Dein Licht

Dein Licht

Vorbeifahrende Züge,
Seh ich zur Genüge.
Aufspringen kann ich nicht,
Warten ist Pflicht.

Bist du vergeben?
Will endlich Schätze heben.
Dir sagen, du bist schön,
Will in die Tiefe gehen.

Dann kommt der Teufel,
Der Wolf im Schaffell.
Liquide Lügen,
Dem soll ich mich fügen?

Ich spüre meine Ketten,
Will all mein Gehabe verwetten.
Der Tor steht jetzt in der Pflicht,
Andre Waffen besitz ich nicht.

Ex- oder implodieren?
Niemals mehr studieren.
Hoffnung als Fackel tragen.
Keine alten Träume jagen.

Dein Licht in meinem Herzen,
Will ich verschmerzen,
Scheint mir aus den Augen,
Du kannst es kaum glauben.

Ich wache und es heilt,
Ich frage und wie die Antwort eilt.
Ein Stück des Weges gehen.
Den Unterschied verstehen.

JB-02-2017

Adele

Adele

Du bist unfassbar.
Unnahbar im Widerschein.
Allein geh ich heim.
Fühle mich wunderwahr.

Verbindung durch Augenblicke.
Gezeichnet im Sonnenlicht.
Ich bin auf mehr erpicht.
Meine Hand durch eine Mauerlücke.

Momente kosten auf deiner Haut.
Kein Sonnenschein wärmt mich mehr.
Von dir lassen fällt mir schwer.
Deine Lippen so vertraut.

Tanzen und vergessen.
Falsche Adresse.
Du liest mir die letzte Messe.
Ich war zu versessen.

Treibend im Meer.
Keine Berührung.
Ohne Verführung.
Blätter fallen schwer.

Deine Hand schließt die Mauer.
Dein Mund sagt Worte.
Bring mich zurück an die schönen Orte.
Ich lieg auf der Lauer.

Deine Bilder an der Wand.
Alt und neu.
Was ich nicht bereu.
Deine Hand.

JB-02-2017

(nach dem Film: Blau ist eine warme Farbe, Regie: Abdellatif Kechiche)

Widerhall

Widerhall

Geborgte Stille in meinem Herzen.
Ein Blick, der im Raum steht wie ein Wasserstrahl.
Wenn ich mich falte vor Qual.
Fiktive Schmerzen.

Eine Hand im All,
Unerreichbar weit.
Nichts zu seiner Zeit.
Verfehltes Schweigen kommt vor dem Fall.

Tunnelblick und Weitsicht.
Rollende Steine vor meinem Gesicht.
Niemand hält Gericht.
Wartende sind in der Pflicht.

Schall wie Fall.
Morgen und Wiederkehr.
Nichts wollte ich so sehr.
Ein Widerhall.

JB-02-2017

Ungesagtes

Ungesagtes

Gedanken perlen ab von diesen Augen,
Will mir kein Urteil erlauben.
Wahrheit oder Pflicht,
Ganz so einfach ist das nicht.

Erlebnisse aufgestapelt,
Hinein in die Traumwelt.
Wenn ich an diese Tür klopf,
Hab ich Bilder vom Niemalsland im Kopf.

Und trotzdem schweige ich.
Leise verneig ich mich.
Dein Lächeln, ein Pfad in den Dunst.
Weiterlachen meine Kunst.

Loslassen und Leben erfassen.
Wieder unter Massen.
Ein weißes Licht erlischt in Farben.
Über mir kreisen weise Raben.

JB-02-2017