Wenn der Himmel lacht,
Scheuen die Pferde.
Gekonnt trotze ich der Wilden Herde.
Aber nur in meinem Kopf.
Sobald ich den Krug weiterreichen werde,
Sehe ich die Scherben schon liegen auf der Erde.
Ich weiß, wo sie sind: Kehrschaufel und Besen.
Dabei ist oft nie etwas gewesen.
Wer hat mich denn nur so präpariert?
Und wieso habe ich mich so oft echauffiert?
Ich will im Moment erleben, wie ich tanze.
Ich will im Moment erleben, wie ich Hoffnung pflanze.
Ich will im Moment erleben, wie ich ernte.
Die lieben Worte, der Menschen, die ich hier schon kennenlernte.
Und wenn es scherbelt und wenn es kracht. Und wenn die Liebe die Pferde scheu macht. Die Ruhe ist vielleicht vorbei, das Abenteuer aber lacht.
Will die Kurven des Lebens mit Bravour nehmen und die Abkürzungen meiden, auch wenn ich sie scheinbar kenne. Das Leben sei mir lang, ohne Langeweile, wenn ich die Tage neu benenne.
In meinem Herzen säe ich ein die Lust auf Abenteuer. Will frei sein zu tun was ich will, war mir das gestern noch ungeheuer.
Johanna nion Blau, 19. August 2024

