Bald 500 Texte und was gerade passiert

Puh, gerade habe ich geschaut, wie viele Beiträge ich veröffentlicht habe auf meinem LyrikBlog und ich war überrascht:
490 Gedichte, Kurztexte und Essays habe ich da veröffentlicht bis jetzt. Bestimmt sind auch ein paar Fotos und Zeichnungen dabei, meist aber verbunden mit von mir geschriebenem Texten. Wenn alles so weiter geht, werde ich bald 500, in Worten fünfhundert Texte veröffentlicht haben.
Das mit dieser Zahlt verbundene Gefühl, fällt mir schwer zu beschreiben.
Gerade wenn ich den Text, den ich schreiben will, einfach aus verschiedensten Gründen noch nicht geschrieben habe. Was in der Welt gerade vor sich geht – dafür die passenden Worte zu finden fällt mir unendlich schwer. Ich fühle mich der Worte beraubt, und das ist für eine Dichter*in kein guter Zustand.
Natürlich geht es so vielen Menschen viel, viel schlimmer als mir, wenn sie denn überlebt haben. Ich sehe hin und ich fühle Schmerz. Ich höre hin und es klingt mir in den Ohren. Das mag das Konzept sein, die Menschen fassungslos zu machen, darüber, was Menschen anderen Menschen bereit sind anzutun.
Das in Worte zu kleiden, scheint mir gerade unmöglich. Und doch versuche ich es unvorhergesehen mit diesem Text.
Wie beschreibe ich das Unfassbare? Ich beschreibe meinen Mangel an Worten dafür.
Ich hoffe so sehr, dass wir uns wieder finden als Gemeinschaft, als Menschheit. Gerade sind da so viele Schlachtfelder und Menschen fragen sich, warum die Menschen nicht zurückschlagen im Iran, in den USA. Das tun sie mit den Mitteln des Rechtes und der Gerechtigkeit. Wir kämpfen auf Seiten der Rechtschaffenheit und daher kämpfen wir grundlegend und so lange wie möglich ohne Waffengewalt. Das mag naiv scheinen, aber es ist ein Weg. Ich hoffe, ich muss nie einen anderen gehen. Ich wünschte, es müsste sich niemand für einen anderen entschieden haben oder entscheiden müssen. Ich kann sie verstehen. Aber ich hoffe immer noch.

Und eins fließt mir aus den Fingern: wenn die Liebe in den Zeiten der Krise durch den Asphalt bricht, wie ein Löwenzahn, dann kann es wieder schön werden. Wenn wir nicht verzweifeln und trotzdem schönes tun und erschaffen, dann ist da Hoffnung. Und wir erschaffen unsere Welt aus den Trümmern der herrschenden Betonköpfe. Darauf wird es wachsen, sprießen und gedeihen: Pflanzen, Tiere, Menschen. Das ist meine Hoffnung; die Hoffnung auf ein heitereres Morgen.

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