Lebenswelten

Lebenswelten

Ich lebe in mir, welches Leben ich mir immer schenke.
Viel hilft viel, so sagt man.

Ich will fliegen, leicht sein – libellenleicht.
Doch ich bin erdenschwer – so bodennah wie ein Bär.

Will mich nicht beklagen, will mich lieben wie ich bin.
So dass andere mit mir diesen Lebenstanz begehen.

Wer sagt mir, wer ich bin?
Wer sagt mir, wohin?
Das Lebensrad, das dreht sich ohnehin.
Bin nicht länger liebestoll.

Will leben und auch helfen.
Will lieben und doch lachen.
Will hoffen, Hoffnung machen.

Will tausend Schritte gehen.
Um mich so endlich zu verstehen.

JB-10-15

Augenblicke

Augenblicke

Ich hab Dich angesehn
Alles andre war plötzlich flach
Nur du warst wichtig

Ich hab Dich angesehn
Was willst Du mir sagen mit Deiner Existenz?
Bist du Freund, Liebhaber, Gewissen?

Ich hab dich angesehn
Du hast gelächelt
Ich bin aufgeblüht

Ich hab dich angesehn
So lange
Nur angesehn

JB-10-2015

Liebe

Liebe

Seufzende Romanzen
Will nur mit Dir tanzen
Will so einig leben
Welt mit Dir erheben

Nur noch Sterne sehen
Ewig baden gehen
Suchen und auch finden
mich mal wieder binden

Du bist Du und ich bin ich
Sieh wie Liebe aus mir spricht
Wenn ich Deine Augen seh
Sieh nur wie ich untergeh

Träumend und auch taumelnd
Zitternd und auch baumelnd
Geh ich hin zu Dir
Fragend steh ich vor der Tür

Blicke wie Wolken und Seele wie Licht
Wenn Du Wahrheit für mich sprichst
Willst mich schon behalten
Muss ich mich für Dich spalten?

JB-09-2015

Allein

Allein

Wenn es an nichts fehlt,
Wenn mich keine Liebe quält.
Der Boden ist bestellt,
Die Nacht durch Mond erhellt.

Allein im tiefen Wald,
Bin störrisch, mir ist kalt.
Find heim und bin beseelt,
Fühl einig mich in dieser Welt.

Doch dies eine Verlangen,
Was bleibt als ihn einzufangen?
Was ist das, was mich will versuchen?
Spür doch was fehlt, willst mich verfluchen.

So such ich ihn wie allemal.
Mein Herz das pocht, Gesicht ist fahl.
So such ich ihn bis nichts mehr fehlt,
Hab alles verlassen und Licht bestellt.

JB-09-15

beben

beben

ich hab ihn lächeln sehen
ein beben war in mir
vielleicht ja morgens
früh um vier

bin ihm gewogen
versuche zu verstehn
dass wir uns immer immer
wiedersehn

ich glaube nun zu wissen
dass alles anders ist
ich will ihn nicht mehr küssen
zu schnell verstreicht die frist

und alles wird so bleiben
her mit der schönen gier
lass mich auf immer treiben
schön war es doch mit dir

JB-09-15

Freunde

Freunde

Wir finden uns zusammen,
Um bei uns zu sein.
Wir hoffen und wir träumen
Vorbei am schönen Schein.

Wir sind so beieinander.
Wir leben für das Licht
Und sagen unsre Wünsche
Auf wie ein Gedicht.

Wir haben diese Zeit.
Wir leben dieses Leben.
Noch sind wir nicht bereit
Das herzugeben.

Wenn Du nun mit uns bist.
Dann gib mir Deine Hand.
Wenn wir jetzt nicht aufgeben,
Dann hält das Freundschaftsband.

JB-09-15

Die Motte

Die Motte

Umkreise den Mond, der zu mir spricht.
Kenn‘ dieses Licht, aber Mond ist es nicht.
Verbrenn‘ mich daran und fall‘ dann zu Boden.
Will er mich töten? Will er mich loben?

Dann wieder flattern und suchen nach Dir.
Weich aus, wenn sie kommen die geflügelten Vier.
Hass, Trauer, Wut und Schuld.
Niemals bin ich jenen hold.

Ich verbrenne wieder hier.
Doch niemand beißt mich vom Getier.
Geh zu Grunde an dem Licht.
Sag die Worte: „Nein ich fürchte mich nicht.“

Kleinlaut wirst Du Mal zu Mal.
Kann nicht fluchen, Du wirst fahl.
Ich geh wieder hin zum Licht.
Spiel nicht Wahrheit oder Pflicht.

Was wär‘, wenn wir uns erkennen.
Uns seelenvoll beim Namen nennen.
Kein Licht wär‘ für mich int’ressant.
Wär‘ nur noch durch Deinen Blick gebannt.

JB-09-2015