Sehnsucht, weht Schatten vor meine Füße. Friss mir doch meinen Willen von der Haut! Das Wünschen fällt mir schwer. Die Angst schwelt, dass ich versinke, hinab mit dem Stein, der meinen Wunsch ins Wasser trägt.
So unbeholfen im Schweigen ist mein Mund, dass meine Ohren klingen. So unbekannt, wie meine Hände, bist du mir im Traum. Wer pflanzt, den Baum, der uns süßen Schatten spendet? Im Sommer. Im Herbst. Im Frühling. Der Baum, der Licht bringt, in den Wintern, die folgen.
Im Land wird gerüstet, mein Herz legt alle Panzer ab. Doch fang ich an zu fragen, heißt mein Mund mich schweigen. Ich geh in die Gefahr, doch treiben aus meinem Kopf Blüten aus Papier. Der Wind verweht sie noch, wo sie luftig verglühen. Lass sie aufs Wasser fallen. Lass es zu Tee werden, den ich trinken will: Her mit dem Willen, wahr zu dir zu sprechen.
Ein Meer soll meine Hoffnung werden, so dass Glück die Wahrheit in Zukunft Liebe nennt.
Johanna nion Blau, 1.6.2025

