Mittendrin

Mittendrin

Tage wie Wellen
Wege aus Zuversicht
Seh ich nach morgen
Bin nicht ganz dicht

Wieder die Hoffnung
Alles wird anders
Verloren den Glauben
An das neue Kleid

Was bleibt ist die Suche nach Glück
Raus aus der Grübelzeit
Wenn ich aufsteh
Nehm ich nie den Weg zurück

JB-07-2015

Ruhe

Ruhe

Verführ den langen Tag
mit Muße und ich bin
so lange wie der Tag
tief in mir drin.

Im Zwiegespräch mit meinem Selbst.
Niemand stört das Schweigen.
Ein kraftvoll heller Reigen
Umgibt das Traumgebälk.

Die Ruhe fand ich gestern.
Da lag ich und entsann
Mich traumgelenktem Weben,
Das farbige Tuch gelang.

Und wie ich Stille rufe,
So senkt sie sich herab.
Ich finde und ich suche
Der alten Leier Grab.

JB-07-2015

Der Weg

Der Weg

Vorwärts mit dem Blick nach Westen.
Jetzt geht’s los im Marschzug.
Mir nach Kanallien.

Wenn ich mich umseh,
gehen alle gerade aus.
Nur ich geh die Kurven aller Wege.
Wenn ich mich umseh,
gehen alle geschlossen in eine Richtung,
nur ich steh im Wege.

Und wieder unter Wasser,
mit den Füßen nach oben strampelnd.
Wenn ich mich umseh,
Haben alle Schnorchel außer mir.

Wenn es so weitergeht, ertrink ich bald.
Will mich umdrehen und atmen.
Wieder frische Luft in den Lungen haben
Und Licht in den Augen.

Ich will tanzen über alle Sorgen hinweg.
Ich will schreiben, was mir gelingt.
Und wenn ich aufsteh, soll die Sonne mir lachen.
Wie der Narr auf seinem Weg, will ich voran schreiten.

JB-07-15

Purzelbäume

Purzelbäume

Wie das Leben Leben schreibt,
gewebt und dann gebunden.
Losgelassen, Zeit verteilt,
so um mich gewunden.

Wie Hoffnung manchmal Tränen zeigt,
fühl ich mich unumwunden
zu der Frage hingeneigt:
Will er mich verwunden?

Bin so frei, ich selbst zu sein
fühl mich ungebunden.
Bin so neu und so allein.
Frei von allen Wunden.

Wenn ich sehe, glaube ich
und wenn ich gehe, bleibe ich.
Wenn ich mich verneige
vor der Zeit.

Traurig, fröhlich eigentlich
so wie zu zweit.

JB-07-15