Glück

Glück

Nichts zu wissen,
ist mein Glück.

Weiß ich zuviel,
werd‘ ich verrückt.

Und glaub‘ ich,
bin ich bald verloren.

Was Hoffnung bringt,
mit Lachen und mit Leben.

Was Glück mir scheint
in allen Farben.

Bin ich jetzt neu,
bin ich verwegen.

Die Zukunft spricht mit mir.
Ich hör sie gerne an.

JB-01-2015

So neu das Jahr

So neu das Jahr

So neu das Jahr
Und ich bin eingesperrt in mir.

Wie Schwerter um mich meine Sorgen.
Wie weiß auf dem Tisch das Papier.

Wie sagen, was ich will?
Ohne Angst vor Hohn.
Wie fragen, was ich will?
Ohne Furcht vor dem Schweigen.

Wenn ich nur wüsste,
Wohin die Reise geht.

Rauschen im Ohr,
Unterwegs in die Stille
Und da ist Nichts Alles.

Wenn es so weiter geht,
Bin ich der Tor,
Der alle Narren schlägt.

JB-01-2015

All die Leute

All die Leute

Morgen, wie wird das werden?
Morgen, was werd ich tun?
All die Leute, die arbeiten.
All die Leute, die ruhn.

Wohin treibt mich mein Kummer?
Was, wenn die Sorgen überwiegen?
Doch am Schluss in der Summe,
bleibt hoffentlich was Positives liegen.

JB-01-2015

Wie wenn ich untergeh

Wie wenn ich untergeh

Wenn tausend Fragen sich stellen,
Fang ich an zu tauchen.
Wenn hundert Augen mich ansehen,
Fang ich an zu fauchen.

Was, wenn ich untergeh.
Und was, wenn ich untergeh.

Wenn alles Dunkel scheint.
Wenn sich nichts mehr reimt.
Wenn die Seele zu oft schweigt.

Wird es Zeit viel zu sagen.
Kann nicht so viel mit mir tragen.
Wird es Zeit dahin zu finden,
Wo wir alles neu erfragen.

JB-01-2015

Treppenhaus

treppenhaus
Treppenhaus

 

Haltlos

Haltlos

Bin verwirrt ohne Zäune,
Bin verdammt, wie gehäutet.
Sehne mich nach Wolkenschlössern,
Nach Wesen ohne Räume.

Und wenn ich denke,
Vergess ich, wer ich bin.
Nur klar zu werden
Ohne Zugewinn.

Eins zu werden,
Mit ich weiß nicht wem.
Versuche zu verstehen,
Wohin mein Herz mich schickt,
Immer das Du im Blick.

JB-12-2014

Kein Spiegelbild

Kein Spiegelbild

Kein gegenüber zu fragen.
So schreib ich einsam: Wer bin ich?

Sorgenvolle Frau mit Schuld
An allem was ihr zukommt,
An allem was passiert.

Hastig tipp‘ ich gegen meine Ohnmacht an.
Die Falle Schlaf schnappt wieder zu.

Vergebenes schwimmt oben auf.
Ich sehe Verlorenes ganz unten.

Wenn ich ein Tier wär,
Würd ich sie zerreißen diese Schuld.

Treu meiner Seele,
auch wenn ich sie nicht sehen kann.
Verschweig mir nichts bis auf das Du.

Und käme der Retter, ich würde ihn schlagen.
So wie ich Dich geschlagen habe,
immer im Blick meine Schuld.

Seele gegen Seele sitzen wir verzweigt im Baum
mit allerlei Getier und fragen uns wohin.
Dabei sind wir eins und hier ganz ohne Sinn.

JB-12-2014