Die Worte wollen wissen was wir wünschen zu wirken.
In meinem Sein trägt der Wunsch Früchte, mich zu entdecken.
Das Wollen und die Lust daran erstickt noch in Einsamkeit.
Doch meine Augen finden Fragen und Antworten in deinen Augen.
Der Herd bindet mich nicht und ich will auch sonst an niemanden gebunden sein.
Ich bin frei zu entdecken, wer ich bin.
Ein Mensch, der liebt kennenzulernen, Tiefe Gründe auszuloten und mich dabei tanzend zu versuchen.
Rufe ich die Schatten, sind sie da, mir Erkenntnis zu geben.
Bin ich licht in Momenten der Einsamkeit, für Sorgen bereit.
Bereit mich zu geben.
Bereit zu vergeben.
Bereit zu erleben.
JB 10-2021
Wenn alles, was ich wünschte wahr geworden wäre, um dann wie ein Geist sich vor meinen Augen zu zerstäuben. Wie wäre dieser Schmerz mir eingebrannt, mir das wieder zu nehmen? Wie sollte ich mich unsichtbar betäuben? Nicht durch Poesie und nicht durch Küsse. In meiner Hand brennt die Erinnerung und ich streiche sie über meinen Körper, damit ich sie niemals vergesse.
Mein Leben endet nicht, es blüht auf. Und immer weiter treibt mein Atmen Blüten in die Welt, schickt sie hinaus und lässt sie dann vergehen. Vor meinen Augen verwelken meine Träume. Der Pranger ist mir zu gut, als das ich schweigen könnte.
Mein Herz ist aus Glas, zersplittert schwimmt es in meinen Blutbahnen. Der Schmerz, wenn ich wache, der Schein, wenn ich schlafe, wie geschaffen mich zu martern, mein Leben lang.
Wenn ich an die Liebe denke, die ich empfinde, so groß, wie ein Bergmassiv und wie sehr du dich darin verrennst, dort Gold zu finden; wie du in meiner Liebe gräbst. Das Dynamit in der Hand, schwörst du mir, mich zu schonen.
Das zu schaffen, was mich fürchtet, das zu erschaffen, was mich ausmacht, das mir zu verschaffen, was alle anderen mir vorenthalten wollen. Nicht in einer Nacht empfangen, in hunderten. Gereift ist der Samen meines Geistes. Mein Selbst heißt meine Schöpfung willkommen. Hinein geboren in eine Welt, die uns nicht zu schätzen weiß. Auf immer möchte ich die Hand ausstrecken. Das was mich erweckt, will ich umfassen. In der Dunkelheit den Keim entdecken, der uns ausmacht. In Distanz den Faden finden, der mich zu dir führt. Haltlos schweben wie der Geist, der ich war. Dann das Tuch von mir werfen auf das mich alle sehen und sehen was geschrieben steht. Mit beiden Beinen wieder auf der Erde stehen, und nicht mehr warten, dass sie mich begräbt. In meiner Ruhe finde ich neue Taten. Meine Leben, meine Liebe sammle ich um mich, um zu sagen: Ich bereue nichts.
Scherben im Sand,
Glaswurzel vom Blitz geformt und in den Strand eingebrannt.
Wie selten die Form das Sein bestimmt und Donnergrollen Klarheit schafft.
Im Untergang der Sonne spiegelt sich Tiefe wider,
Anfangs einander so leichtfertig versprochen.
Wandelbar der Wille für sich selbst einzustehen.
Perlen der Kraft, die in Muscheln der Muße heranreifen.
In den Himmel eingehen, die Tore bilden, die die Engel durchschritten.
Und mit den Menschen litten, bis die nicht mehr glaubten zu hoffen.
Erträume mir jetzt kräftige Glieder, um mich auszurichten am gerechten Wirken.
Nicht um zu richten, doch um zu verstehen.
Unter Birken sähe ich den Mut meines Herzens in die Welt, auf das die Pilze wachsen und das Geflecht darunter ausstrahlt meilenweit in unsere Zukunft.
Spiegel der Zukunft? Gläserne Menschen streben nach Durch-Lässigkeit. Für Vermutungen wohl nicht mehr die Zeit. Sie wollen Glas-Klarheit in Gesprächen wie in Gedanken. Kein Wesen soll mehr zerbrechliche Gefühle hegen. Kein Zweifel soll mehr sich um unsere Körper ranken. Kein Geheimnis sollen sie mehr pflegen, welches sie ins Wanken bringt. Wie die Dämme brachen im Zeitalter des Glases. Und die Verbindung abrach, nachdem sie so unendlich viel geteilt hatten.
Und doch will ich jetzt und hier anders leben und meinen Kern schmelzend auf die Reise schicken, wenn ich das Gefühl habe zu fallen. Vorher ohne Plan das Ruder kreisen lassen auf meinem Lebensweg. Bis zum Vulkan der Liebe reisen, um dort vielleicht sogar gänzlich zu verglühen. Als Lava mich ergießen und neu geformt werden von der kalten blauen See. Der Kreis ist vollendet, wenn ich wie Phoenix auferstehe. Als Erde wieder das Myzel und die Wurzeln berge. Das alles in Sekunden oder Jahrhunderten, wer weiß schon, wie die Zeit fließt, wenn alles sich bewegt.
Im Glaszeitalter, in dem Schrott-Satelliten durchs All torkeln. Der Mond sich wandelt und die Fluten fällt. Wie ein Herz in der sonst unendlich kalten Welt, ein Stern auf seiner Bahn uns alle erhält. Der Planet seine Hülle vielleicht behält. Der Mensch wieder Erde statt Glas bestellt.
Johanna Blau 07-2021
Kurz vor Mittag, in Trance von Ibu und Darjeeling.
Ein Traum tanzt mir auf der Nase herum,
Ich schau ihm zu und bleibe vorerst stumm.
Er spukt durch die Geister vieler Menschen.
Und wenn schon, werde diesmal mit noch mehr Feeling dancen.
Der Bauch, der an mein Oberstübchen klopft.
Mir bescheinigt, was ich will, denke und fühle.
In vier Wänden tanze ich um mein inneres Gewühle.
Spüre die Wagnis meiner Wissensquellen.
Die Innen-Reise in aller Schnelle gelingt nahezu unverhofft.
Mein Schatten erklimmt turmhohe Wolken.
Ich tanze mich in glitzernde Gewänder,
Als Frau ohne Panzer oder Schild, frei und wild.
Auf das alles, was mich verlässt, tröstend Abschied fühlt,
Denn das Leben ist kein Test und ein Vorbild ist kein Abziehbild.
Lieblingsorte und liebe Wesen und das Gefühl von Verlust.
Verrückte Worte streicheln mir den Kopf,
Ich nehme sie mir zur Brust und pack mich am Schopf.
All das will auf die Bühne mit voller Lust.
Offen und ehrlich will ich genesen,
Denn das Happy End kommt erst zum Schluss.
Forget about tomorrow
Now is what you feel
Be like a mirror, dont conceal
In the valley of yesterday
You will find only sorrow
Now is the time to dance
Now is the time to sway
No high heel, but lips to seal your mouth with
No splendid appearance, but hips that swing to the beat
Yes I want to love and feel the heat
But if its hot as hell
Do I live long enough to tell you
The way I feel
This is the mirror I have to go through
I have to break this spell
Speak the words
If it comes to you
My heart is a pouring well
Herbstlich weht der Wind durch mein Gemüt
Meine Stimmung wie Aprilwetter im Wandel
Schließe mit mir einen ehrlichen Handel
Ich steh zu mir und wärme an Worten mein Geblüt
Mit Musik wie an Gesprächen wächst mein Abenteuerwille
Wie März und Mond mir versprachen, es wird anders
Gekleidet in der Not der Anderen, sag ich zu mir, ich kann das
Verbring viel Zeit allein und schau zu, wie ich die Tagebücher fülle
Gedanken und Gefühle in der Gnadenfrist erlebt
Die allen Lebewesen bleibt auf dieser Erde
Reichtum wächst, gedüngt von dieser bunten Herde
Ein Garten, der von Regenwasser lebt
JB-4-2021