt dazu, mir zu helfen? Doch eigentlich nur ich. Aber nun bin ich ratlos.
Das Wirrwarr über meinem Kopf, klingt mir zu sehr in den Ohren, als dass ich klar denken könnte.
Sich allmählich anpassen oder die alten Muster mit einem Knall durchbrechen?
Im Labyrinth singen die Spatzen ihr unendliches Lied von Freude.
Ich will ihnen folgen, hinaus aus der Falle. Sie fliegen auf.
Herzensentscheidungen stehen an, auf allen Seiten steht geschrieben: No Exit!
Purpurnes Gleißen verheißt Zukunft.
In meinem Herzen sind die Schattenränder immer bunt.
Trag mich ein in dein Gipfelbuch und weine.
Wieder verbrenne ich, scheine hell, wenn mir eigentlich Kontemplation guttäte.
Und ich kleide mich in Tarnumhänge. Ich gehe aus. Gehe aus mir heraus.
Hinaus auf die Straßen dieser Stadt. Träume mich in deine Arme. Im Regen zusammen tanzen.
Damit du wieder der bist, den ich kannte und liebte. Wann war was echt?
Ich will nicht eingehen, wie eine ungeliebte Zimmerpflanze.
Ich will der Urwald, sein, den du unbedingt durchstreifen und entdecken möchtest.
Ich will der Planet sein, auf den du dich wünschst.
Ich will die Piratenbraut sein, der du die Treue schwörst auf unzähligen Raubzügen.
Hammerfest ist mein Wille und wenn mich jemand Hexe ruft, dann sage ich: Ja, hier!
Dein Antlitz wird wieder schön in meiner Vorstellung. Nicht mehr Dorian Gray’s Bildnis, versteckt auf deinem Dachboden. Es zeigt jemanden, der liebt und leidet und hofft; der kämpft, jedes Jahr aufs Neue; um sich kämpft und jetzt auch um mich.
Die Hoffnung bleibt, dass wir unseren Weg zusammen gehen.
Das, was du für mich bist: so facettenreich, wie das Auge einer Libelle. Ich habe dich gesucht und gefunden und lasse dich nun wieder frei, auf das du gehst oder bleibst, wie dir beliebt.
Auf dem Planeten Venus, braucht niemand eine rosarote Brille. Die Luft dort ist voll von rosa Staub. Von da aus will ich die Erde betrachten und meine Entscheidung treffen.
Johanna Blau 2.1.2024

